Anlässlich des 100. Todestages von Ernst Abbe am 14. Januar 2005 lobt die JENOPTIK AG in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena einen studentischen Wettbewerb zum Thema "Das Erbe des Reformers Ernst Abbe" aus.
Die JENOPTIK AG mit Hauptsitz im 1994 rekonstruierten Ernst-Abbe-Hochhaus fühlt sich bis heute mit dem Gründer Ernst Abbe (1840-1905) verbunden. Mit dem studentischen Wettbewerb für Studenten der Universität Jena möchte Jenoptik das Augenmerk im Abbe-Jahr besonders auch auf die wegweisenden Reformen Ernst Abbes lenken. "In den Gedanken Ernst Abbes finden wir ein Rezept für unternehmerischen Erfolg, das bis heute nichts an seiner Gültigkeit verloren hat. Die enge Verbindung von Forschung, Wirtschaft und seinem sozialem Engagement ist es aus unserer Sicht wert, intensiv beleuchtet zu werden," so Alexander von Witzleben, Vorstandsvorsitzender der JENOPTIK AG.
Insgesamt neun Professorinnen und Professoren der Friedrich-Schiller-Universität Jena unterstützen den von Jenoptik ausgelobten Wettbewerb aktiv. Gemeinsam mit Studenten gehen sie dem Werk Ernst Abbes aus der Perspektive ihres Lehrstuhls und Forschungsschwerpunktes wissenschaftlich nach. Ziel der eingereichten wissenschaftlichen Arbeiten soll es sein, die innovativen Ideen Ernst Abbes vor dem damaligen und dem heutigen Hintergrund herauszustellen, ihre Rezeption und Wirkung bis heute zu verfolgen und möglicherweise Modelle für ihre Neuinterpretation unter heutigen Rahmenbedingungen zu skizzieren.
Das Finden individueller Fragestellungen erfolgt zu Beginn dieses Wintersemesters. Die Forschungsarbeiten können als Hausarbeit im Hauptstudium oder als Examensarbeit verfasst werden. Die Jury, bestehend aus Prof. Dr. h.c. Eberhard Eichenhofer, Prof. Dr. Reinhard Meckl, Prof. Dr. Martin Fischer und Prof. Dr. Georg Schmidt sowie dem Jenoptik-Vorstandsvorsitzenden Alexander von Witzleben, wird im Oktober 2005 die beste Arbeit auswählen. Diese Arbeit wird mit einem Preis von 2.000 Euro dotiert und veröffentlicht. Die feierliche Preisverleihung wird im November 2005 anlässlich der Konferenz "Schiller-Abbe-Haeckel. Jenaer Selbst- und Traditionsbilder" stattfinden.
Prof. Dr. Heinrich Best
Lehrstuhl für Methoden der empirischen Sozialforschung und Strukturanalyse moderner Gesellschaften
Prof. Dr. Dr. Olaf Breidbach
Lehrstuhl für Geschichte der Naturwissenschaften
Prof. Dr. Klaus Dicke
Rektor der Friedrich-Schiller-Universität
Prof. Dr. Hans-Werner Hahn
Lehrstuhl für Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
Prof. Dr. Jürgen John
Professur für moderne Mitteldeutsche Regionalgeschichte
Prof. Dr. Christoph Köhler
Professur für Wirtschafts- und Sozialstruktur
Prof. Dr. Monika Schlachter
Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Rechtsvergleichung und Internationales Privatrecht
Prof. Dr. Rudi Schmidt
Sonderforschungsbereich 580 "Gesellschaftliche Entwicklungen nach dem Systemumbruch"
Prof. Dr. Rolf Walter
Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte