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Deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum der fortgeführten Geschäftsbereiche zum Ende des 3. Quartals 2006.

Jena, 13. November 2006

Beim Neunmonatsumsatz und -ergebnis erzielte der Jenoptik-Konzern (fortgeführte Geschäftsbereiche) zweistellige Zuwachsraten gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Wesentliche Finanzkennzahlen hat der Jenoptik-Konzern im Verlauf des 3. Quartals weiter verbessert. Die Prognosen für das Gesamtjahr 2006 werden bekräftigt, wobei der Umsatz 2006 die Zielmarke von 450 Mio Euro infolge von Erstkonsolidierungen leicht übersteigen soll.

Mit einem Neunmonatsumsatz von 344,3 Mio Euro erreichte der Jenoptik-Konzern mit seinen fortgeführten Geschäftsbereichen einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 19,3 Prozent (i.Vj. 288,6 Mio Euro). 197,9 Mio Euro und somit 57,5 Prozent des Gesamtumsatzes kamen aus dem Ausland. Alle drei Sparten haben den Umsatz steigern können. Besonders hoch fiel das Plus in der Laser & Optik-Sparte aus - sowohl durch organisches Wachstum als auch durch die Erstkonsolidierung, vor allem kleinerer F+E-Projektgesellschaften.

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibungen (EBITDA) des fortgeführten Geschäftes lag zum Ende des 3. Quartals 2006 mit 46,7 Mio Euro ebenfalls deutlich höher als im vergangenen Jahr (i.Vj. 39,1 Mio Euro). Der Zuwachs um 19,5 Prozent entstammt im Wesentlichen der Laser & Optik-Sparte und resultiert aus dem höheren Umsatz. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche stieg um 20,7 Prozent auf 24,2 Mio Euro (i.Vj. 20,0 Mio Euro). Die EBIT-Marge der fortgeführten Geschäftsbereiche erhöhte sich leicht auf 7,0 Prozent (i.Vj. 6,9 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern der fortgeführten Geschäftsbereiche des Jenoptik-Konzerns betrug 11,8 Mio Euro nach 10,0 Mio Euro im Vorjahreszeitraum.

Hoher Auftragseingang infolge guter Konjunkturentwicklung.

Der Auftragseingang der fortgeführten Geschäftsbereiche überstieg den Vorjahreswert - entgegen den Erwartungen - mit 346,5 Mio Euro um 3,8 Prozent (i.Vj. 333,9 Mio Euro). Besonders die Laser & Optik-Sparte profitierte von der Konjunkturbelebung und damit einer starken Nachfrage nach Investitionsgütern und konnte somit den erwarteten Rückgang des Auftragseingangs der Mechatronik- und Sensorik-Sparte kompensieren. Die Auftragseingänge dieser beiden Sparten waren im Vorjahr von zwei Großaufträgen geprägt, die zusammen mehr als 60 Mio Euro ausmachten und sich so nicht jährlich wiederholen lassen. Der Auftragsbestand gegenüber dem 31. Dezember 2005 blieb vor allem infolge der Umsatzausweitung mit 436,1 Mio Euro fast konstant (per 31.12.2005: 438,7 Mio Euro).

Die Beschäftigtenzahl des Jenoptik-Konzerns (fortgeführte Geschäftsbereiche) erhöhte sich die gegenüber Ende 2005 um 2,9 Prozent auf 2.917 Mitarbeiter. Der Zuwachs resultierte aus Neueinstellungen im Zuge der guten Geschäftslage und Erstkonsolidierungen, besonders in der Laser & Optik-Sparte. Ende August starteten zudem 41 neue Auszubildende des Jenoptik-Konzerns ins Berufsleben, etwa 25 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Anzahl der Auszubildenden lag damit im September bei knapp 140, was einer Ausbildungsquote von rund 5 Prozent entspricht.

Die Aufwendungen für Forschung- und Entwicklung beliefen sich auf 23,7 Mio Euro und stiegen damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich um 30,2 Prozent (i.Vj. 18,2 Mio Euro). Ursache für diesen deutlichen Anstieg ist eine allgemeine Ausweitung der Forschungsaktivitäten besonders in der Laser & Optik-Sparte sowie eine erstmalige Einbeziehung kleinerer forschungsintensiver F+E-Projektgesellschaften in den Konsolidierungskreis. Die F+E-Quote erhöhte sich auf 6,9 Prozent (i.Vj. 6,3 Prozent). Inklusive der Entwicklungen im Kundenauftrag, die in den Umsatzkosten ausgewiesen werden, liegt die F+E-Quote über 10 Prozent. In den F+E-Aufwendungen ebenfalls nicht enthalten sind die entwicklungsstarken New-Business-Gesellschaften Xtreme technologies und Jenoptik Diode Lab, die ins Beteiligungsergebnis eingehen.

Wesentliche Finanzkennzahlen des Jenoptik-Konzerns weiter verbessert.

