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Hocheffiziente Laserdioden made in Germany.

Berlin, Jena, 30. August 2005

JENOPTIK Diode Lab GmbH legt in Berlin Grundstein für ein modernes Fertigungsgebäude. Wissenschaftspartner FBH weiht neue Forschungsräume ein.

In Berlin-Adlershof gab es am heutigen 30. August gleich zwei Gründe, um zu feiern: Um 11:00 Uhr legte die JENOPTIK Diode Lab GmbH den Grundstein für ein neues Gebäude für die Produktion von Laserdioden.
Im Anschluss wurden am benachbarten Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) neue Laborräume offiziell übergeben.

Der gemeinsame Festakt von FBH und JENOPTIK Diode Lab GmbH

ist kein Zufall, sondern Ausdruck der langjährigen und produktiven Zusammenarbeit. Die JENOPTIK Diode Lab ist im Februar 2002 als Spin-off aus der engen Kooperation zwischen Jenoptik und dem FBH hervorgegangen. Sie ist ein Beispiel für erfolgreichen Know-how- und Technologietransfer: Das junge Unternehmen fertigt optoelektronische Halbleiterbauelemente für Diodenlaser und nutzt dabei Forschungs-ergebnisse des Ferdinand-Braun-Instituts. In der neuen Produktion werden 3-Zoll-Gallium-Arsenid-Wafer (GaAs) in einem für die Halbleiterfertigung typischen Prozess strukturiert, um dann in Jena zu Hochleistungs-Diodenlasern weiter verarbeitet zu werden. Über den eigenen Bedarf der Jenoptik hinaus sollen weitere Kunden mit den Laserbarren beliefert werden. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 14 Millionen Euro. Generalunternehmer für den Bau ist die M+W Zander Gebäudetechnik GmbH. Mit dem Produktionsstart im Frühsommer 2006 werden hier 40 neue Arbeitsplätze entstehen.

Die neue Berliner Produktionsstätte der Diode Lab ermöglicht der Jenoptik-Photonics-Gruppe, flexibel auf Anforderungen des Marktes zu reagieren. In Berlin-Adlershof ist die Jenoptik-Tochter in ein verzweigtes Netzwerk von Forschungseinrichtungen sowie innovativen Unternehmen eingebunden. Ausschlaggebend für die Wahl des Standortes Berlin waren vor allem die räumliche Nähe zum Wissenschaftspartner FBH sowie gute Möglichkeiten, die Produktion bei Bedarf zu erweitern.

Neuer Rekord bei Ausgangsleistung: Erfolgreiche Symbiose aus Forschung und Industrie.

Hochleistungs-Diodenlaser sind die effektivsten künstlichen Lichtquellen, die es gibt. Das FBH erzielt hier Forschungsergebnisse auf internationalem Spitzenniveau. Jenoptik ist eines von nur wenigen Unternehmen weltweit, das State-of-the-Art Hochleistungs-Diodenlaser mit höchster Zuverlässigkeit und Qualität in großen Stückzahlen fertigen kann. Über die Zusammenarbeit mit Jenoptik kommen die Forschungsergebnisse des FBH rasch in die industrielle Produktion. Zudem forscht Jenoptik selbst an der Technologie speziell für den industriellen Einsatz.

Erst vor wenigen Tagen konnte Jenoptik einen neuen Rekord für die Ausgangsleistung bekannt geben: Aus einem Halbleiterbarren der Maße 10x2 Millimeter wurden 454 Watt erzielt. Das Halbleitermaterial dafür kam von der JENOPTIK Diode Lab GmbH. Im Rahmen eines Forschungsprojektes testet Jenoptik derzeit Halbleiterbarren verschiedener Anbieter bezüglich ihrer maximal erreichbaren Ausgangsleistung, um die Belastbarkeitsgrenzen von Material, Schichten, Montage-technologien oder Kühlung zu untersuchen.

Hochleistungs-Diodenlaser werden eingesetzt als Anregungsquelle für Festkörperlaser, bei der Materialbearbeitung, in der Displaytechnik und der Medizintechnik. Die Vorteile von Hochleistungs-Diodenlasern liegen im hohen Wirkungsgrad beim Umwandeln von elektrischer in optische Leistung, in der kompakten Bauweise, die eine Massenfertigung erlaubt, und in der niedrigen Spannung, die für den Betrieb dieser Laser benötigt wird. Darüber hinaus kann der Leistungsbereich der Laser variabel an die Anforderungen des jeweiligen Einsatzgebietes angepasst werden. Damit gilt diese Laserart als eine der zukunftsträchtigsten.

Die besondere Leistungsfähigkeit der Laserdioden von der JENOPTIK Diode Lab GmbH resultieren aus der hohen Strahlqualität, der schmalen spektralen Breite und der hohen Ausgangsleistung. Das Ferdinand-Braun-Institut entwickelt und fertigt verschiedene Design-Varianten für Diodenlaser hoher Brillanz mit komplexen Strukturen. Die emittierten Wellenlängen reichen über ein weites Spektrum von 635 bis 1200 Nanometer.

