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Jenoptik-Konzern mit erfolgreichem Geschäftsjahr 2004. Weichen für die Zukunft des Technologiekonzerns werden neu gestellt.

Jena, 19. April 2005

Umsatz stieg 2004 auf 2,5 Mrd Euro. Operatives Betriebsergebnis fiel mit 81 Mio Euro höher als erwartet aus. Nettoverschuldung sank um mehr als 130 Mio Euro. Hervorragende Auftragslage hält 2005 an. Börsengang des Singapur Facility Engineerings für die Elektronikindustrie geplant.
Der Technologiekonzern JENOPTIK AG, Jena, (ISIN DE0006229107) blickt auf ein Rekordjahr 2004 zurück. "Mit einem operativen Ergebnis von rund 81 Mio Euro, das damit höher als erwartet ausgefallen ist, einem Umsatz von leicht über 2,5 Mrd Euro sowie einer um mehr als 130 Mio Euro geringeren Nettoverschuldung haben wir bei allem Wort gehalten, was wir vor einem Jahr angekündigt haben", sagte Vorstandschef Alexander von Witzleben am Dienstag auf der Bilanz-Pressekonferenz in Jena. Bei Umsatz, Ergebnis und Auftragseingang erzielten beide Unternehmensbereiche zusammen die besten Ergebnisse der Unternehmensgeschichte.

Zur weiteren Entwicklung des Jenoptik-Konzerns - über die sehr guten Zahlen hinausgehend - informierten Alexander von Witzleben, Jürgen Gießmann, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Jenoptik und gleichzeitig Vorstands-Chef der größten Jenoptik-Tochtergesellschaft M+W Zander Holding AG sowie Norbert Thiel, im Vorstand verantwortlich für den Unternehmensbereich Photonics: Jenoptik will sich in Zukunft auf ihr traditionelles Stammgeschäft, den Unternehmensbereich Photonics, konzentrieren. Die Neuausrichtung und klare Fokussierung des Technologiekonzerns auf die Kernkompetenz Licht als industrielles Werkzeug soll durch eine stufenweise Entflechtung des von der M+W Zander-Gruppe gebildeten Unternehmensbereichs Clean Systems von der JENOPTIK AG erfolgen.

Jenoptik-Konzern mit Umsatz- und Gewinnsprung in 2004. Auftragseingang erneut höher als im Vorjahr.

Der Konzernumsatz stieg um 31,3 Prozent auf 2,52 Mrd Euro (i.Vj. 1,92 Mrd Euro). Rund 41 Prozent des Umsatzes kamen aus dem Ausland. Zur deutlichen Umsatzsteigerung trugen beide Unternehmensbereiche, Clean Systems und Photonics, bei. Das EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen) erreichte 128,8 Mio Euro (i.Vj. 50,9 Mio Euro), das EBIT des Jenoptik-Konzerns (Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit) betrug 81,1 Mio Euro (i.Vj. 9,0 Mio Euro). Zum Ergebnissprung haben eine Reihe von Faktoren beigetragen: das Umsatzplus, ein starkes Ergebniswachstum bei Clean Systems besonders im Electronics-Bereich, sowie bei Photonics internes Wachstum und ebenso ein positiver Ergebnisbeitrag der beiden neuen Gesellschaften Wahl optoparts und Lechmotoren, die Jenoptik Ende 2003 erworben hatte, und auch Kosteneinsparungen.

Das Ergebnis vor Steuern lag 2004 mit 37,4 Mio Euro um absolut 80,7 Mio Euro höher als im Vorjahr (i.Vj. -43,3 Mio Euro). Dementsprechend erhöhten sich die Steuern vom Einkommen und Ertrag des Konzerns, die auf insgesamt 11,2 Mio Euro stiegen (i.Vj. 5,0 Mio Euro). Erstmals weist der Jenoptik-Konzern im Zuge der Umstellung auf die internationale Konzernrechnungslegung IFRS latente und damit nicht zahlungswirksame Steuern in Höhe von 7,2 Mio Euro aus (i.Vj. -2,4 Mio Euro). Das Jahresergebnis erreichte somit 19,0 Mio Euro (i.Vj. -45,9 Mio Euro).