Die Nettoverschuldung wurde - wie angekündigt - auch im dritten Quartal weiter reduziert. Sie belief sich per 30. September 2006 auf 211,1 Mio Euro gegenüber 375,5 Mio Euro am Ende des Geschäftsjahres 2005. Positiv wirkte die Kaufpreiszahlung für den im 2. Quartal veräußerten Unternehmensbereich Clean Systems. Weiterhin reduzierten im dritten Quartal Desinvestitionen von nicht betriebsnotwendigem Vermögen die Nettoverschuldung. Den Zahlungsmitteln und Wertpapieren in Höhe von zusammen 158,4 Mio Euro standen per 30. September 2006 Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 369,4 Mio Euro gegenüber.

Das Finanzanlagevermögen (inklusive der Anteile an assoziierten Unternehmen) sank auf 61,5 Mio Euro (per 31.12.2006: 89,7 Mio Euro). Im Verlauf des Geschäftsjahres hat sich die JENOPTIK AG unter anderem von Anteilen der DEWB AG schrittweise getrennt. Nach einer weiteren Reduzierung der Anteile auch im laufenden vierten Quartal wird die Jenoptik AG mittelfristig keine weiteren DEWB-Aktien mehr veräußern.

Die Bilanzsumme des Jenoptik-Konzerns reduzierte sich in Folge des Verkaufs des Unternehmensbereiches Clean Systems auf 885,3 Mio Euro (per 31.12.2005: 1.508,3 Mio Euro). Die Aktiva und Passiva von M+W Zander waren bereits zum 31. Dezember 2005 als "zur Veräußerung vorgesehen" ausgewiesen. Diese Bilanzpositionen sind weiterhin ausgewiesen, stehen mit dem abgeschlossenen Verkauf von Clean Systems für das laufende Geschäftsjahr 2006 bei Null.

Das Eigenkapital sank um 13,1 Mio Euro auf 301,3 Mio Euro (per 31.12.2005: 314,3 Mio Euro). Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Minderheitsanteile infolge des Verkaufs von M+W Zander. Das positive Neunmonatsergebnis wirkte dem entgegen. Trotz des geringeren Eigenkapitals verbesserte sich die Eigenkapitalquote aufgrund der Bilanzverkürzung erheblich auf 34,0 Prozent (per 31.12.2005: 20,8 Prozent). Es ist geplant, die Anleihe im Herbst 2007 frühzeitig zurückzuzahlen. Infolge der damit einhergehenden Bilanzverkürzung um 150 Mio Euro würde die Eigenkapitalquote des Jenoptik-Konzerns bei knapp 41 Prozent liegen.

Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr 2006 werden bekräftigt. Gesamtjahresumsatz soll die Zielspanne leicht übersteigen.

Der Umsatz des Jenoptik-Konzerns soll 2006 - ohne Berücksichtigung des aufgegebenen Geschäftsbereiches - nach der Erstkonsolidierung von Akquisitionen und kleineren
F+E-Projektgesellschaften die 450 Mio Euro leicht übersteigen. Beim Ergebnis strebt Jenoptik eine Qualität analog der Vorjahre des Unternehmensbereiches Photonics an. Damit soll das Ergebnis der operativen Tätigkeit vor Holdingkosten zwischen 38 und 44 Mio Euro liegen. Hier bekräftigt der Jenoptik-Vorstand die zum Halbjahr 2006 gegebene Prognose, dass das Ergebnis für das Gesamtjahr 2006 im oberen Bereich der Zielspanne liegen kann. Das Risiko, dass es aus dem im Mai 2006 abgeschlossenen Verkauf von M+W Zander nochmals Ergebniseffekte für den Jenoptik-Konzern geben kann, schätzt der Jenoptik-Vorstand eher als gering ein.

Jenoptik-Konzern auf einen Blick.
Januar bis September und 3. Quartal 2006 und 2005

 (Angaben in Mio Euro)  Jan-Sep 2006 Jan-Sep 2005   Q3/2006 Q3/2005 
 Umsatz - Konzern*  861,3  1.360,7  119,4  465,6
   fortgeführte Geschäftsbereiche  344,3  288,6  119,4  91,5
 Konzernbetriebsergebnis (EBIT)*  36,9  28,2  8,0  7,1
   fortgeführte Geschäftsbereiche  24,2  20,0  8,0  7,5
 Ergebnis nach Steuern - Konzern*     14,0  -2,2  1,4   -3,0
   fortgeführte Geschäftsbereiche    11,8  10,0   1,4   4,7
 Auftragseingang - Konzern*     897,0  1.609,2  112,7   287,7
   fortgeführte Geschäftsbereiche    346,5   333,9   103,3  89,6
 Auftragsbestand - Konzern    436,0  2.221,5    -    -
   fortgeführte Geschäftsbereiche   436,0   438,7    -    -
 Mitarbeiter zum 30.9. (incl. Azubis) - Konzern   2.917   9.894    -    -
   fortgeführte Geschäftsbereiche   2.917   2.835    -    -

*) In den Konzernzahlen 2006 ist der aufgegebene Geschäftsbereich bis 30. April 2006 enthalten.