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Tangente 31. Heinz Mack - Lichtbilder.

In der Galerie der JENOPTIK AG vom 5. Dezember 2006 bis 24. Januar 2007.

Zum zweiten Mal stellt Heinz Mack in der Galerie der JENOPTIK AG aus. 1999 zeigte er eine beispielhafte Auswahl von Skulpturen, Gemälden und Pastellen aus seinem großen und vielseitigen Oeuvre. Die neue Ausstellung der Reihe Tangente stellt die Fotografie im Werk von Mack vor, mit der der Künstler erst  in allerneuester Zeit an die Öffentlichkeit tritt. Die Auswahl der Exponate stellt einen ganzen Fächer von Bildthemen und Werkphasen seines weiten Tätigkeitsfeldes dar, die alle um das eine zentrale Thema kreisen: das Licht und seine Immaterialität.

Mit Aufnahmen seiner Skulpturen, Objekte, Bilder und Projekte in der Landschaft vergegenwärtigt Mack seinen speziellen Blick auf seine Kunst und sensibilisiert das Auge des Betrachters für feinste Wahrnehmungen. Seine Fotografie vermag die poetische Intention seiner Kunst zu verdeutlichen, indem sie dem Zauber der Werke nachspürt, der sich erst im Dialog mit dem Licht entfaltet.

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Gemeinsam mit seinem Künstlerfreund Otto Piene gründete Heinz Mack im Jahr 1957 die legendäre Künstlerbewegung ZERO. Diese Kunstrichtung, die wie keine andere den künstlerischen Neuanfang nach dem zweiten Weltkrieg markiert, propagiert neue, elementare Aspekte, die einem neuen Lebensgefühl entsprachen: Licht, Bewegung, Raum, Zeit, Dynamik, Vibration und serielle Struktur. Zweifelsohne gehört Heinz Mack seit 50 Jahren zu den wichtigsten deutschen Künstlern mit internationaler Ausstrahlung.




                                 Strahlung, um 2004/2006, diasec, 120 x 90 cm  

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Kunst versteht er als einen Freiraum inmitten der zweckorientierten Gesellschaft, als das letzte "noch nicht verlorene Paradies". Er bekennt sich rückhaltlos zu Schönheit und Harmonie, die für ihn Ausdruck von Lebensbejahung sind und der ethischen Ausrichtung des Kunstwerks entsprechen. Für ihn zählt nicht das Licht als naturwissenschaftliches Phänomen, auch nicht das Licht als Metapher, sondern das Licht als "kreative Potenz".

Lange Zeit reduzierte der Licht-Künstler Mack seine Bilder, Stelen, Reliefs und kinetischen Arbeiten auf die subtilen Ausdrucksweisen zwischen Hell und Dunkel bzw. auf das monochrome Lichtspiel der Materialien von Metall bis Stein.

Ikone, 1970/2006, diasec, 120 x 90 cm

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Doch Licht ist eine Energie, die nicht nur Immaterialität und fließende Bewegungserscheinungen erzeugt, sondern auch Farbe. Seit Beginn der 90er Jahre hielt die Farbe mit aller Pracht Einzug in sein Werk.

Lichtbilder
Mack setzt die Kamera ein, um Lichterscheinungen auf den metallischen Oberflächen seiner "Licht-Reliefs" zu fassen. Die typischen Rasterungen, Spiralbewegungen und die organischem Wachstum angelehnten Strukturen sowie hochglanzpolierte Flächen aus seinem Objekt- und Skulpturenfundus bringen verschiedenste Lichtverläufe von unbestreitbar reizvoller Wirkung hervor.

                                   Blaue Nacht, 1997/2006, diasec, 150 x 110 cm

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Den Bereich der rein experimentellen Fotografie betritt Mack mit Aufnahmen von prismatischen Brechungen des Lichts in Farbspektren.


 

 

Lichtkubus in der Wahiba Wüste, 1997/2006, diasec, 150 x 225 cm