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Tangente 30. Christoph Rihs - Testimonials.

Im Rahmen des Deutsch-Französischen Jahres "Rendezvous 1806-2006" fördert die JENOPTIK AG gleich zwei künstlerische Projekte, die das Thema napoleonische Schlacht aufgreifen.
Das Projekt "Testimonials" von Christoph Rihs bildet einen reizvollen visuellen Kontrapunkt zu dem von der Stadt Jena organisierten und von der JENOPTIK AG als Hauptsponsor geförderten Audiowalk der kanadischen Künstlerin Janet Cardiff, die den Teilnehmer per Soundtrack durch eben jenes geschichtsträchtige Areal schickt.

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Aus Anlass des Deutsch-Französischen Jahres "Rendezvous 1806-2006" zeigt die JENOPTIK AG eine Ausstellung des in Weimar lebenden schweizerischen Künstlers Christoph Rihs. Eine neue Serie von zehn großformatigen fotografischen Werken greift Motive der Landschaft um Jena-Cospeda, dem Schauplatz der Schlacht Napoleons gegen die Preußen, auf.

 

 

 

 

Les faux de St-Basle (hêtre tortillard), 2004-06, diasec, 90 x 100 cm

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In langen Spaziergängen hat Christoph Rihs das Gelände erwandert und symbolträchtige Bildmotive - darunter uralte Bäume, stumme und doch beredte Geschichtszeugen - ausgewählt und aufgenommen. Dabei berührte ihn, wie friedvolle Idylle mit dem Wissen um das damalige kriegerische Geschehen eigenwillig kontrastiert. Zu Hause am Computer geschieht die eigentliche Arbeit in der Bearbeitung der Bilder zumeist konzentrisch angeordneten Bildmontagen, die sich dem Auge des Betrachters vielschichtig und facettenartig darbieten.

Christoph Rihs erforscht mit seiner künstlerischen Arbeit das visuelle Begreifen der Welt. Vom optischen Vorgang bis zur kognitiven Erkenntnis, von der täuschend echten Wiedergabe bis zum Weltbild, versucht er das Erleben von Raum mit verschiedensten künstlerischen Medien zu ergründen.

 

 

 

Platschütz (Platane Schützengasse), 2003-04, diasec, 76 x 150 cm

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Seit vier Jahren stellt er Digitalfotografien her, in denen sich transparente Einzelbilder vielfach überlagern. Diese Technik empfindet den Prozess der Wahrnehmung nach und gibt die "Rest-Unschärfe" wieder, die zwangsläufig durch den kleinen Fokus unserer Augen existiert, uns aber kaum bewusst ist.
In den festgehaltenen Momenten der "Testimonials"-Serie verdichtet sich also die Dynamik des Wahrnehmungs- und Reflektions-prozesses.

Les chênes napoléoniens, 2003-05, diasec, 117,4 x 120 cm

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Die Serie  reflektiert die zeitlichen Schichten, Erinnerungen, Assoziationen, Leerstellen und Wahrnehmungsbrüche, die sich beim Betrachten von historischen Schauplätzen ergeben. Da es keine fotografierbaren menschlichen Zeitzeugen der napoleonischen Schlacht mehr gibt, rückt Rihs die Natur als ambivalente Metapher und Allegorie des Geschehens in den Mittelpunkt. Bäume erscheinen surreal beseelt und nehmen einen gequälten Ausdruck an.

 

Leuchtenburg, 2004-06, diasec, 120 x 120 cm

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In einem aufwendigen Verfahren (Diasec) werden die Fotos mit einer Glasscheibe verschmolzen und diese wiederum auf eine Aluminiumplatte aufkaschiert. Dadurch erhalten die Bilder ihre besondere technische Brillanz und materielle Präsenz.

 

 

 


Rudolregen (Heidecksburg), 2003-05, diasec, 100 x 100 cm

Franz Nagel

JENOPTIK AG
Referat Kunst & Kultur

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