Mit dem neuen TraffiTower bietet die Robot Visual Systems GmbH eine moderne und funktionale Alternative für die seit 35 Jahren bekannten "Starenkästen", die weltweit im Einsatz sind. Gemeinsam mit dem renommierten Designer Ralf Jakubowski entwickelte die Jenoptik-Tochter ein neues Konzept zur stationären Geschwindigkeits- und Rotlichtüberwachung, das sich harmonisch in die Architektur moderner Verkehrsräume einfügt. Erste Aufträge für die Ende 2005 erstmals vorgestellte Anlage kamen bereits aus Niedersachsen, Bremen, Sachsen und Hessen sowie aus dem Golfstaat Qatar.
Anlass für das neue Gehäuse gab die neue Technik, die die Robot Visual Systems in den vergangenen Jahren entwickelt hat und die im neuen TraffiTower enthalten ist. Digitaltechnik löst die herkömmliche Nassfilm-Technologie auch in bereits installierten Anlagen zunehmend ab. Aber nach 35 Jahren "Starenkasten" war es auch an der Zeit, das Design zu überdenken, so Robot-Vertriebsleiter Hartmut Hoffmeister. Wie kaum ein anderes Objekt im öffentlichen Raum hat der "Starenkasten" alle Designtrends der letzten Jahrzehnte unbeeindruckt überstanden. Mit dem Übergang zur Digitaltechnik sowie mit neuen Anforderungen an den Einsatz modularer Systeme war die grundlegende Neuentwicklung notwendig.
Der etwa drei Meter hohe und 40 Zentimeter breite Tower ist dem allseits bekannten "Starenkasten" nicht nur im Design überlegen. Er bietet Platz für Systeme und Baugruppen, die bisher in extra Gehäusen oder Schaltschränken untergebracht werden mussten. Das gewölbte Stahlblech absorbiert bei einer Kollision die Aufprallenergie und schützt so die Verkehrsteilnehmer sowie die Technik im Inneren des Towers. Die Kosten für den TraffiTower entsprechen in etwa jenen des herkömmlichen Messplatzes, der jedoch auch weiterhin zum Lieferprogramm der Robot Visual Systems gehört.
Robot, bereits 1933 gegründet, erhielt 1934 das Patent für eine einzigartige Konstruktion und Funktionsweise einer automatischen Kamera für den Fotoamateur, die sich schnell auch in Industrie, Wissenschaft und bei Behörden verbreitete. Die erste automatische Kameraausrüstung der Firma Robot für einen Streifenwagen stammt aus dem Jahr 1955. Seither gilt das Unternehmen als Pionier auf dem Gebiet der Verkehrssicherheitstechnik. In den vergangenen Jahren bewältigte die heutige Jenoptik-Tochter den Umstieg von der Nassfilm- auf die digitale Fotografie in der Verkehrssicherheitstechnik. Jüngste Großaufträge kamen innerhalb der vergangenen Monate aus Marokko, Zypern und dem Oman. Dank der neuesten Technik und einem weltweiten Vertriebsnetz ist das Monheimer Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren zum Weltmarktführer in Sachen Verkehrsüberwachung aufgestiegen.
Dem Negativimage, das Verkehrsüberwachung zuweilen hat, widersprechen Vergleiche bezüglich Unfallzahlen vor und nach der Installation von Überwachungsanlagen. Die Statistiken belegen eindeutig, dass Unfälle im Straßenverkehr mit hohem Sachschaden, Verletzten und Unfalltoten durch den Einsatz der Technik erheblich zurückgehen.
Die ROBOT Visual Systems GmbH ist in den Bereichen Verkehrs-sicherheitstechnik, angewandter Fotografie, Dienstleistungen und OEM tätig. Im größten Bereich, der Verkehrssicherheitstechnik, ist ROBOT mit Sitz in Monheim/Düsseldorf das weltweit führende Unternehmen. Über eigene Tochterunternehmen als auch über Händlervertretungen ist Robot Visual Systems in mehr als 60 Ländern aktiv. Stationäre und mobile Verkehrssicherheitssysteme zählen zu den wichtigsten Produktgruppen. Darüber hinaus passt das Unternehmen Kamerasysteme und intelligente Bildauswertsysteme für zahlreiche weitere Einsatzgebiete an, wie zum Beispiel das Kontrollsystem für moderne Maut-Anlagen. Seit 1999 ist die ROBOT Visual Systems GmbH eine 100-prozentige Tochter der JENOPTIK AG im Unternehmensbereich Photonics.
Der Umsatz des Jenoptik-Unternehmensbereiches Photonics stieg von knapp 360 Millionen Euro im Jahr 2004 auf 400 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2005, bei einer EBIT-Marge von erneut 9 bis 10 Prozent. Rund 2.600 Mitarbeiter arbeiten in den Bereichen Laser, Hochleistungs-Optiken, Sensorik und Mechatronik. Jenoptik entwickelt, fertigt und vertreibt photonische Komponenten, Module und Systemlösungen bis hin zu kompletten Anlagen und macht Licht als Industriewerkzeug nutzbar. www.robot.de
Der Diplom-Designer Ralf Jakubowski studierte Industrial Design an der Universität Essen. Für seine Arbeiten erhielt er zahlreiche nationale und internationale Designpreise, unter anderem den BRAUN-Preis für technisches Design sowie den Designpreis des Landes Nordrhein-Westfalen in den Jahren 1999 und 2001. Jakubowski lehrt an der Muthesius-Hochschule Kiel sowie der Hochschule Niederrhein in Krefeld. Verbindung zur Verkehrssicherheitstechnik hat er aus seiner Tätigkeit als Designberater des Polizeitechnischen Instituts der Polizei-Führungsakademie Münster.