Zusatzmenue:



Hauptmenue:

Tools:

Untermenue:

Seiteninhalt:

Jenoptik-Bereiche im Jahr der Neuausrichtung des Konzerns mit differenzierten Ergebnissen.

Jena, 11. April 2006

Negatives Konzernergebnis 2005 von Clean-Systems-Veräußerung geprägt. Neue Bilanzstruktur infolge der Anwendung von IFRS 5. Photonics mit 401,3 Mio Euro Umsatz und 39,1 Mio Euro EBIT besser als geplant. Ausblick 2006: weiteres Wachstum bei Photonics erwartet.
Der Jenoptik-Konzern erzielte im Jahr der Neuausrichtung differenzierte Ergebnisse. Das Konzernergebnis war geprägt vom Verkauf des Unternehmensbereiches Clean Systems, der sich auch in den Bilanzpositionen widerspiegelt. Die vor einem Jahr eingeleitete strategische Neuausrichtung des Jenoptik-Konzerns ist nahezu abgeschlossen. Die im Verkaufsvertrag vom 18. Dezember 2005 enthaltenen Closing-Bedingungen sind bis auf die abschließenden Finanzierungsverträge des Fremdkapitalgebers eingetreten. Auf einzelne Closing-Bedingungen wurde durch die Vertragsparteien verzichtet. Der Vollzug des Verkaufsvertrags soll im 2. Quartal 2006 erfolgen. Dann wird der Jenoptik-Konzern aus dem heutigen Unternehmensbereich Photonics bestehen, der von 1998 bis 2005 beim Umsatz im Schnitt mit 14 Prozent jährlich und beim Betriebsergebnis mit durchschnittlich 33 Prozent pro Jahr wuchs.

Der Umsatz des Jenoptik-Konzerns lag 2005 bei 1.914,4 Mio Euro (i.Vj. 2.523,0 Mio Euro). Auf den aufgegebenen Unternehmensbereich entfielen konsolidiert 1.504,3 Mio Euro. Auf vergleichbarer Basis erreichte er damit nahezu das Niveau des Vorjahres, in dem rund 450 Mio Euro Umsatz aus der in 2005 nicht mehr enthaltenen M+W Zander Gebäudetechnik GmbH stammten. Der Umsatz der fortgeführten Unternehmensbereiche (Photonics, JENOPTIK AG und Immobilien) betrug konsolidiert 410,1 Mio Euro (i.Vj. 377,1 Mio Euro).

Das Konzernergebnis war 2005 wesentlich vom Verkauf des Unternehmensbereiches Clean Systems beeinflusst, der sich auf alle Positionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung auswirkte. Im Rahmen des Verkaufsprozesses wurden sämtliche Aktivitäten der Unternehmensgruppe zu aktuellen Marktpreisen neu bewertet. Zudem war das Konzernergebnis von einem Verlust aus dem Projekt mit Terminverzögerungen beeinflusst, das inzwischen beendet wurde.

Das Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen (EBITDA) des Konzerns erreichte 43,7 Mio Euro (i.Vj. 128,8 Mio Euro), wobei die fortgeführten Unternehmensbereiche 57,7 Mio Euro EBITDA beisteuerten.

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit des Konzerns (EBIT) betrug minus 9,8 Mio Euro (i.Vj. plus 81,1 Mio Euro). Von den fortgeführten Unternehmensbereichen kam ein positiver EBIT-Beitrag von 25,1 Mio Euro. Das EBIT des aufgebenen Unternehmensbereiches Clean Systems betrug minus 34,9 Mio Euro (i.Vj. plus 46,0 Mio Euro) und war von Abwertungen aufgrund des Verkaufs, dem Verlust des inzwischen beendeten Projektes mit Terminverzögerungen sowie den Kosten für den ursprünglich vorgesehenen Börsengang bestimmt. Diese Effekte beliefen sich auf zusammen knapp 70 Mio Euro.

