Unsere Kunstausstellungen bezeichnen wir als tangente - das bedeutet Berührung. Berührung mit der Bildenden Kunst ist eine Herausforderung, der sich die Jenoptik mit ihrer Ausstellungsreihe im eigenen Haus stellt.
In den Fotografien von Georges Rousse erleben wir Architektur als Ort des Optischen, als Erlebnisraum für das Auge. Sie zeigen das Ergebnis multimedialer Prozesse, in denen sich Architektur, Zeichnung, Skulptur und Malerei miteinander verbinden. Die Fotografien sind Höhe- und Endpunkte vielschichtiger Transformationen, die auf eine Vergeistigung des Raumes abzielen. Rousse betont: "Fotografie verstehe ich in erster Linie - entsprechend dem griechischen Ursprung des Begriffs - als Aufzeichnung des Lichts." Das Bild ist somit materielle Spur der immateriellen Qualitäten des Lichts.
Georges Rousse modifiziert herkömmliche Sichtweisen, indem er mit geometrisch konstruierten Bauelementen und kräftigen Farben in die Architektur eingreift. Das höchst konzentrierte und gesteigerte Raumerlebnis wird am Ende durch die fotografische Linse auf die zweidimensionale Fläche zurückgeführt und damit abstrahiert. Die menschliche Wahrnehmung wird durch die entstandenen fotografischen Kunstwerke in höchstem Maße herausgefordert, da virtuelle und reale Räume so miteinander verwoben scheinen, dass sie das Auge an manchen Stellen nicht mehr unterscheiden kann.
Eine Schülergruppe unterstützte Georges Rousse beim Aufbau seiner Installationen im ehemaligen Stromumspannwerk der IMAGINATA e.V. Seine Fotoarbeiten wurden in der Galerie der Jenoptik ausgestellt.