Zusatzmenue:



Hauptmenue:

Tools:

Untermenue:

Seiteninhalt:

JENOPTIK AG mit knapp 2 Milliarden Umsatz im Geschäftsjahr 2003.

Jena, 20. April 2004

Konzern-EBIT war 2003 leicht positiv, das Konzern-Jahresergebnis fiel mit minus 25,8 Mio. Euro negativ aus. Auftragseingang und Auftragsbestand lagen 2003 höher als im Vorjahr. Umsatz und Ergebnis des Jenoptik-Konzerns sollen 2004 zulegen

.Der Jenoptik-Konzern (ISIN DE0006229107) hat das Geschäftsjahr 2003 mit einem Umsatz von 1.982,2 Mio. Euro abgeschlossen - einem Plus von 25,1 Prozent (i.Vj. 1.584,5 Mio. Euro). Deutlich zurück-gegangen ist hingegen das Ergebnis des Jenoptik-Konzerns. Während das Betriebsergebnis im Unternehmensbereich Photonics innerhalb der Erwartungen lag, ist das Ergebnis im Unternehmensbereich Clean Systems deutlich hinter den Voraussagen zurückgeblieben.
Die Erholung der Halbleiterindustrie in der 2. Hälfte des Jahres 2003 hat sich für Clean Systems nicht mehr positiv auf das Ergebnis auswirken können, da noch erhebliche ungenutzte Produktions-kapazitäten vorhanden waren. Im dritten Jahr der längsten Branchenkrise war es M+W Zander nicht mehr möglich, an die Ergebnisse der Vorjahre anzuknüpfen.
Darüber hinaus haben Einmaleffekte, wie Projektverzögerung durch die SARS-Epidemie in Asien in Höhe von 15 bis 20 Mio. Euro und Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 10 Mio. Euro das Ergebnis belastet. Zudem hatte Clean Systems während der lang andauernden Halbleiterkrise verstärkt Aufträge aus klassischen Industrien angenommen und damit den Auftragsrückgang aus der Elektronikindustrie kompensiert. Diese Aufträge mit unterdurchschnittlichen Ergebnisbeiträgen wurden 2003 abgerechnet - eine der wesentlichen Ursachen für den gestiegenen Umsatz bei gleichzeitigem Ergebnisrückgang.
Das Konzern-EBIT ist mit 7,9 Mio. Euro positiv ausgefallen, blieb den genannten Belastungen entsprechend jedoch deutlich hinter dem Vorjahresergebnis (i.Vj. 64,8 Mio. Euro) und den Erwartungen zurück. Erstmals seit zehn Jahren ist das Konzern-Jahresergebnis mit-25,8 Mio. Euro negativ ausgefallen (i.Vj. 40,3 Mio. Euro). Darin waren über die Restrukturierungsaufwendungen im Konzern hinausgehend zusätzlich auch die einmaligen Kosten der Kapitalmaßnahmen in Höhe von rund 9 Mio. Euro enthalten.
Aufgrund des Jahresfehlbetrages werden Aufsichtsrat und Vorstand der JENOPTIK AG der ordentlichen Hauptversammlung am 9. Juni 2004 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2003 keine Dividende auszuschütten. Der Aufsichtsrat der Jenoptik hat in seiner Sitzung am Montag, dem 19. April 2004, dem Vorschlag des Vorstands zugestimmt. 

Auftragseingang und Auftragsbestand übertrafen das Vorjahresniveau.

Auftragseingang und Auftragsbestand des Jenoptik-Konzerns haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv entwickelt und die Vorjahreswerte erneut übertroffen. Der Auftragseingang erreichte 2,21 Mrd. Euro und lag damit 3,1 Prozent über dem Niveau von 2002 (i.Vj. 2,14 Mrd. Euro). Der Auftragsbestand erhöhte sich um 4,8 Prozent auf 2,51 Mrd. Euro (i.Vj. 2,39 Mrd. Euro). Seit Herbst 2003 hat der Jenoptik-Konzern besonders im Unternehmensbereich Clean Systems wieder mehr Aufträge aus der Elektronikindustrie erhalten - ein Trend, der sich auch im laufenden Geschäftsjahr verstärkt fortgesetzt hat. Der aktuelle Auftragsbestand des Konzerns hat sich damit qualitativ im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert, da ein größerer Teil der Aufträge aus dem höhermargigen Elektronik-Engineering-Bereich kommt. 

