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Bundesminister Dr. Stolpe zu Gast in Jena.

Jena, 10. Juni 2004

Bundesminister Dr. Manfred Stolpe besuchte das erfolgreiche Thüringer Luft- und Raumfahrtunternehmen Jena-Optronik GmbH, Tochter des Technologiekonzerns Jenoptik, Jena. Im Gespräch erläuterte Dietmar Ratzsch, Geschäftsführer der Jena-Optronik GmbH, das Erfolgsrezept der Firma. Als Weltmarktführer bei optoelektronischen Lageregelungs-sensoren für kommerzielle Satelliten verfügt die Jenoptik-Tochter über die notwendige Erfahrung für die weitere Expansion. Erst jüngst wurde der Auftrag für das Kamerasystem der RapidEye Erdbeobachtungssatelliten gegen weltweite Konkurrenz gewonnen. Auch konnte Jena-Optronik sich in Japan und Europa durchsetzen und liefert nun die Docking- und Rendezvoussensoren für die jeweiligen Versorgungsraumschiffe der ISS. Weitere Projekte wurden auch in enger Kooperation mit der Jenaer Friedrich-Schiller-Universität entwickelt, so ein Missionsvorschlag für einen Satelliten, der die weltweiten Kohlendioxidprozesse messen kann. Außerdem kooperiert der Betrieb eng mit der Fachhochschule Jena um eine praxisnahe Ausbildung zu gewähren beziehungsweise qualifizierten Nachwuchs gewinnen zu können.

Jena-Optronik als positives Beispiel in den neuen Ländern.

Stolpe bezeichnete das Unternehmen Jena-Optronik als eines der vielen positiven Unternehmensbeispiele in den neuen Ländern. Aufbauend auf die in Jena und der Region bereits sehr lange vorhandenen industriellen Kompetenzen in der Optik hat sich das Unternehmen im internationalen Markt der Raumfahrt etabliert und mit Spitzenleistungen überzeugt.
Dies gilt beispielsweise bei der Vorbereitung des GALILEO-Satelliten-Navigationssystems aber auch im privaten Raumfahrtmarkt. Die Verknüpfung von unternehmerischem Know-how mit Forschungs-kompetenzen zum Beispiel der Universität sowie des Fraunhofer-Instituts ergibt auch in den neuen Ländern ein international wettbewerbsfähiges Cluster. Dies zeigt, dass die in den letzten Wochen sehr oft gezeichneten Krisenszenarien von den neuen Ländern an der Wirklichkeit vorbeigehen. "Trotz aller vorhandenen Probleme muss man auch die positiven Entwicklungen würdigen," so Stolpe.

  • Unternehmensportrait: Jena-Optronik GmbH.

    Die Jena-Optronik GmbH, 1992 gegründet, entwickelt und fertigt opto-elektronische Instrumente und Systeme, Lageregelungssensoren und Software für Satelliten und Bildauswertung für die internationale Luft- und Raumfahrtindustrie. Zu den Entwicklungen der Jena-Optronik gehören auch Rendez-Vous- und Docking-Sensoren, die die präzise Annäherung der europäischen und japanischen Versorgungsfahrzeuge an die Internationale Raumfahrtstation ISS ermöglichen. Außerdem bietet die Jena-Optronik GmbH umfassende Ingenieur-Dienste in dem Bereich optischer Sensorik für Wissenschaft und Industrie an. Das Unternehmen beschäftigt über 120 hoch qualifizierte Mitarbeiter an seinem Standort in Jena. Seit Januar 2003 ist die Jena-Optronik eine Mehrheitsbeteiligung der Jenoptik. Die JENOPTIK Laser, Optik, Systeme GmbH hat ihren Anteil an der Gesellschaft 2002 von 49 auf 75 Prozent erhöht und damit die industrielle Führerschaft übernommen.