Der Technologiekonzern Jenoptik (ISIN DE0006229107) wird das Geschäftsjahr 2003 mit einem Umsatz von knapp 2 Milliarden Euro abschließen (i.Vj.: 1,6 Mrd. Euro). Der Umsatz wird damit nach vorläufigen Berechnungen in der Größenordnung liegen, die die Jenoptik im April 2003 angekündigt hat. Das Betriebsergebnis der Jenoptik wird insgesamt positiv ausfallen, für das Jahresergebnis erwartet der Vorsitzende des Vorstandes, Alexander von Witzleben einen Verlust von über 20 Mio. Euro. Dies teilte er am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Jena mit.
Während das Betriebsergebnis des Unternehmensbereiches Photonics innerhalb der Erwartungen liegt, bleibt das Ergebnis des Bereiches Clean Systems hinter den Erwartungen zurück. Obwohl die jüngsten Marktentwicklungen auf ein Ende der längsten Halbleiterkrise deuten, belastet diese Krise das Ergebnis des Unternehmensbereiches Clean Systems 2003 noch einmal deutlich mit einer Zeitverzögerung von 15 bis 18 Monaten. Verzögerungen von Projekten in der ersten Hälfte 2003 führten zu Abrechnungsverschiebungen am Ende des Jahres 2003. Positive Ergebnisbeiträge in Höhe von rund 15 bis 20 Mio. Euro werden dadurch erst 2004 abgerechnet. Weiterhin gab es in 2003 zahlreiche Aufträge mit einem tendenziell unterdurchschnittlichen Ergebnisbeitrag von Kunden aus klassischen Industriezweigen, die die durchschnittliche EBIT-Marge im Unternehmensbereich Clean Systems reduziert haben.
Diese Aufträge wurden zum Kapazitätsausgleich angenommen damit diese Kapazitäten bei einem Wiederanziehen der Auftragslage zur Verfügung stehen.
Die im abgelaufenen Geschäftsjahr eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen belasten das Jahresergebnis des Unternehmensbereiches Clean Systems mit weiteren 10 Millionen Euro. Das Jenoptik-Konzernjahresergebnis enthält darüber hinaus einmalig in 2003 die Kosten der im Herbst durchgeführten Kapitalmaßnahmen in Höhe von rund 9 Mio. Euro. Insgesamt wurde damit das Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2003 durch Einmaleffekte in Höhe von rund 40 Mio. Euro belastet.
Aufsichtsrat und Vorstand der JENOPTIK AG haben in ihrer Sitzung am 26. Januar in Jena eine langfristige Strategie für die Unternehmensgruppe Jenoptik beraten. Dabei wurde beschlossen, für M+W Zander ein umfassendes Restrukturierungsprogramm zu erarbeiten, das den veränderten Marktverhältnissen Rechnung trägt.
Der stark wachsende Auftragseingang im Elektronik-Engineering-Bereich in Asien zeigt vor allem, dass hier Kapazitäten ausgebaut werden müssen. Die europäischen Märkte hingegen - hier vor allem der deutsche Markt - schrumpfen im so genannten traditionellen Geschäft durch die Investitionszurückhaltung, insbesondere der öffentlichen Investoren.
Vorstand und Aufsichtsrat sind sich einig, dass neben den notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen auch die weitere Expansion des Unternehmensbereiches Photonics und des Kerngeschäfts im Unternehmensbereich Clean Systems vorangetrieben werden soll.
"Für die Jenoptik war das Jahr 2003 ein überaus schwieriges Jahr", so von Witzleben. Der sehr gute Auftragseingang, der ebenfalls sehr gute Auftragsbestand und die weitere Erholung der Elektronikindustrie seien aber ein sehr guter Ausgangspunkt für einen guten Start ins Jahr 2004.
Das endgültige und detaillierte Zahlenwerk des abgelaufenen Geschäftsjahres 2003 präsentiert die Jenoptik auf ihrer Bilanz-Pressekonferenz am 21. April 2004.