Anleihe und Kapitalerhöhung verbessern die Finanzausstattung des Konzerns.

Mit einer Bar-Kapitalerhöhung und einer Anleihe hat der Jenoptik-Konzern im Herbst 2003 seine Finanzausstattung verbessert. Der Jenoptik sind über diese beiden Kapitalmaßnahmen Bruttoerlöse in Höhe von knapp 200 Mio. Euro zugeflossen. Rund 50 Mio. Euro aus der Kapitalerhöhung stärkten das Eigenkapital der Jenoptik. Dennoch ist das Eigenkapital im Vergleich zum Vorjahr auf 396,9 Mio. Euro leicht zurückgegangen (i.Vj. 430,6 Mio. Euro). Dies ist zurückzuführen auf den Jahresfehlbetrag, die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2002 und Goodwillverrechnungen. Wie in den Vorjahren wurde auch 2003 der Goodwill akquirierter Gesellschaften nicht aktiviert, sondern sofort gegen das Eigenkapital verrechnet.
Mit den 150 Mio. Euro Finanzmitteln aus der Anleihe hat der Jenoptik-Konzern einen großen Teil seiner kurzfristigen Verbindlichkeiten abgelöst. Das Verhältnis von kurzfristigen zu langfristigen Verbindlichkeiten hat sich damit deutlich zugunsten der langfristigen verschoben, die Ende 2003 86 Prozent der gesamten Verbindlichkeiten des Konzerns ausmachten. Die Nettoverschuldung des Konzerns (Net Debt) ist zum Stichtag 31. Dezember 2003 im Vergleich zum Vorjahr um 56,5 Mio. Euro auf 126,3 Mio. Euro angestiegen (31.12.2002: 69,8 Mio. Euro). Ursache dafür sind hauptsächlich sowohl hohe Vorleistungen für Projekte des Facility Engineerings im Unternehmensbereich Clean Systems, die Dividendenzahlung für 2002 als auch Investitionen und Akquisitionen.

Akquisitionen stärken 2003 den Unternehmensbereich Photonics.


Mit zwei Akquisitionen hat der Jenoptik-Konzern im Dezember 2003 seinen Unternehmensbereich Photonics gestärkt. Die Lechmotoren GmbH erweitert das Geschäftsfeld Elektromechanische Systeme und ergänzt hier das Produktportfolio und den Vertrieb. Die Wahl optoparts GmbH fertigt optische Bauteile und Komponenten aus Kunststoff, eine Technologie, die das Geschäftsfeld Elektro-Optik ergänzt.
Im Unternehmensbereich Clean Systems, der in den vorausgegangenen Geschäftsjahren 2001 und 2002 mit Akquisitionen sowohl im Facility Engineering als auch im Facility Management deutlich erweitert wurde, stand im Geschäftsjahr 2003 die Integration der erworbenen Aktivitäten im Vordergrund. Sowohl die Integration der Krantz TKT-Bereiche in das Geschäftsfeld Facility Engineering als auch der D.I.B. Gesellschaft für Standortbetreiberdienste im Facility Management wurden 2003 abgeschlossen. Die Akquisitionen werden 2004 zum Geschäftserfolg des Jenoptik-Konzerns beitragen.  
 

Informationen zu den beiden Unternehmensbereichen:

Photonics erfüllt 2003 seine Ziele.

Trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfeldes hat der Unternehmensbereich Photonics ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2003 abgeschlossen. Der Umsatz in Höhe von 282,1 Mio. Euro überstieg das Vorjahresniveau um 5,2 Prozent (i.Vj. 268,2 Mio. Euro). Neben der erstmals voll konsolidierten Jena-Optronik GmbH (i.Vj. at-equity-konsolidiert) haben besonders die Bereiche Verkehrs-Sicherheitstechnik und Laser-Materialbearbeitung zum Umsatzplus beigetragen.
Das Photonics-Betriebsergebnis erreichte mit 26,6 Mio. Euro nahezu den Vorjahreswert (i.Vj. 27,6 Mio. Euro). Die EBIT-Marge, das Verhältnis von Ergebnis zum Umsatz, lag mit 9,4 Prozent innerhalb der zu Jahresbeginn prognostizierten Bandbreite von 9 bis 10 Prozent.
Ein Plus erzielte der Unternehmensbereich Photonics sowohl beim Auftragseingang als auch beim Auftragsbestand. Der Auftragseingang lag mit 328,1 Mio. Euro 31 Prozent höher als im Vorjahr (i.Vj. 250,9 Mio. Euro). Der Auftragsbestand erreichte 368,9 Mio. Euro - ein Plus von 14,9 Prozent im Vergleich zu 2002 (i.Vj. 321,1 Mio. Euro). Der Zuwachs bei Auftragseingang und -bestand ist vor allem auch auf langfristige Großaufträge zurückzuführen - im Geschäftsfeld Elektro-Optik im Rahmen einer langfristigen Kooperation mit dem US-amerikanischen Unternehmen Spectra-Physics, im Geschäftsfeld Elektromechanische Systeme kam ein Großauftrag zur Lieferung des Trolley-Lift-Systems für den Airbus A380. 

Unternehmensbereich Clean Systems war 2003 nochmals deutlich durch die Halbleiterkrise belastet.

Im Unternehmensbereich Clean Systems lagen die Umsatzerlöse bei 1,7 Mrd. Euro (i.Vj. 1,3 Mrd. Euro). Das Plus im Vergleich zum Vorjahr ist mit 29,4 Prozent jedoch geringer ausgefallen als ursprünglich erwartet, da sich die Abrechnung von Großprojekten in Asien aufgrund von SARS verzögert hat. Trotz der Umsatzverschiebungen erreichte das Geschäftsfeld Facility Engineering ein Plus beim Umsatz auf 1,3 Mrd. Euro (i.Vj. 1,0 Mrd. Euro). Einen kräftigen Umsatzsprung auf 397,1 Mio. Euro erzielte das Geschäftsfeld Facility Management (i.Vj. 332,7 Mio. Euro).
Das Facility Management hat mit einem Betriebsergebnis in Höhe von 13,4 Mio. Euro das gute Ergebnis des Vorjahres nochmals steigern können (i.Vj. 9,4 Mio. Euro) und hat beim Ergebnis damit stärker zugelegt als beim Umsatz. Aufgrund der bereits beim Konzernergebnis genannten Ursachen weist das Facility Engineering hingegen erstmals seit zehn Jahren beim Betriebsergebnis für das Gesamtjahr ein Minus in Höhe von 11,4 Mio. Euro aus (i.Vj. +15,2 Mio. Euro). Im Wesentlichen lag dies an der lang andauernden Halbleiterkrise und der Abrechnung margenschwacher Projekte aus klassischen Industrien in Deutschland.
Der Auftragseingang im Unternehmensbereich Clean Systems ist über das Gesamtjahr betrachtet mit 1.870,3 Mio. Euro nahezu konstant geblieben (i.Vj. 1.879,5 Mio. Euro). Der Auftragsbestand hat - trotz hoher Umsätze 2003 - leicht auf 2.140,3 Mio. Euro zugelegt (i.Vj. 2.073,3 Mio. Euro).
Mit 1.448,8 Mio. Euro entfiel der Großteil des Auftragseingangs auf das Facility Engineering (i.Vj. 1.516,7 Mio. Euro). Der Auftragseingang hat besonders ab Herbst 2003 im Zuge der anziehenden Halbleiterbranche wieder zugelegt. Der größte Auftragseingang der Unternehmensgeschichte mit einem Volumen von 380 Mio. Euro kam im November 2003 zum Bau der neuen Chipfabrik von AMD in Dresden. Dementsprechend erhöht hat sich der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2003 auf 1.490,7 Mio. Euro (i.Vj. 1.462,3 Mio. Euro). Dabei ist 2003 der Anteil an Aufträgen aus der höhermargigen Elektronikindustrie deutlich höher als 2002.
Im Geschäftsfeld Facility Management hat der Auftragseingang um 14,7 Prozent auf 438,9 Mio. Euro zugelegt. Der wichtigste und größte Auftrag kam 2003 von der Deutsche Bank AG. Ebenfalls gestiegen ist hier der Auftragsbestand auf 651,3 Mio. Euro (i.Vj. 615,5 Mio. Euro)  
 

Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr: Umsatz und Ergebnis des Jenoptik-Konzerns sollen 2004 zulegen.


Der Umsatz des Jenoptik-Konzerns soll 2004 die 2-Milliarden-Euro-Marke deutlich übersteigen. Das Umsatzwachstum kommt dabei aus beiden Unternehmensbereichen. Das Konzern-Jahresergebnis soll 2004 wieder positiv ausfallen, das Konzern-EBIT zwischen 45 und 60 Mio. Euro liegen.
Der Unternehmensbereich Clean Systems plant Umsatzerlöse in Höhe von 1,8 bis 1,9 Mrd. Euro und damit - trotz einer stärkeren Auftragsselektion im deutschen Anlagenbau - ein Umsatzwachstum zwischen 6 und 12 Prozent. Voraussetzung dafür ist, dass alle Projekte frist- und kalkulationsgerecht abgerechnet werden.
Die Umsatzprognose für den Unternehmensbereich Clean Systems wird unterstützt von einem starken Auftragseingang im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres, der nach vorläufigen Berechnungen höher liegt als je in einem Quartal zuvor. Das Umsatzwachstum kommt vor allem aus der Elektronik- und Flachbildschirmindustrie. Erst vor wenigen Tagen hat M+W Zander den bisher größten Flachbildschirmauftrag vom taiwanesischen Unternehmen AU Optronics erhalten.
Aufgrund des starken Auftragseinganges aus der Elektronikindustrie und des Restrukturierungsprogramms, das 2004 verstärkt fortgeführt wird, soll der Unternehmensbereich Clean Systems beim Betriebsergebnis wieder an die Jahre vor der Halbleiterkrise anknüpfen. Die EBIT-Marge im Facility Engineering soll 2004 zwischen 1,5 und 2,5 Prozent liegen. Auch das Geschäftsfeld Facility Management plant beim Umsatz ein leichtes organisches Wachstum. Die EBIT-Marge im Facility Management soll dabei zwischen 3 und 3,5 Prozent liegen. 
 
Der Unternehmensbereich Photonics wird 2004 seine Strategie fortsetzen, seine Technologiekompetenz entlang der photonischen Kette auszubauen und zu vernetzen sowie mit starken Partnern zusammenzuführen, um hohe Absatzzahlen für seine technologieintensiven Komponenten und Systeme zu erreichen. Photonics plant 2004 einen Umsatz von über 350 Mio. Euro und damit einen Zuwachs von deutlich über 20 Prozent. Die EBIT-Marge im Unternehmensbereich Photonics soll erneut zwischen 9 und 10 Prozent erreichen.
Im Geschäftsfeld Elektro-Optik erwartet besonders der Bereich Optik einen Umsatzsprung, der sowohl von der 2004 erstmals enthaltenen Wahl optoparts GmbH als auch dem Bereich Optik für Halbleiterausrüster kommen soll. Zum Umsatzplus beitragen wird ebenfalls die Hillos GmbH, das Gemeinschaftsunternehmen von Jenoptik und Hilti. Der Umsatz im Geschäftsfeld Elektromechanische Systeme soll 2004 mit Unterstützung der Lechmotoren GmbH zulegen und auf 112 bis 118 Mio. Euro ansteigen. Mit langfristigen Aufträgen ist der Umsatz 2004 hier bereits zu mehr als 70 Prozent abgedeckt.  

Jenoptik-Konzern auf einen Blick

2003 2002
Umsatz Konzern  1.982,2  1.584,5
- Umsatz Clean Systems  1.693,5  1.308,6
- Umsatz Photonics  282,1  268,2
Konzernbetriebsergebnis (EBIT)-Konzern  7,9  64,8
- EBIT Clean Systems  1,2  20,3
- EBIT Photonics   26,6  27,6
Konzernjahresergebnis  -25,8  40,3
Auftragseingang - Konzern  2.205,0  2137,9
- Auftragseingang Clean Systems  1870,3  1879,5
- Auftragseingang Photonics  328,1  250.9
Auftargsbestand - Konzern  2.509,2  2.394,5
- Auftragsbestand Clean Systems   2140,3  2073,3
- Auftragsbestand Photonics  368,9  321,2
Mitarbeiter per 31.12.2003 (incl. Azubis) - Konzern  10.363  9.824
- Mitarbeiter Clean Systems  7.943  7.543
- Mitarbeiter Photonics  2.360  2.209
  (Angaben in Mio Euro)