2004 konnte Jenoptik den Rekord-Auftragseingang des Vorjahres sogar leicht übertreffen - trotz des 2003 enthaltenen Großauftrages von AMD für M+W Zander über 380 Mio Euro. Die Auftragseingänge des Konzerns erreichten 2,37 Mrd Euro (i.Vj. 2,21 Mrd Euro). Der Konzern-Auftragsbestand lag Ende 2004 bei 1,87 Mrd Euro (i.Vj. 2,29 Mrd Euro). Grund für den geringeren Auftragsbestand ist der hohe Umsatz des Jahres 2004 sowie die Entkonsolidierung des Bereichs Gebäudetechnik zum Jahresende mit einem Auftragsbestand von mehr als 200 Mio Euro.

Nettoverschuldung des Konzerns sank um mehr als 130 Mio Euro; Eigenkapitalquote deutlich über 20 Prozent.

Wie angekündigt hat Jenoptik die Nettoverschuldung im abgelaufenen Geschäftsjahr stark um 133,6 Mio Euro zurückführen können - auf 238,8 Mio Euro (i.Vj. 372,5 Mio Euro). Neben einem positiven Liquiditätsüberschuss von rund 40 Mio Euro haben dazu auch die Aufhebung von Generalmietverträgen für Immobilien sowie der Verkauf der SC300-Beteiligung, die M+W Zander im Rahmen eines Projektes mit Infineon im Jahr 2000 eingegangen war, beigetragen.

Die Eigenkapital-Quote lag mit 23,7 Prozent wieder deutlich über der 20 Prozent-Marke (i.Vj. 20,5 Prozent). Das Eigenkapital in Höhe von 369,0 Mio Euro (i.Vj. 359,8 Mio Euro) wurde vom Jahresüberschuss und der Sachkapitalerhöhung gestärkt. Jenoptik hatte im Herbst 2004 die zweite Kaufpreisrate für Wahl optoparts in Aktien bezahlt.

Mit der im Sommer 2004 begebenen Wandelanleihe über 62,1 Mio Euro hat sich die Finanzierungsstruktur des Jenoptik-Konzerns weiter verbessert. Der Anteil langfristiger Finanzverbindlichkeiten (Kredite, Anleihen und Finanzierungsleasing) an den gesamten Finanzverbindlichkeiten des Konzerns lag Ende Dezember 2004 bei knapp 82 Prozent.

Keine Dividendenausschüttung für das Jahr 2004.

Um die Finanzbasis des Jenoptik-Konzerns weiter zu stärken, werden Vorstand und Aufsichtsrat der ordentlichen Hauptversammlung am
7. Juni 2005 in Weimar vorschlagen, für das Jahr 2004 keine Dividende auszuschütten. Der Jenoptik-Konzern plant, mit den Mitteln die Verschuldung des Konzerns weiter zurückzuführen sowie den Unternehmensbereich Photonics weiter auszubauen.

Weitere Investitionen im Unternehmensbereich Photonics.

Bereits 2003 hatte Jenoptik angekündigt, sich auf den Ausbau des Unternehmensbereichs Photonics zu konzentrieren - sowohl mit starken langfristigen Partnerschaften sowie Investitionen in modernste Maschinen und Anlagen als auch mit Akquisitionen, die Technologien ergänzen und den Marktzugang verbessern. Zusammen mit dem starken internen Wachstum der Photonics-Gesellschaften ist diese Strategie aufgegangen, wie die Photonics-Zahlen für das Jahr 2004 eindrucksvoll belegen. Der Umsatz stieg um 27,3 Prozent auf knapp 360 Mio Euro, das Ergebnis erreichte mit 34,5 Mio Euro neues Rekordniveau. Die jüngste, heute bekannt gegebene neue Mehrheitsbeteiligung bei Photonics, die Eisenacher Photonic Sense GmbH, ist spezialisiert auf die Herstellung und den Vertrieb von Grundkomponenten aus hochwertigem optischen Germanium und Silizium. Die vor allem mittelständisch geprägten Gesellschaften, die Jenoptik hier erwirbt oder an denen sich der Konzern beteiligt, profitieren vor allem von der Zugehörigkeit zu einem internationalen Konzern sowie der Nutzung von Vertriebswegen und der modernen Infrastruktur für die Produktion und die Forschung.