Zum Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik.

Das Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik ist eines der weltweit führenden Institute für anwendungsorientierte und industrienahe Forschung in der Mikrowellentechnik und Optoelektronik. Auf der Basis von III/V-Verbindungshalbleitern realisiert es Hochfrequenz-Bauelemente und Schaltungen für Anwendungen in der Kommunikationstechnik und Sensorik sowie hochbrillante Diodenlaser für die Materialbearbeitung, Lasertechnologie, Medizintechnik und Präzisionsmesstechnik. Die enge Zusammenarbeit des FBH mit Industriepartnern und Forschungseinrichtungen garantiert die schnelle Umsetzung der Ergebnisse in praktische Anwendungen. Das Institut beschäftigt 150 Mitarbeiter und hat einen Etat von 13 Millionen Euro.
Es gehört zum Forschungsverbund Berlin e.V. (FVB) und ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. www.fbh-berlin.de

Zur JENOPTIK Diode Lab GmbH

Die JENOPTIK Diode Lab GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der JENOPTIK Laserdiode GmbH im Jenoptik-Unternehmensbereich Photonics. Die JENOPTIK Diode Lab wurde vor drei Jahren als Spin-off aus dem Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik in Adlershof gegründet. Derzeit beschäftigt sie zehn Mitarbeiter. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Fertigung von Halbleiterelementen, die von der JENOPTIK Laserdiode GmbH für die Entwicklung und die Fertigung von Hochleistungs-Diodenlasern eingesetzt werden.

Der Umsatz des Jenoptik-Unternehmensbereiches Photonics stieg auf mehr als 350 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2004 und soll im Geschäftsjahr 2005 zwischen 385 und 400 Mio. Euro betragen. Rund 2.600 Mitarbeiter arbeiten hier in den Bereichen Laser, Hochleistungs-Optiken und Sensorik. Jenoptik entwickelt, fertigt und vertreibt photonische Komponenten, Module und Systemlösungen bis hin zu kompletten Anlagen und macht Licht als Industriewerkzeug nutzbar. www.diodelab.com

Glossar: Diodenlaser/Hochleistungs-Diodenlaser

Ob in der Unterhaltungselektronik oder im PC, in fast jedem Haushalt sorgen Diodenlaser für die reibungslose Wiedergabe von Audio-, Bild- oder Videodaten. Sie bestehen aus Halbleitermaterial und haben daher viele Vorteile: Sie sind klein, arbeiten sehr energiesparend und sie eignen sich im Gegensatz zu anderen Laserarten hervorragend für die Massenproduktion. Das macht sie kostengünstig. Dabei zeigt ein Diodenlaser im CD-Player nur einen Bruchteil seines Potenzials.
Trotz seiner Sandkorngröße bringt es ein einzelner Diodenlaser aus dem FBH auf bis zu 20 Watt Leistung. Das ist ungefähr 5000-mal mehr als ein Laser im CD-Player leistet. Die Anwendungsgebiete der brillanten Lichtquellen sind vielfältig und reichen von der Medizintechnik über die Messtechnik bis hin zur Sensorik. Werden die Einzellaser geschickt zu Barren gekoppelt, dann sind es Hochleistungs-Diodenlaser. Sie erreichen derzeit Leistungen von bis zu 475 Watt.

Pressefotos finden Sie unter www.fbh-berlin.de: Presse > Bilderservice zum Download sowie im Bereich Presse/Downloads unter www.jenoptik.com. Bitte beachten Sie das Copyright.

Weitere Informationen:

Katrin Lauterbach, Public Relations
JENOPTIK AG
Tel.: 03641-652360E-Mail: pr@jenoptik.com 

Petra Immerz, M.A.Kommunikation & Marketing
Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik
Tel.: 030.6392-2626E-Mail: petra.immerz@fbh-berlin.de

Daten und Fakten zum neuen Produktionsgebäude der JENOPTIK DiodeLab GmbH.

Finanzierung des Gebäudes durch die LEG Landesentwicklungsgesellschaft Nordrhein-Westfalen. Finanzierung des Equipments durch die JENOPTIK Laserdiode GmbH.
Gesamtinvestition: rund 14 Mio. Euro
Baudaten: Bruttogeschossfläche: ca. 2.000 qm, Produktionsfläche: 540 qm (inklusive Reinraum*)

*) Die verschiedenen Arbeitsbereiche werden mit Reinraumklassen zwischen 100 bis 1.000 Partikel je Kubikfuß ausgestattet - je nach Anforderungen des Prozess-Schrittes. Die Reinraumanlagen beherbergen eine komplette Prozesslinie zur Bearbeitung von GaAs-Bauelementen.

Meilensteine des Neubaus:
Erster Spatenstich: Juli 2005
Grundsteinlegung: August 2005
Richtfest: Oktober 2005
Produktionsstart: Sommer 2006

Generalunternehmer: M+W Zander Gebäudetechnik GmbH, Stuttgart