Im Zusammenhang mit dem Verkauf von Clean Systems wurde Ende 2005 zudem die 49-prozentige Beteiligung an der M+W Zander Gebäudetechnik auf 25,1 Prozent reduziert und dabei vollständig abgeschrieben. Der darauf zurückzuführende Verlust in Höhe von 17,3 Mio Euro ist im Beteiligungsergebnis des Konzerns enthalten.

Das Konzern-Jahresergebnis fiel aufgrund der genannten Belastungen mit minus 69,4 Mio Euro wie angekündigt deutlich negativ aus (i.Vj. plus 19,0 Mio Euro). Die fortgeführten Unternehmensbereiche erzielten mit plus 4,0 Mio Euro ein positives Ergebnis nach Steuern.

Der Konzern-Auftragseingang summierte sich auf 2.665,6 Mio Euro (i.Vj. 2.368,0 Mio Euro, davon 464 Mio Euro Gebäudetechnik). Äußerst positiv wirkte hier der Ende Dezember 2005 bei M+W Zander eingegangene Auftrag über 700 Mio Euro für den Bau einer Chipfabrik im Nahen Osten. Der Auftragsbestand des Konzerns lag per 31. Dezember 2005 bei 2.702,2 Mio Euro (i.Vj. 1.866,6 Mio Euro), ein Plus von 44,8 Prozent. Im Ergebnis der Entkonsolidierung der M+W Zander Gebäudetechnik GmbH per 31. Dezember 2004 war der Auftragsbestand dieser Gesellschaft in 2004 bereits nicht mehr enthalten.

Bilanzstruktur infolge der Umgliederung von Clean Systems.

In den einzelnen Positionen der Konzernbilanz 2005 sind die Vermögenswerte und Schulden des Unternehmensbereiches Clean Systems gemäß IFRS 5 umgegliedert in die Positionen "zur Veräußerung vorgesehen". Der Rückgang der einzelnen Bilanzpositionen ist somit im Wesentlichen auf diese Umgliederung zurückzuführen.

Die nach IFRS 5 umgegliederten Bilanzpositionen von Clean Systems belaufen sich auf 773,8 Mio Euro bei den zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten. Darin enthalten sind unter anderem die Beteiligung an der AMD Fab 36 sowie das Kassen- und Bankvermögen. 631,8 Mio Euro sind als zur Veräußerung vorgesehene Schulden ausgewiesen. Neben 87,9 Mio Euro Pensionsverpflichtungen ist hier unter anderem auch die langfristige Verbindlichkeit zur Refinanzierung der AMD Fab36-Beteiligung enthalten.

Wesentliche Auswirkungen der Umgliederung von Clean Systems sind:

- Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen bei 279,6 Mio Euro (31. Dezember 2004: 918,9 Mio Euro) und damit um 639,3 Mio Euro niedriger als Ende 2004. Allein die Forderungen aus der operativen Geschäftstätigkeit reduzierten sich um 358,6 Mio Euro auf nur noch 81,0 Mio Euro (31. Dezember 2004: 439,6 Mio Euro).
- Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen 8,8 Mio Euro (31. Dezember 2004: 145,1 Mio Euro). Der Rückgang um 136,3 Mio Euro resultierte vor allem aus dem umgegliederten Kassen- und Bankguthaben des Unternehmensbereiches Clean Systems.
- Das Working Capital glättet sich, da es nicht mehr durch die branchenüblichen Projekte bei Clean Systems beeinflusst ist, die häufig zum Jahresende abgeschlossen werden. Definiert als Summe der Kundenforderungen und Vorräte minus Lieferverbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen betrug es per 31. Dezember 2005 166,3 Mio Euro.
- Die langfristigen Schulden reduzierten sich um 83,4 Mio Euro auf 369,2 Mio Euro (31. Dezember 2004: 452,6 Mio Euro). Besonders deutlich wirkt sich die Umgliederung bei den Pensionsverpflichtungen aus, die nunmehr noch mit 6,9 Mio Euro in der Bilanz stehen (31. Dezember 2004: 56,3 Mio Euro).

