Jenoptik ist in Paris auf der weltweit größten Messe für Luft- und Raumfahrt präsent.
Jena/Wedel,
16. Juni 2005
Zwei Tochtergesellschaften des Jenoptik-Konzerns präsentieren sich seit Montag auf der Paris Air Show in LeBourget, der weltweit größten Messe für Luft- und Raumfahrt.
Die in Jena ansässige Jena-Optronik GmbH, Entwickler und Hersteller komplexer opto-elektronischer Systemlösungen für Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und Sicherheit zeigt unter anderem das Modell des neu entwickelten Jena Spaceborne Scanners JSS 56, der für das Satellitenprojekt RapidEye zum Einsatz kommen wird. Darüber hinaus präsentiert Jena-Optronik Lagemess-Sensoren.
Als wichtigster Systemlieferant von Lagemess-Sensoren und Partner für die Weltraumorganisationen ESA und NASA sowie den Satellitenhersteller Boeing entwickelt die Jena-Optronik Rendezvous- und Docking-Sensoren, Stern- und Sonnensensoren, die im Rahmen internationaler Raumfahrt- und Satellitenprogramme zum Einsatz kommen. Die Jenoptik-Tochter ist seit mehreren Jahren der Standardlieferant von Sternsensoren für die Boeing 702 Plattform. Zwei der Autonomen Stern-Sensoren ASTRO 15, mit einer Lebensdauer von mehr als 15 Jahren, wurden am 26. April vom amerikanischen Ozeanstützpunkt Sea Launch mit dem Satelliten Spaceway F1 gestartet. Der ASTRO 15 wird den Satelliten auf seiner Umlaufbahn hochpräzise ausrichten und direkten Fernsehempfang via Satellit (DIRECTV) ermöglichen. Dieses HD (High Definition) Fernsehformat wird in den USA den Empfang von mehr als 1500 lokalen und nationalen Fernsehsendern erlauben.
Airbus A380 ist Attraktion der Messe. ESW-Extel liefert wichtige Komponenten.
Attraktion der Messe ist ein A380, für den die Jenoptik-Tochter ESW Extel Systems Wedel wichtige Komponenten liefert. Die Jenoptik-Tochter mit Sitz in der Nähe von Hamburg entwickelt und produziert das Trolley-Lift System, das die Versorgungswagen für Speisen und Getränke zwischen den Passagierdecks befördert. Darüber hinaus stellt die ESW-Extel die sogenannte Ice Protection Control Units (IPCU) her, die für die umfassende elektrische/elektronische Steuerung aller an Bord befindlichen Enteisungskomponenten sorgt. Weitere ESW-Komponenten an Bord des A380 sind Heizer für den Frachtraum, Duct Heater, ein Tail Strike Indicator, der im Falle eines zu steilen Anstellwinkels des Flugzeugs warnt sowie Floor Temperature Setting Panels für die Steuerung der Bodenplattenheizungen.
Eine weitere Attraktion wird auch in diesem Jahr der Eurofighter Typhoon sein; nachdem die zweite Tranche unterzeichnet wurde, wird die ESW auch hierfür wieder etwa 90 hochpräzise Radar-Dome (Radome) fertigen und ausliefern.
Im Jahr 2004 kamen rund 15 Prozent des Umsatzes des
Jenoptik-Unternehmensbereiches Photonics in Höhe von 360 Millionen Euro aus der Luft- und Raumfahrt. In den kommenden Jahren werden die Umsätze aus dieser Branche weiter steigen. Im letzten Jahr und in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres hatten sowohl die ESW als auch die Jena-Optronik GmbH mehrere Großaufträge erhalten, die ab 2005 und darüber hinaus zu einer deutlichen Umsatzsteigerung führen werden. So beispielsweise das Projekt RapidEye der Jena-Optronik und auch der Großauftrag für Radome, den die ESW Extel Systems erhielt.