Umfassende Neuausrichtung des Unternehmensbereiches Clean Systems.

Die M+W Zander-Gruppe orientiert sich nach einer umfassenden Neuausrichtung im Jahr 2004 klar an den Kernkompetenzen rund um komplexe Hightech-Produktionsanlagen und realisierte gleichzeitig Kosteneinsparungspotenziale. Die Zahlen für Clean Systems geben dieser Strategie, zusammen mit einem starken Jahr für die Elektronikindustrie, recht: Die M+W Zander-Gruppe erzielte 2004 ein Umsatzplus von
32 Prozent auf 2,15 Mrd Euro und ein Betriebsergebnis in Höhe von 46,0 Mio Euro. Darüber hinaus wurden mit der Neuausrichtung die Voraussetzungen geschaffen, sich verstärkt weiteren Anteilseignern zu öffnen. Ende 2004 wurde die Mehrheit der zum 1. Juli 2004 aus dem ehemaligen Bereich Technische Gebäudesysteme heraus gegründeten M+W Zander Gebäudetechnik GmbH abgegeben.

Im Herbst 2004 hatte M+W Zander die weltweiten Facility Engineering Aktivitäten, die die Planung, den Bau und das Betreiben von Hightech-Fertigungsanlagen der Elektronikindustrie umfassen, unter der M+W Zander Facility Engineering Limited, Singapur, neu organisiert und zusammengefasst. Dieser Schritt ermöglicht M+W Zander, sein weltweites Facility Engineering Geschäft für die Elektronikindustrie, das seitdem aus diesem Schwerpunktmarkt heraus geführt wird, in Asien zu stärken. Aus diesen weltweiten Engineering-Aktivitäten für die Elektronikindustrie resultierte 2004 und auch in den Vorjahren der wesentliche Beitrag zum Ergebnis von M+W Zander.

Im Rahmen der umfassenden Neuausrichtung der M+W Zander Gruppe übernahm die M+W Zander Holding AG im April 2005 von EADS die restlichen 30,9 Prozent der Anteile an der M+W Zander D.I.B. Facility Management GmbH. EADS hielt die Anteile, nachdem im Jahr 2002 das M+W Zander Facility Management mit der EADS Tochtergesellschaft D.I.B. fusioniert worden war. Der Kaufpreis in Höhe von rund 30 Mio Euro wurde überwiegend aus laufenden verfügbaren Mitteln finanziert. M+W Zander hält nunmehr an ihrer Facility Management-Tochter
100 Prozent der Anteile, was die Eigentümerstrukturen vereinfacht.

Zunehmende Unabhängigkeit der M+W Zander Gruppe von Jenoptik.

Die JENOPTIK AG hatte im Jahr 1994 das Stuttgarter Unternehmen Meissner+Wurst GmbH+Co. übernommen, um Zutritt zu internationalen Märkten zu erhalten. 1998 fusionierte Meissner+Wurst mit der in Nürnberg beheimateten Zander Klimatechnik AG zu M+W Zander. In den vergangenen Jahren ist das Unternehmen stark gewachsen. Mit rund
2 Mrd Euro Umsatz lag dieser heute um elf mal höher als 1993 (177,5 Mio Euro). Jenoptik hält heute 72,89 Prozent an der M+W Zander Holding AG.

Aufgrund eines unterschiedlichen Geschäfts- und Managementfokus verfolgt der Vorstand vorrangig das Ziel, mittelfristig eine unabhängige Geschäftsplattform zu schaffen, die sich auf eine Steigerung des Umsatzes und eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit konzentriert. Die geplante Börsennotierung von M+W Zander Singapur ist ein Teil des Prozesses, der auch Unabhängigkeit erfordert.
Die Gesellschaften des Unternehmensbereichs Photonics bilden damit das Kerngeschäft der Jenoptik. Der Aufsichtsrat des Jenoptik-Konzerns hat in seiner gestrigen Sitzung der strategischen Konzentration auf den Unternehmensbereich Photonics zugestimmt.

Jenoptik strebt im Geschäftsjahr 2005 bei Umsatz und Ergebnis wieder das hohe Niveau von 2004 an.

