Unsere Kunstausstellungen bezeichnen wir als tangente - das bedeutet Berührung. Berührung mit der Bildenden Kunst ist eine Herausforderung, der sich die Jenoptik mit ihrer Ausstellungsreihe im eigenen Haus stellt.
Zum "Jahr der ungarischen Kultur in Jena 1998" veranstalteten die JENOPTIK AG und der Jenaer Kunstverein eine Doppelausstellung des ungarischen Malers István Nádler.
Nádler, dessen Werke sich bereits im Besitz internationaler Museen befinden, gilt als einer der bedeutendsten Gegenwartskünstler Ungarns.
Durch spannungsvolle Synthesen gelingt es Nádler, die abstrakte Kunst stets mit neuem Leben zu erfüllen. So hat sich seine Malerei von den 60er Jahren bis heute fortwährend verändert und entwickelt. Neben den rationalen, geometrischen Elementen finden wir seit den 80er Jahren einen malerischen Duktus, Sinnlichkeit und Pathos.
Der Künstler verbindet in seinen Bildern Urformen der Kulturgeschichte mit dem subjektiven, zeitgebundenen Erleben und den Gefühlswerten der Farbe. Hierbei inszeniert er einen Kampf von feinen expressiven Linien mit machtvoll ausgelebten changierenden Flächen. So sind seine geheimnisvoll wirkenden Bilder einerseits persönliche Psychogramme, andererseits sprechen sie das kollektive Bewusstsein an. Stets erprobt er neu auf der Leinwand, wie Linien und Farbflächen
"Noch-Nicht-Gesagtes" ausdrücken können.