Neueste Produkte erzeugen, formen, erfassen und nutzen Licht als industrielles Werkzeug.
Mit neuen Produkten und Technologien entlang der photonischen Kette präsentiert sich Jenoptik ab heute auf der "Laser 2005", einer der wichtigsten Branchenmessen in Europa. Als einziges Unternehmen zeigt Jenoptik Produkte und Technologien, die die gesamte Bandbreite des Lichts als industrielles Werkzeug abdecken - vom Erzeugen über das Formen und Erfassen bis hin zur Nutzung. "Wir profitieren dabei vom Wissen um den jeweils vor- sowie auch nachgelagerten Schritt innerhalb der photonischen Technologien," so Jenoptik-Vorstandsmitglied Norbert Thiel, der den Jenoptik-Unternehmensbereich Photonics verantwortet. Vertreter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, darunter Staatssekretär Prof. Dr. Friedrich Meyer-Krahmer überzeugten sich heute von der Leistungsfähigket des Jenaer Technologiekonzerns.
Im laufenden Geschäftsjahr plant Jenoptik, im Unternehmensbereich Photonics knapp 400 Millionen Euro Umsatz zu erzielen - bei einer EBIT-Marge von 9 bis 10 Prozent. Die auf der "Laser 2005" gezeigten Produktinnovationen sollen dann bereits mit einem merklichen Anteil von rund 25 Prozent zum Umsatz des laufenden Geschäftsjahres beitragen.
Die in Jena ansässige JENOPTIK Laserdiode GmbH präsentiert erste Diodenlaser, die auf eigen-entwickelten effizienteren Halbleiterbarren basieren. "Die Ausgangsleistung eines jeden unserer Diodenlaser lässt sich damit um jeweils 50 Prozent erhöhen - bei gleicher Bauweise", so Dr. Detlev Wolff, Marketingleiter der Jenoptik-Tochter. Da bis auf den Barren als Ausgangsmaterial die Bauweise des Lasers gleich bleibt, steigen die Kosten für diese effizienteste aller Laserstrahlquellen nur unterproportional zur Leistung - kurz: mehr Laserleistung zu einem günstigeren Preis.
Hochleistungs-Diodenlaser werden eingesetzt als Anregungsquelle für Festkörperlaser, bei der Materialbearbeitung, in der Display- und Medizintechnik. Die effizienten Halbleiterbarren, Ausgangsmaterial der neuen Generation von Laserdioden, hat die Jenoptik-Tochter selbst über ein Spin-off des Ferdinand-Braun Instituts für Höchstfrequenztechnik entwickelt. Der Technologiekonzern wird auch in den kommenden Jahren weiter in die Entwicklung und Fertigung hocheffizienter Halbleiterbarren investieren.
Neben neuen Laserkomponenten im Wellenlängenbereich NIR (Nahes Infrarot) bis DUV (Tief-Ultra-Violett), optischen Systemen zur Lasermaterialbearbeitung sowie für die lasergestützte Waferinspektion zeigt die JENOPTIK Laser, Optik, Systeme GmbH auf der Messe Neuentwicklungen im Bereich der binären sowie der Infrarot-Optiken.
Bei den Infrarot-Optiken hat Jenoptik eine neuartige Beschichtungstechnologie entwickelt und in entsprechende Ausrüstung investiert. Die infrarot-optischen Elemente werden mit einer Kohlenstoffschicht überzogen, die in ihren Eigenschaften denen des Diamanten ähneln. Damit werden die Optiken, die oftmals bei ihrem Einsatz in der Industrie stark beansprucht werden, widerstandsfähiger.
Mikro- und nanostrukturierte Optiken (binäre Optiken) kommen vor allem in der Halbleiterindustrie zum Einsatz und gewinnen hier aufgrund der immer feineren Chipstrukturen, die mit Licht extrem kurzer Wellenlängen erzeugt werden, an Bedeutung. Um dieses extrem kurzwellige Licht präzise zu lenken und zu dosieren entwickelte die Jenoptik neuartige Designkonzepte für kombinierte diffraktive Strahlformungselemente, die im Nanometerbereich zueinander justiert werden. Damit kann eine nahezu beliebige homogene Intensitätsverteilung des Lichts erreicht werden.
Darüber hinaus stellt die Jenoptik-Tochter Wahl optoparts, Triptis, die gesamte Prozesskette für Präzisionsoptiken aus Kunststoff vor. Die Jenoptik Automatisierungstechnik zeigt Laseranlagen für das Bearbeiten nichtmetallischer Werkstoffe, die Jenoptik-Tochter Innovavent GmbH, Göttingen, zeigt das neue Festkörperlaser-Optik-Modul LAVA 532, dass zum Beispiel zur Aktivierung von Dotierungen in Siliziumwafern eingesetzt werden kann.
Zu finden ist der Stand des Jenoptik-Unternehmensverbundes
in der Halle B3 am Stand 427.
Der Umsatz des Jenoptik-Unternehmensbereiches Photonics stieg von 280 Mio Euro im Jahr 2003 auf knapp 360 Mio Euro im Geschäftsjahr 2004; das Betriebsergebnis des Unternehmensbereiches erreichte mit 34,5 Mio Euro einen neuen Rekord. Rund 2.600 Mitarbeiter arbeiten in den Bereichen Laser, Hochleistungs-Optiken, Sensorik und Mechatronik. Jenoptik entwickelt, fertigt und vertreibt photonische Komponenten, Module und Systemlösungen bis hin zu kompletten Anlagen und macht Licht als Industriewerkzeug nutzbar.