Unsere Kunstausstellungen bezeichnen wir als tangente - das bedeutet Berührung. Berührung mit der Bildenden Kunst ist eine Herausforderung, der sich die Jenoptik mit ihrer Ausstellungsreihe im eigenen Haus stellt.
Für den emeritierten Professor der Hamburger Hochschule für Bildende Kunst, Ludwig Wilding, ist künstlerisches Arbeiten vor allem mit "Seh-Forschung" gleichzusetzen. Ein Künstler ist nach seiner Auffassung ein Erfinder. Hierbei hält er sich an die schöpferischen Grundsätze, die bereits sein Lehrer Willi Baumeister seinen Studenten mit auf den Weg gegeben hat: "Geht zurück zu den Elementen" und "Sucht Euch ein freies Feld, auf dem noch keiner geackert hat." In der Ausstellung der Jenoptik wurden Ergebnisse innovativer Methoden gezeigt, die Wilding seit den 60er Jahren entwickelt hat. Es handelt sich vor allem um Objekte mit Scheinbewegungen sowie um Bilder mit Scheinräumen. Neuere Arbeiten beschäftigen sich zudem mit der Chaos-Theorie und der Fraktalen Geometrie.