Unsere Kunstausstellungen bezeichnen wir als tangente - das bedeutet Berührung. Berührung mit der Bildenden Kunst ist eine Herausforderung, der sich die Jenoptik mit ihrer Ausstellungsreihe im eigenen Haus stellt.
Der Krefelder Adolf Luther (1912-1990) ist einer der bedeutendsten Lichtkünstler im Nachkriegsdeutschland. Für Luther bedeutet das Licht eine ungeheure Realität, er ging von einer immateriellen, unsichtbaren Lichtwirklichkeit aus, die er in Polarität zur materiellen Welt sah.
Nach dem Jura-Studium, das Adolf Luther 1943 mit Promotion abschloss, wird er nach Kriegsende und Rückkehr aus der Gefangenschaft - Richter am Verwaltungsgericht in Minden und danach in Düsseldorf. 1957 gibt er seine juristische Karriere auf und widmet sich ausschließlich der künstlerischen Arbeit. 1962 entstehen die ersten Lichtobjekte aus zerschlagenem Glas, die das durch den Raum eilende Licht auffangen und an den Bruchkanten aufleuchten lassen. Ab Mitte der 60er Jahre übernehmen optisch hochwertigere Materialien wie Brillengläser, Prismen und Hohlspiegel die Funktion, das Licht im Raum sichtbar zu machen.
Die sphärischen Hohlspiegelobjekte aus konkav und konvex gewölbten Hohlspiegeln reflektieren vor der Spiegelfläche unzählige auf dem Kopf stehende Bilder und transformieren den Raum in einen sonst unsichtbaren lichterfüllten Energiebereich.
Die Ausstellung der Galerie der JENOPTIK AG wird von der Adolf-Luther-Stiftung Krefeld und der Galerie Schoeller ausgeliehene Arbeitender verschiedenen Schaffensphasen Adolf Luthers zeigen.