Die Bilanzsumme reduzierte sich um 46,7 Mio Euro auf 1.508,3 Mio Euro per 31. Dezember 2005 (31. Dezember 2004: 1.555,0 Mio Euro). Die zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte und Schulden sind lediglich Umgliederungen und daher in der Bilanzsumme weiter enthalten. Erst bei der Entkonsolidierung nach dem Closing des Vertrages wird sich die Bilanzsumme deutlich verringern.

Das Eigenkapital sank um 54,7 Mio Euro auf 314,3 Mio Euro (31. Dezember 2004: 369,0 Mio Euro). Negativ wirkte hierbei der Jahresfehlbetrag. Die Wertsteigerung der PVA TePla AG hatte einen positiven Effekt. Infolge des Eigenkapital-Rückgangs bei annähernd gleicher Bilanzsumme sank die Eigenkapitalquote von 23,7 Prozent Ende 2004 auf 20,8 Prozent.

Anwendung von IFRS 5 beeinflusst wichtige Kennzahlen.

Die Stichtagsbetrachtung zum 31. Dezember 2005 fällt zeitlich in die strategische Neuausrichtung des Konzerns hin zum fokussierten Hochtechnologieunternehmen. Der bereits getrennte Ausweis von Clean Systems in der Konzernbilanz bei gleichzeitig noch nicht erfolgter Entkonsolidierung und noch nicht geflossenem Kaufpreis beeinflusst wichtige Finanzkennzahlen maßgeblich, so auch die Nettoverschuldung.

Der Anteil der langfristigen Finanzverbindlichkeiten (Kredite, Anleihen, Finanzierungsleasing) an der Finanzierung des Jenoptik-Konzerns betrug 84,1 Prozent. (i.Vj. 81,8 Prozent). Damit bleibt die Finanzierungsstruktur des Jenoptik-Konzerns langfristig ausgerichtet. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten beliefen sich Ende 2005 auf insgesamt 324,7 Mio Euro (31. Dezember 2004: 339,8 Mio Euro). Darin enthalten sind die Anleihe mit einem Volumen von nominal 150 Mio Euro und einer Restlaufzeit von knapp 5 Jahren sowie die Wandelanleihe mit nominal 62,1 Mio Euro und einer Restlaufzeit von dreieinhalb Jahren.
Der Nettoverschuldung Ende 2005 steht die Kaufpreiszahlung in Höhe eines niedrigen dreistelligen MillIionen Euro-Betrages bei Closing des Verkaufsvertrags in 2006 gegenüber. Sie soll sich damit 2006 deutlich verringern. Die Nettoverschuldung (Finanzverbindlichkeiten inklusive Anleihen, Kredite, Wechsel und Verbindlichkeiten aus dem Finanzierungsleasing abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere) lag per 31. Dezember 2005 bei 375,5 Mio Euro (31. Dezember 2004: 238,8 Mio Euro). Durch die Umgliederung von Clean Systems gemäß IFRS 5 sind Kassenbestände in Höhe von 114,6 Mio Euro und Bankverbindlichkeiten in Höhe von 78,1 Mio Euro in der Nettoverschuldung nicht mehr enthalten. Der zusätzliche Anstieg ist vor allem auf folgende Faktoren zurückzuführen:

- den Erwerb der verbleibenden Anteile an der M+W Zander D.I.B. Facility Management GmbH,
- einen Anstieg des betriebsnotwendigen Vermögens des Unternehmensbereiches Photonics infolge der Umsatzausweitung und langfristiger Großaufträge,
- auf Steuerzahlungen, die mit kurzfristigen Schulden zwischenfinanziert wurden,
- die Finanzierung der unterjährigen Verluste.

Detailinformationen zum Unternehmensbereich Photonics.

