Unsere Kunstausstellungen bezeichnen wir als tangente - das bedeutet Berührung. Berührung mit der Bildenden Kunst ist eine Herausforderung, der sich die Jenoptik mit ihrer Ausstellungsreihe im eigenen Haus stellt.
Im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes mit dem Kunsthistorischen Seminar der Friedrich-Schiller-Universität war in der Galerie der Jenoptik und in der Bibliothek des Kunsthistorischen Seminars (ehemaliges Zeiss-Observatorium) ein über fast zwei Jahrhunderte angelegter Querschnitt durch die Kunst flämischer und holländischer Druckgraphik zu sehen.
Ziel der Ausstellung war ein repräsentativer wie kurzweiliger Gang durch eine kunst- und kulturhistorisch revolutionäre Epoche, in der sich die Bildinhalte explosionsartig weiteten. Neben traditionellen Sujets der klassischen Mythologie, der christlich religiösen Heilsgeschichte und der Erfassung der Welt in allegorischen Konzepten entwickeln sich ganz neue Themen. Sie verdanken ihre Entstehung der spezifisch niederländischen Tendenz zum Realismus, dem sinnlichen Vergnügen an der detailreichen Beobachtung der sichtbaren Welt.