Gewinner des studentischen Wettbewerbs zum Thema "Das Erbe des Reformers Ernst Abbe" stehen fest.
Im Rahmen der Konferenz "SCHILLER - ABBE - HAECKEL. Jenaer Selbstbilder im Kontext nationaler Erinnerungskultur" gab die JENOPTIK AG die Gewinner des studentischen Wettbewerbs zum Thema "Das Erbe des Reformers Ernst Abbe" bekannt. Norbert Thiel, Mitglied des Vorstandes der JENOPTIK AG, überreichte die drei Preise gestern Abend auf dem Alten Schloss Dornburg.
Den ersten Preis über 1.000 Euro erhielt die Magisterarbeit von Philipp Neumann. Die Arbeit beschreibt die Wirkungsgeschichte des Abbe'schen Werkes in der Gründungsphase der DDR. Mit der Untersuchung herausragender betrieblicher Sozialleistungen in einer sozialistischen Gesellschaft wird eine spannende Fragestellung aufgegriffen. Philipp Neumann erhält die Möglichkeit, seine Arbeit in einer gekürzten Version zu veröffentlichen.
Zusätzlich vergab die Jury zwei zweite Preise, die jeweils mit 500 Euro dotiert sind. Für ihre Originalität wurde die Arbeit von Oliver Lemuth ausgezeichnet. Mit Abbes Wirken im Spiegel seiner Deutungen wagt er eine ganz neue Herangehensweise an das Thema. Des Weiteren erhielt Sabine Ernst für den hohen Innovationsgehalt ihrer Arbeit einen zweiten Preis über 500 Euro. Sie widmete sich der Rolle Ernst Abbes als Förderer der Tätigkeit der Medizinisch-Naturwissenschaftlichen Gesellschaft und damit der Universität Jena.
Den studentischen Wettbewerb anlässlich des 100. Todestages des Physikers und Sozialreformers Ernst Abbe lobte die JENOPTIK AG zusammen mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena aus. Die Studenten der FSU wurden im Herbst des vergangenen Jahres dazu aufgefordert, sich mit dem "Erbe des Reformers Ernst Abbe" wissenschaftlich auseinander zu setzen. Mit dem Thema will Jenoptik das Augenmerk besonders auf die wegweisenden Reformen Abbes lenken, die nicht zuletzt auch eine Vorbildfunktion für den späteren Sozialstaat in Deutschland hatten.
Die JENOPTIK AG hat ihren Hauptsitz im 1994 rekonstruierten Ernst-Abbe-Hochhaus. "In den Gedanken Ernst Abbes finden wir ein Rezept für unternehmerischen Erfolg, das bis heute nichts an seiner Gültigkeit verloren hat. Die enge Verbindung von Forschung, Wirtschaft und seinem sozialen Engagement ist es aus unserer Sicht wert, intensiv beleuchtet zu werden", fasst Vorstandsmitglied Norbert Thiel das erste wissenschaftliche Projekt der Jenoptik dieser Art zusammen.