Am Beispiel von Arbeiten der Heilbronner Grafik-Designerin Heike Rambow (Jahrgang 1964) zeigte sich in der siebten Ausstellung der tangente-Reihe das Zusammenspiel von freier und angewandter Kunst. Die Erforschung des Elementaren, d.h. das Studium der Spezifik von Farbe, Form und Material, ist Voraussetzung für Heike Rambows freie sowie praktisch angewandte Gestaltung.
Sie hat eine "visuelle Sprache" entwickelt, deren wiederkehrende Elemente Kreis oder Viereck - vergleichbar mit einer Grammatik -Zusammenhänge und Leitgedanken in den meist mehrteiligen Kompositionen schaffen.
Der Betrachter kann aber auch seine eigene Geschichte ausdenken. Der Leitsatz Heike Rambows lautet: "Konzeptionell denken, ohne das Spielen zu verlernen. Durch Spielen entdeckt man Neues".
Während eines Studienjahres in Glasgow unternahm die Designerin eine Studie zum Thema "Farbe, Licht, Wetter". Damit wird deutlich, wie die Grundlagenforschung eines Designers aussehen kann: Die aus immer demselben Standort fotografierte Stadtansicht zeigt die Veränderbarkeit von Farbe und Materialeindruck durch externe Faktoren, die folglich bei Farb- und Materialkonzepten entsprechend berücksichtigt werden.