Wie auch in den vergangenen Jahren hat Photonics die Erwartungen vollends erfüllt und 2005 noch übertroffen. Die Steigerung resultierte allein aus organischem Wachstum. 2005 erworbene kleinere Gesellschaften wurden erst zum Jahresende konsolidiert und sind somit in den Umsatz- und Ergebniszahlen nicht enthalten.

Der Photonics-Umsatz lag mit 401,3 Mio Euro über der Zielspanne von 385 bis 400 Mio Euro (i.Vj. 359,8 Mio Euro). Verglichen mit dem Vorjahr legte er um 11,5 Prozent zu. Besonders stark angestiegen ist der Umsatz 2005 in den Bereichen Kunststoffoptik sowie Verkehrssicherheitstechnik. Letzterem gelang es vor allem, neue Kunden im Ausland zu gewinnen. Ein starkes Umsatz- und Ergebnisplus erreichte auch der Bereich Hochleistungsdiodenlaser. Der Auslandsumsatz belief sich 2005 auf 228,6 Mio Euro, was knapp 57 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht (i.Vj. 56 Prozent).

Das Photonics-EBIT lag bei 39,1 Mio Euro (i.Vj. 34,5 Mio Euro). Damit übertraf Photonics den Vorjahreswert nicht nur um 13,4 Prozent, sondern das Ergebnis stieg auch stärker als der Umsatz, was die hohe Innovationskraft der photonischen Technologien widerspiegelt. Die EBIT-Marge (Ergebnis im Verhältnis zum Umsatz) lag daher mit 9,7 Prozent leicht höher (i.Vj. 9,6 Prozent) und in der oberen Hälfte der Zielspanne von 9 bis 10 Prozent.

Der Photonics-Auftragseingang summierte sich auf 441,0 Mio Euro (i.Vj. 418,6 Mio Euro), ein Plus von 5,4 Prozent. Die Book-to-bill-Rate, das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz, betrug somit 1,10 (i.Vj. 1,16). Vor allem der Bereich Mechatronik mit der ESW-Extel Systems Wedel und der Lechmotoren GmbH, der Bereich Verkehrssicherheitstechnik und die amerikanischen Optik-Töchter verzeichneten einen starken Zuwachs bei neuen Aufträgen.

Photonics schloss das Jahr 2005 mit einem Auftragsbestand in Höhe von 438,7 Mio Euro ab, was einem Zuwachs um 4,2 Prozent entspricht (i.Vj. 421,0 Mio Euro). Darin enthalten sind unter anderem mehrere langfristige und hohe Ordereingänge der ESW-Extel Systems Wedel, zum Beispiel ein Großauftrag für das Nasenradom des Eurofighters in Höhe von 50 Mio Euro. Ein weiterer Großauftrag war der 11-Millionen-Euro-Auftrag für das Beobachtungssystem NYXUS, das die Jena-Optronik für die Bundeswehr entwickelt und fertigt.

Mit 28,8 Mio Euro lagen die zukunftssichernden F+E-Aufwendungen bei Photonics 2005 um 14,7 Prozent über dem Vorjahresniveau (i.Vj. 25,1 Mio Euro). Entwicklungsleistungen im Kundenauftrag, die in den vergangenen Jahren bei den großen Photonics-Gesellschaften insgesamt rund 16 Mio Euro pro Jahr betrugen, sind in den Umsatzkosten ausgewiesen. Nicht enthalten sind außerdem kleinere F+E-intensive Gesellschaften. Inklusive dieser Forschungs- und Entwicklungsleistungen würde sich die beachtliche F+E-Quote des Unternehmensbereiches Photonics weiter auf deutlich über 10 Prozent erhöhen.

Detailinformationen zum aufgegebenen Unternehmensbereich.

