M+W Zander, Tochterunternehmen des Technologiekonzerns Jenoptik (ISIN DE0006229107), hat vom US-amerikanischen Chiphersteller AMD den Zuschlag für das neue Halbleiterwerk in Dresden erhalten. Der Generalübernehmer-Auftrag hat ein Volumen von rund 380 Mio. Euro und beinhaltet die Planung für alle Gebäude und Anlagen sowie die komplette Bauausführung, inklusive der Technischen Gebäude-ausrüstung, der Prozessversorgung und 14.500 m² Reinraum.
"Der Großauftrag zeigt zum einen, dass die Krise der Halbleiterbranche überstanden ist. Er ist gleichzeitig auch ein wichtiger Vertrauensbeweis und ein Beleg dafür, dass unsere langfristig orientierte Schlüsselkunden-Strategie richtig ist", sagte Jürgen Gießmann, Vorstandsvorsitzender der M+W Zander Holding AG und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der JENOPTIK AG, heute (Donnerstag, 20. November) anlässlich des ersten Spatenstichs für die Halbleiterfabrik in Dresden. AMD zählt zu den langjährigen Schlüsselkunden von M+W Zander. Die Stuttgarter hatten bereits 1996 den Zuschlag für die Planung und den Bau der ersten Chipfabrik von AMD am Standort Dresden, der "Fab 30", erhalten.
"Wir freuen uns, dass wir auch AMDs zweites Großprojekt in Dresden mit einem so kompetenten Partner wie M+W Zander verwirklichen können. Wir kennen uns nicht nur seit vielen Jahren, sondern haben auch nachhaltig bewiesen, dass unsere Zusammenarbeit - national wie international - Spitzenleistungen hervorgebracht hat. Diese werden wir gemeinsam fortsetzen", sagte Dr. Hans Deppe, Geschäftsführer von AMD Saxony.
Mit dem ersten Spatenstich beginnt die Bauphase des 2,4-Milliarden-Euro-Projektes, die mit dem "ready for equipment" Ende 2004 abgeschlossen sein wird. Ab dem Jahresende 2004 sollen die ersten Prozessgeräte angeschlossen werden, die sogenannte "Equipment Hook-up" Phase. Im Laufe des Jahres 2006 soll der Fertigungsprozess hochgefahren werden, die sogenannte "Ramp-up" Phase. Über den Großauftrag hinausgehend hat sich die Jenoptik mit weiteren Systemlieferanten minderheitlich an der AMD-Halbleiterfabrik beteiligt.
M+W Zander ist seit Beginn der 90er Jahre an allen großen Projekten der Halbleiterindustrie in der Region maßgeblich beteiligt. Die Jenoptik-Tochter errichtete sowohl die erste Chipfabrik (Simec) als auch die 300 mm Fabrik SC 300 von Infineon am Standort Dresden. Zu den weiteren bedeutenden Aufträgen für M+W Zander aus der Region zählen das Maskenzentrum von AMD, Infineon und DuPont in Dresden, die Waferfabrik von Wacker in Freiberg, und auch die Solarzellenfertigung von Solarworld, ebenfalls in Freiberg.
Mit diesem neuerlichen Großauftrag stärkt M+W Zander seine weltweit führende Rolle beim Bau von Chipfabriken und Reinraumanlagen für die neue Fertigungsgeneration auf Wafern mit einem Durchmesser von 300 Millimeter.