Der Technologiekonzern Jenoptik (WKN-Nr. 622 910) wird das Geschäftsjahr 2002 nach dem Rekordjahr 2001 mit einem Umsatz von rund 1,6 Milliarden Euro abschließen (i.Vj.: 2,001 Mrd. Euro). Der Umsatz wird damit nach vorläufigen Berechnungen in der Größenordnung liegen, die die Jenoptik im November 2002 angekündigt hat. Der Jahresüberschuss wird ebenfalls wie angekündigt 40 bis 50 Millionen Euro betragen (i.Vj.: 88,3 Mio. Euro). Dies teilte der Vorsitzende des Vorstandes, Prof. Dr. h.c. Lothar Späth, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Jena mit.
Trotz der anhaltenden Konjunkturschwäche und der weltweiten Halbleiterkrise hat der Auftragseingang im abgelaufenen Geschäftsjahr eine neue Bestmarke erreicht. Mit rund 2,13 Milliarden Euro ist der Auftragseingang rund 13 Prozent höher als im Vorjahr (i.Vj.: 1,89 Mrd. Euro). Ebenfalls deutlich über dem Wert des Vorjahres liegt der Auftragsbestand. Er beläuft sich auf 2,25 Milliarden Euro (i.Vj.: 1,75 Mrd. Euro) und ist somit 29 Prozent höher als im Vorjahr.
Für die Delle bei Umsatz und Jahresüberschuss nannte Späth drei Gründe. So sind Projekte und Aufträge im Unternehmensbereich Clean Systems von Kunden in das Jahr 2003 verschoben worden. Dadurch wird ein Volumen von 300 Millionen Euro erst in diesem Jahr umsatz- und ergebniswirksam. Das Ergebnis des Jenoptik-Konzerns wird darüber hinaus belastet durch einen Restrukturierungsaufwand für die M+W Zander Tochtergesellschaft in den USA in Höhe von 10 Millionen Euro sowie durch die Schwäche der Kapitalmärkte. Davon ist auch die Jenoptik-Tochter DEWB betroffen, die aufgrund von Abschreibungen auf Beteiligungen im Jahr 2002 einen Verlust ausweist, der sich unmittelbar auf das Finanzergebnis des Jenoptik-Konzerns auswirkt. Diese Verluste der DEWB sind in den jetzt prognostizierten Zahlen des Jenoptik-Konzerns anteilsmäßig berücksichtigt.
Aufgrund des hohen Auftragbestandes und des sehr guten Auftragseingangs rechnet der Jenoptik-Konzern damit, dass der Umsatz im Jahr 2003 deutlich höher liegen wird als im Jahr 2002. Diese Umsatzsteigerung wird sich auch auf das operative Ergebnis (Betriebsergebnis) auswirken. Besonders der Unternehmensbereich Clean Systems Technologies soll beim Betriebsergebnis wieder an das Geschäftsjahr 2001 anknüpfen.
Späth wies darauf hin, dass der Jenoptik-Konzern durch die Konzentration auf die industriellen Unternehmensbereiche Clean Systems Technologies und Photonics Technologies seine Abhängigkeit vom stark schwankenden Beteiligungsgeschäft auf ein überschaubares und kalkulierbares Maß reduziert hat und damit die Verlässlichkeit der Ergebnisprognose zunimmt. Der Jenoptik-Konzern plant für das Jahr 2003 mit keinem nennenswerten Ergebnisbeitrag aus dem Beteiligungsgeschäft der DEWB.
JENOPTIK-Gruppe.
"Für die Jenoptik war das Jahr 2002 sicher nicht einfach", so Späth. Die vorläufigen Zahlen spiegelten dies wieder, müssten aber auch im Lichte der Rekordzahlen der Jahre 2000 und 2001 gesehen werden. Er kündigte an, dass der Jenoptik-Vorstand in einer Analyse die Schwächen identifiziert hat und Verbesserungspotentiale in einzelnen Bereichen in diesem Jahr mit Nachdruck umsetzen wird.
Der sehr gute Auftragseingang und der ebenfalls auf einer neuen Bestmarke liegende Auftragsbestand sind darüber hinaus Grund für die Jenoptik, mit Zuversicht das neue Jahr anzupacken.
Das endgültige und detaillierte Zahlenwerk des abgelaufenen Geschäftsjahres 2002 präsentiert die Jenoptik auf ihrer Bilanz-Pressekonferenz am 29. April 2003.