Zugang zu hochwertigen optischen Grundmaterialien Germanium und Silizium verbessert. Die JENOPTIK Laser, Optik, Systeme GmbH, eine Jenoptik-Tochter im Unternehmensbereich Photonics, hat 51 Prozent der Anteile an der Eisenacher Photonic Sense GmbH erworben. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Herstellung und den Vertrieb von Grundkomponenten aus hochwertigem optischen Germanium und Silizium (siehe Glossar).
Mit dem Erwerb der Mehrheit an der Gesellschaft sichert sich Jenoptik den Zugang zu diesen für optische Komponenten wichtigen Grundmaterialien.
Die Germanium und Siliziumkristalle werden von Photonic Sense in Kristallzüchtungsanlagen entsprechend einer neuen und originalen Technologie gezogen und anschließend durch CNC gesteuerte Fräs-, Schleif- und Sägeprozesse zur Planoptiken, Linsen und Spiegeln weiterverarbeitet. Optische Komponenten aus Germanium und Silizium finden vor allem Anwendung in Nachtsichtgeräten, Thermo- und Überwachungskameras und der Pyrometrie (berührungslose Temperaturmessung), besonders in der Automobil-Sensorik, Medizin und für Hochleistungs-Laser.
Photonic Sense beliefert weltweit neben Unternehmen der Halbleiter- und Optikindustrie vor allem auch Kunden im Markt für Militärtechnik. Die Strategie der Photonic Sense entfaltet sich aus den Synergieeffekten zwischen Germanium und Silizium und die vertikale bzw. horizontale Wertschöpfung. Darüber hinaus zählen auch beispielsweise Gallium Arsenid, Calcium Fluorid und Barium Fluorid für den Infrarot Markt zum Angebot des Unternehmens.
Die Photonic Sense GmbH wurde 2003 in Eisenach als Fabrik für optisches Germanium und Silizium neu gegründet. In kürzester Zeit hat sich die Gesellschaft von einer reinen Handelsgesellschaft für Optiken und Halbleitermaterialien (mit damaligem Sitz in Würzburg) zu einem weltweit wichtigen Anbieter für die hochwertige optischen Grundstoffe entwickelt. Mit rund 30 Mitarbeitern erzielte das Unternehmen im letzten Jahr einen Umsatz im einstelligen Millionen-Euro-Bereich.
Als Mehrheitsbeteiligung der JENOPTIK Laser, Optik, Systeme GmbH wird Photonic Sense künftig verstärkt in weitere Kristallzuchtanlagen investieren. Zudem wird das mittelständische Unternehmen vor allem bei großen und internationalen Kunden von der Zugehörigkeit zur Jenoptik-Gruppe profitieren.
Die JENOPTIK Laser,Optik, Systeme GmbH wurde 1995 gegründet und ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen des Technologiekonzerns JENOPTIK AG, Jena. In den Bereichen Lasertechnik, Optik und Sensorsysteme entwickelt, fertigt und vertreibt das Unternehmen Laserstrahlquellen, optische Komponenten, Module und Systemlösungen sowie Technologien zum präzisen Messen, Abbilden, Strukturieren und Analysieren unterschiedlicher Materialien. Neuste Technologien und kundenspezifische Applikationen bilden den Grundstein für den Erfolg des Unternehmens.
Die JENOPTIK Laser,Optik, Systeme GmbH ist ein Unternehmen im Jenoptik-Unternehmensbereich Photonics. Der Umsatz des Unternehmensbereiches Photonics stieg von 280 Mio Euro im Jahr 2003 auf knapp 360 Mio Euro im Geschäftsjahr 2004; das Betriebsergebnis des Unternehmensbereiches erreichte mit 34,5 Mio Euro einen neuen Rekord. Rund 2.600 Mitarbeiter arbeiten in den Bereichen Laser, Hochleistungs-Optiken, Sensorik und Mechatronik. Jenoptik entwickelt, fertigt und vertreibt photonische Komponenten, Module und Systemlösungen bis hin zu kompletten Anlagen und macht Licht als Industriewerkzeug nutzbar.
Germanium wurde 1886 durch Clemens Winkler erstmals nachgewiesen. Es ist weit verbreitet, kommt aber nur in sehr geringen Konzentrationen vor. Als Halbleiter war es das führende Material in der Elektronik, bis es vom Silizium verdrängt wurde. Eine Hauptanwendung heute findet es in der Infrarotoptik in Form von Fenstern und Linsen-Systemen aus poly- oder monokristallinem Germanium sowie optischen Gläsern mit Infrarotdurchlässigkeit, sogenannten Chalkogenidgläsern. Einsatzgebiete hierfür sind militärische und zivile Nachtsichtgeräte.
Silizium (oft auch Silicium geschrieben) wurde 1822 von Jöns Jakob Berzelius entdeckt. Silizium ist nach Sauerstoff das zweithäufigste Element der Erdkruste, da es Bestandteil eines Großteils der Minerale ist. Elementares Silizium ist das Grundmaterial schlechthin für die Mikroelektronik. Alle gängigen Computer-Chips, Speicher, Transistoren etc. verwenden hochreines Silizium als Ausgangsmaterial. In der Optik ist es in Quarzglas enthalten, das in Form von Linsen, Prismen, etc. verwendet wird.
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