Für den Jenoptik-Konzern soll das Jahr 2005 ebenso erfolgreich verlaufen wie das Rekordjahr 2004. Der Umsatz soll auf vergleichbarer Basis das Niveau des Vorjahres wieder erreichen und zwischen 1,9 und 2,1 Mrd Euro liegen. Durch die Ende 2004 erfolgte Entkonsolidierung der
M+W Zander Gebäudetechnik entfällt gegenüber 2004 ein Umsatzvolumen von rund 450 Mio Euro.

Beim operativen Ergebnis strebt Jenoptik an, das hohe Ergebnisniveau von 2004 wieder zu erreichen und ein operatives EBIT zwischen 60 und 70 Mio Euro zu erzielen. Damit würde das voraussichtliche EBITDA bei 100 bis 110 Mio Euro liegen, was einer EBITDA-Marge auf dem Niveau von 2004 entspräche.

Die vorläufigen Berechnungen für das 1. Quartal 2005 bestätigen diese Prognosen. Der Umsatz im 1. Quartal wird auf vergleichbarer Basis (unter Berücksichtigung des im 1. Quartal 2005 nicht mehr enthaltenen Gebäudetechnik-Umsatzes in Höhe von rund 86 Mio Euro) mit etwa
400 Mio Euro das Vorjahresniveau (i.Vj. nach IFRS: rund 400 Mio Euro) deutlich übertreffen. Das operative Ergebnis (EBIT) wird zwischen 8 und 10 Mio Euro liegen; das Ergebnis vor Steuern wird positiv ausfallen.

Informationen zum Unternehmensbereich Photonics.

Photonics übertraf mit einem Umsatzplus von 27,3 Prozent auf 359,8 Mio Euro die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2004 um knapp 10 Mio Euro (i.Vj. 282,6 Mio Euro). Rund 40 Mio Euro kamen aus den beiden neuen Gesellschaften Wahl optoparts und Lechmotoren, das restliche Plus im Vergleich zum Vorjahr resultierte damit aus internem Wachstum. Stark zulegen konnten besonders die Bereiche Sensorik für die Luft- und Raumfahrt sowie Laserdistanz- und -positioniergeräte. Besonders stark war das Geschäft 2004 auch im Bereich der Hochleistungsoptiken, der von einem guten Jahr der Halbleiterindustrie und von Produkt-einführungen im Bereich der Infrarot-Optiken profitierte.
Das Photonics-Betriebsergebnis legte etwas stärker als der Umsatz zu. Es wuchs um 32,2 Prozent auf 34,5 Mio Euro (i.Vj. 26,1 Mio Euro). Somit verbesserte sich auch die EBIT-Marge auf 9,6 Prozent (i.Vj. 9,2 Prozent).

Der Auftragseingang im Unternehmensbereich Photonics erreichte mit 418,6 Mio Euro erneut ein Allzeithoch (i.Vj. 328,1 Mio Euro). Zum Auftragszuwachs um 27,6 Prozent oder absolut um mehr als 90 Mio Euro haben fast alle Photonics-Bereiche beigetragen. Knapp die Hälfte des Auftragsplus (44,8 Mio Euro) steuerten die beiden neuen Gesellschaften bei, so dass das Auftragsplus auf vergleichbarer Basis bei 13,9 Prozent lag. Besonders stark erhöhte sich beispielsweise der Auftragseingang im Bereich Laserdistanz- und -positioniergeräte und bei der Sensorik für die Luft- und Raumfahrt, die einen Großauftrag für das Erdbeobachtungs-system "RapidEye" erhielt. Der Auftragsbestand bei Photonics erhöhte sich auf 421,0 Mio Euro (i.Vj. 370,4 Mio Euro inklusive Wahl optoparts und Lechmotoren).

2005 soll der Unternehmensbereich Photonics erneut kräftig wachsen. Der Umsatz soll dann - ohne eventuelle Akquisitionen im Laufe des Geschäftsjahres - zwischen 385 und 400 Mio Euro liegen. Dem entsprechend würde sich auch das operative Ergebnis (EBIT) erhöhen,
da Jenoptik hier erneut eine EBIT-Marge zwischen 9 und 10 Prozent anstrebt.

