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Jenoptik-Tochter JENOPTIK Diode Lab GmbH plant neues Fertigungsgebäude

Jena, Berlin, 22. Februar 2005

In der neuen Produktionsstätte will Jenoptik optoelektronische Halbleiterbauelemente fertigen.
Die JENOPTIK Diode Lab GmbH plant, in Berlin-Adlershof ein neues Fertigungsgebäude zu errichten. In der neuen Produktionsstätte will die Jenoptik-Tochter optoelektronische Halbleiterbauelemente, speziell Halbleitermaterial für Diodenlaser, fertigen. Der erste Spatenstich für die Investition soll im Frühjahr dieses Jahres erfolgen. Rund 40 Arbeitsplätze werden entstehen.

Die JENOPTIK Diode Lab GmbH mit Sitz in Berlin-Adlershof ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der JENOPTIK Laserdiode GmbH.
Das Unternehmen, gegründet im Februar 2002 als Spin-off aus dem Ferdinand-Braun Institut für Höchstfrequenztechnik in Adlershof, beschäftigt aktuell acht Mitarbeiter. Es ist spezialisiert auf die Fertigung von Halbleiterelementen, die von der JENOPTIK Laserdiode GmbH für die Entwicklung und die Fertigung von Hochleistungs-Diodenlasern eingesetzt werden. Die neue Berliner Produktionsstätte der JENOPTIK Diode Lab GmbH ermöglicht der Jenoptik-Photonics-Gruppe, flexibel auf Anforderungen des Marktes zu reagieren.

Hochleistungs-Diodenlaser werden eingesetzt als Anregungsquelle für Festkörperlaser, bei der Materialbearbeitung, in der Displaytechnik und der Medizintechnik. Jenoptik ist eines von nur wenigen Unternehmen weltweit, das hohe Stückzahlen der Hochleistungs-Diodenlaser mit höchster Zuverlässigkeit und auf höchstem technischen Niveau in gleichbleibender Qualität industriell herstellen kann.

Die Vorteile von Hochleistungs-Diodenlasern gegenüber allen anderen bekannten Lasern liegen im hohen Wirkungsgrad beim Umwandeln von elektrischer in optische Leistung. Weitere Vorzüge sind die kompakte Bauweise und die niedrige Spannung, die für den Betrieb dieser Laser benötigt wird. Darüber hinaus kann der Leistungsbereich der Laser variabel an die Anforderungen des jeweiligen Einsatzgebietes angepasst werden. Damit gilt diese Laserart als eine der zukunftsträchtigsten.

Moderner Produktionskomplex mit Reinraumanlage.

Für die Fertigung der Halbleiter-Laserdioden-Chips werden in dem neuen Produktionskomplex in Adlershof 500 Quadratmeter Reinraum zur Verfügung stehen. In der neuen Produktion werden 3-Zoll-Gallium-Arsenid-Wafer (GaAs) in einem für die Halbleiterfertigung typischen Prozess strukturiert. Neben der Fertigung verfügt das neue Gebäude mit einer Gesamtfläche von 1.800 Quadratmetern auch über F+E-Labore sowie einen Bürokomplex. Mit dem Start der Produktion, der für Frühjahr 2006 geplant ist, wird die JENOPTIK Diode Lab ihre Mitarbeiterzahl deutlich aufstocken. Über den Bedarf der Jenoptik hinaus sollen weitere Kunden mit den Halbleiterelementen beliefert werden.

Der Unternehmens- und Produktionsstandort Berlin-Adlershof, auch genannt Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien, ist der größte Wissenschaftsstandort der Hauptstadt und einer der größten in Europa. Hier ist die Jenoptik-Tochter in ein verzweigtes Netzwerk von universitären und außeruniversitären Einrichtungen sowie innovativen Unternehmen eingebunden. Neben 14 außeruniversitären Forschungseinrichtungen und sechs Instituten der Humboldt-Universität zu Berlin arbeiten hier 370 wissenschaftsnahe Unternehmen, viele davon in vier innovativen Technologiezentren.

JENOPTIK Laserdiode GmbH

Die JENOPTIK Laserdiode GmbH entwickelt, fertigt und vertreibt Hochleistungs-Diodenlaser. Diese neuartigen Laser bieten einen hohen Wirkungsgrad aus sehr kleinem Volumen. Sie werden vor allem als Anregungsquelle für Festkörperlaser eingesetzt und dienen als direkte Strahlquelle in der Medizintechnik und Materialbearbeitung. Seit 1993 gehört die Laserdiode GmbH zur Jenoptik-Gruppe. Die JENOPTIK Laserdiode GmbH ist ein Tochterunternehmen der JENOPTIK Laser, Optik, Systeme GmbH im Unternehmensbereich Photonics der JENOPTIK AG, Jena. Mit 25,1 Prozent ist die TRUMPF GmbH + Co. KG an der JENOPTIK Laserdiode GmbH beteiligt.

Der Umsatz des Jenoptik-Unternehmensbereiches Photonics soll von 280 Mio. Euro im Jahr 2003 auf mehr als 350 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2004 steigen. Rund 2.600 Mitarbeiter arbeiten hier in den Bereichen Laser, Hochleistungs-Optiken und Sensorik. Jenoptik entwickelt, fertigt und vertreibt photonische Komponenten, Module und Systemlösungen bis hin zu kompletten Anlagen und macht Licht als Industriewerkzeug nutzbar.
http://www.jold.de/
http://www.diodelab.com/

Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik

Das Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik ist eines der weltweit führenden Institute für anwendungsorientierte und industrienahe Forschung in der Mikrowellentechnik und Optoelektronik. Auf der Basis von III/V-Verbindungshalbleitern realisiert es Hochfrequenz-Bauelemente und Schaltungen für Anwendungen in der Kommunikationstechnik und Sensorik sowie hochbrillante Diodenlaser für die Materialbearbeitung, Lasertechnologie, Medizintechnik und Präzisionsmesstechnik. Die enge Zusammenarbeit des FBH mit Industriepartnern und Forschungseinrichtungen garantiert die schnelle Umsetzung der Ergebnisse in praktische Anwendungen. Das Institut beschäftigt 150 Mitarbeiter und hat einen Etat von 14 Millionen Euro. Es gehört zum Forschungsverbund Berlin e.V. (FVB) und ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.
http://www.fbh-berlin.de/