Unsere Kunstausstellungen bezeichnen wir als tangente - das bedeutet Berührung. Berührung mit der Bildenden Kunst ist eine Herausforderung, der sich die Jenoptik mit ihrer Ausstellungsreihe im eigenen Haus stellt.
Dem Weimarer Künstler Horst Peter Meyer widmete die JENOPTIK AG im Jahr seines 50. Geburtstages eine Einzelausstellung in ihrer Galerie. Anstoß für dieses Ereignis gibt die 1996 in unmittelbarer Nähe entstandene Reliefarbeit Meyers am neuen Gebäude des Chirurgischen Nothilfezentrums der Friedrich-Schiller-Universität. Die engelähnliche Figur mit dem Titel "NotWerk. Schneller Rettung Flügelschlag." hat dazu eingeladen, weitere Arbeiten zu präsentieren und den Dialog mit dem Meyer´schen Engel zu vertiefen.
Die Jenoptik-Ausstellung gab Einblick in Meyers assoziatives Arbeiten, das in einem stetigen Prozess wiedererscheinende Formen abwandelt und in andere Kontexte bringt. Er hat seine eigene visuelle Sprache entwickelt, die den Betrachter in konzentrierten schwarz-weißen Tuschezeichnungen sowie Malereien von sinnlicher Farbkraft in ihren Bann zieht. "Engel sind in tiefen Sinnschichten unseres Bewusstseins als Sprach- und Bildmuster eingegraben, eine Größe von poetischer und mythischer Kraft," kommentiert Horst Peter Meyer die Wahl seines Engel-Motivs. Andere in vielfacher Abwandlung wiederkehrende Elemente der Bildsprache Meyers sind Gehäuse und Balken, Hinweise und Ursprungsformen menschlicher Kultur.