Informationen zum Unternehmensbereich Clean Systems.

Die M+W Zander-Gruppe erzielte 2004 einen Umsatzsprung auf 2,15 Mrd Euro (i.Vj. 1,63 Mrd Euro), was einem Plus von 32 Prozent entspricht. Getragen wurde das Plus im Wesentlichen vom Geschäftsfeld Facility Engineering, das den Umsatz um 39,6 Prozent auf 1,76 Mrd Euro steigerte (i.Vj. 1,26 Mrd Euro). Hierin zeigt sich deutlich die weltweite Führungsposition der M+W Zander Gruppe in einem starken Jahr für die Elektronikindustrie. Das Geschäftsfeld Facility Management erzielte mit Umsatzerlösen in Höhe von 408,9 Mio Euro (i.Vj. 397,1 Mio Euro) einen leichten Zuwachs.
 
Das EBIT der M+W Zander-Gruppe erreichte 2004 ebenfalls eine Verbesserung um absolut 52,9 Mio Euro auf 46,0 Mio Euro (i.Vj. -6,9 Mio Euro). Die EBIT-Marge lag damit bei 2,1 Prozent. Das operative Ergebnisplus kam aus beiden Geschäftsfeldern: beim Facility Engineering erreichte das EBIT 32,5 Mio Euro (i.Vj. -14,1 Mio Euro), das EBIT im Geschäftsfeld Facility Management steigerte sich auf 15,3 Mio Euro (i.Vj. 10,1 Mio Euro). Sondereffekte, die das EBIT bei Clean Systems beeinflussten, haben sich im Saldo wieder aufgehoben: Positiv wirkten sich mit zusammen rund 36 Mio Euro der Ertrag aus dem Verkauf der
SC300-Beteiligung an Infineon sowie der Verkauf eines Projektgebäudes in Singapur aus, dagegen standen Aufwendungen im Bereich Gebäudetechnik in Höhe von rund 32 Mio Euro, die sich aus dem Entkonsolidierungsverlust sowie Restrukturierungskosten zusammensetzten.

M+W Zander erreichte einen Auftragseingang von 1,94 Mrd Euro und damit knapp die 2-Milliarden-Euro-Marke (i.Vj. 1,87 Mrd Euro). Damit lag der Zuwachs bei 3,7 Prozent - trotz des im Vorjahr enthaltenen Großauftrages von AMD über 380 Mio Euro. Der Wegfall des Auftragsbestandes des Bereichs Gebäudetechnik im Zuge der Entkonsolidierung und die hohen Umsätze in 2004 führten zu einem Auftragsbestand per 31. Dezember 2004 in Höhe von 1,45 Mrd Euro (i.Vj. 1,92 Mrd Euro).

Das Geschäftsfeld Facility Engineering erzielte Auftragseingänge in Höhe von 1,58 Mrd Euro (i.Vj. 1,45 Mrd Euro). Das Auftragsplus von 9,0 Prozent spiegelt das gute Jahr für die Elektronikindustrie und Nachfolgeaufträge von Kunden wider. Neben einem Folgeauftrag von AMD haben auch Aufträge aus der Halbleiter- und Flachbildschirmindustrie in Asien dazu beigetragen. Besonders aufgrund von Teilabrechnungen des AMD-Projektes in Dresden reduzierte sich der Auftragsbestand auf 834 Mio Euro (i.Vj. 1.270 Mio Euro).

Das Geschäftsfeld Facility Management erhielt 2004 neue Aufträge in Höhe von 369,5 Mio Euro und lag damit zwar unterhalb des Vorjahresniveaus (i.Vj. 438,9 Mio Euro), aber deutlich über den Erwartungen für das Geschäftsjahr 2004. Besonders in den Ländern Osteuropas werden Facility Management-Aufgaben zunehmend an externe Dienstleister vergeben, wichtige Aufträge kamen 2004 auch aus der Industrie. Da die Aufträge üblicherweise für drei Jahre und länger abgeschlossen werden, erhöhen sie nur im ersten Jahr den Auftragseingang und Auftragsbestand. Mit 611,5 Mio Euro lag der Auftragsbestand im Facility Management 2004 daher leicht unter Vorjahr (i.Vj. 651,3 Mio Euro).

Umsatz- und Ergebnis bei Clean Systems sollen auf dem hohen Niveau von 2004 liegen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2005 rechnet der Unternehmensbereich Clean Systems mit Umsatzerlösen auf dem hohen Niveau von 2004. Ohne die Umsätze des Bereichs Gebäudetechnik soll er zwischen 1,5 und 1,7 Mrd Euro liegen. Der hohe Auftragsbestand sowie die anhaltend gute Auftragslage decken einen Großteil dieses Umsatzes bereits zum heutigen Zeitpunkt ab. Die Umsätze im Geschäftsfeld Facility Engineering sollen zwischen 1,1 und 1,2 Mrd Euro liegen - bei einer angestrebten EBIT-Marge von 1,8 bis 2,5 Prozent (inklusive Electronics, Pharma, Produkte, Automation, IT und Holding M+W Zander). Das Geschäftsfeld Facility Management soll Umsatzerlöse von rund 400 Mio Euro erzielen, bei neuen, international zu vergebenden Aufträgen eventuell auch leicht darüber. Dies entspricht einer deutlichen Steigerung, da im Zuge der Neuausrichtung 2004 Umsatz der englischen Facility-Management-Gesellschaft an das Facility Engineering abgegeben wurde. Wesentliche Umsatztreiber sind die zunehmende Internationalisierung, vor allem in Osteuropa sowie zunehmend regionenübergreifende Aufträge. Bei der EBIT-Marge strebt das Facility Management 3,0 bis 3,5 Prozent an.

Wichtiger Hinweis zum Zahlenwerk 2004: Die Jenoptik weist den Konzern-Jahresabschluss 2004 erstmals nach den international anerkannten IFRS-Rechnungslegungsvorschriften aus. Daher weichen die vor einem Jahr veröffentlichten Zahlen für das Geschäftsjahr 2003 von jenen Vergleichszahlen zum Jahr 2003 der aktuellen Berichterstattung ab.

Jenoptik-Konzern auf einen Blick:

 (Angaben in Mio Euro)  2004   2003    +/- in %
 Umsatz - Konzern  2.523,0  1.922,0  +31,3
 Umsatz Clean Systems  2.151,5  1.630,5  +32,0
 davon Facility Engineering  1.759,1  1.260,3  +39,6
 davon Facility Management  407,8  397,1  +2,7
 Umsatz Photonics  359,8   282,6   +27,3
 Konzernbetriebsergebnis (EBIT)  81,1  9,0  +800,2
 EBIT Clean Systems   46,0  -6,9  -
 davon Facility Engineering    32,5  -14,1  -
 davon Facility Management   15,3  10,1  +51,5
 EBIT Photonics  34,5  26,1  +32,3
 Konzernjahresergebnis vor Steuern  37,4  - 43,3  -
 Konzernjahresergebnis nach Steuern  19,0  - 45,9  -
 Auftragseingang - Konzern  2.368,0  2.205,0  +7,4
 Auftragseingang Clean Systems  1.939,0  1.870,3   +3,7
 davon Facility Engineering  1.580,3  1.448,8  +9,1
 davon Facility Management  369,5  438,9  -15,8
 Auftragseingang Photonics  418,6  328,1  +27,6
 Auftragsbestand - Konzern  1.866,6  2.290,4  -18,5
 Auftragsbestand Clean Systems  1.445,6  1.920,0  -24,7
 davon Facility Engineering  834,2  1.269,8  -34,3
 davon Facility Management  611,5  651,3  -6,1
 Auftragsbestand Photonics   421,0   370,4   +13,7
 Mitarbeiter per 31.12. (incl. Azubis)  9.267  10.486  -11,6
 Mitarbeiter Clean Systems  6.607  7.928  -16,7
 davon Facility Engineering  3.418  4.871  -29,8
 davon Facility Management  3.189  3.057  +4,3
 Mitarbeiter Photonics  2.593   2.498   +3,8

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Katrin Lauterbach/Cornelia Todt
Public Relations/Investor Relations
Telefon 03641 65-2255/2290  
Telefax 03641 65-2484
Katrin.Lauterbach@jenoptik.com  
Cornelia.Todt@jenoptik.com

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