Der Umsatz der M+W Zander-Gruppe erreichte konsolidiert 1.504,3 Mio Euro und lag damit am unteren Ende der prognostizierten Spanne von 1,5 bis 1,7 Mrd Euro (i.Vj. 2,15 Mrd Euro, davon rund 450 Mio Euro Gebäudetechnik). Mit 1.098,7 Mio Euro lag der Umsatz im Geschäftsfeld Facility Engineering etwas unterhalb des um die Gebäudetechnik bereinigten Vorjahresniveaus (i.Vj. 1.759,1 Mio Euro). Das Geschäftsfeld Facility Management erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 417,0 Mio Euro (i.Vj. 408,0 Mio Euro).

Das EBIT von Clean Systems betrug minus 34,9 Mio Euro (i.Vj. plus 46,0 Mio Euro). Darin sind in Höhe von zusammen rund 70 Mio Euro negative Effekte enthalten. Diese Effekte sind, neben den Kosten für den ursprünglich vorgesehenen Börsengang, vorwiegend auf die im Verkaufsvertrag definierten Sonderthemen zurückzuführen, die bereinigt wurden. Dazu zählt auch das inzwischen beendete Projekt mit Terminverzögerungen. Ohne diese Effekte hätte das EBIT von Clean Systems bei rund 35 Mio Euro im Plus gelegen.

Den größten Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte erhielt M+W Zander mit rund 700 Mio Euro Ende 2005. Dieser Auftrag für eine Chipfabrik im Nahen Osten trug maßgeblich zum neuen Rekord von Auftragseingang und Auftragsbestand bei. Der Auftragseingang der M+W Zander-Gruppe erreichte 2.221,0 Mio Euro (i.Vj. 1.939,0 Mio Euro, davon 464 Mio Euro Gebäudetechnik). Der Auftragsbestand der M+W Zander-Gruppe lag Ende 2005 bei 2.263,5 Mio Euro (i.Vj. 1.445,6 Mio Euro). Zu diesem Zuwachs von 56,6 Prozent gegenüber 2004 hat vor allem der Großauftrag über rund 700 Mio Euro vom Dezember beigetragen, der vollständig im Auftragsbestand enthalten ist.

Ausblick 2006: Abschluss der strategischen Neuausrichtung, weiteres Wachstum bei Photonics, Bereinigung nachlaufender Themen.

Das Closing des Verkaufsvertrages mit der Übertragung der Anteile an der M+W ZANDER Holding AG sowie der Kaufpreis-Zahlung soll im Verlauf des 2. Quartals 2006 erfolgen. Damit wird die strategische Neuausrichtung der Jenoptik hin zu einem fokussierten Technologiekonzern, der sich auf das Nutzen und Nutzbarmachen von Licht als industrielles Werkzeug konzentriert, abgeschlossen.

Aus dem Verkauf des Unternehmensbereiches Clean Systems entstehen sowohl Chancen als auch Risiken, die aus dem Verbleib einzelner Projekte bei Jenoptik resultieren und in 2006 nochmals negative Ergebniseffekte haben können.

Zur Bereinigung nachlaufender Themen, die 2006 intensiv weiter verfolgt wird, zählen zudem der Abbau nicht betriebsnotwendiger Immobilien sowie nichtstrategischer Beteiligungen. Beim BGH-Revisionsverfahren geht der Jenoptik-Vorstand nach wie vor davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit, diesen Prozess zu gewinnen, größer als 50 Prozent ist. Der Verhandlungstermin wurde für den 8. Mai 2006 festgesetzt.

Der Photonics-Umsatz soll 2006 zwischen 420 und 450 Mio Euro liegen. Das Umsatzplus 2006 soll dementsprechend 6 bis 11 Prozent betragen. Durch Akquisitionen kann dieser Umsatzanstieg auch höher sein. Der Auftragsbestand per 31. Dezember 2005 in Höhe von 438,7 Mio Euro, der bereits Umsätze für 2007 und später beinhaltet, deckt den geplanten Umsatz für das Gesamtjahr 2006 bereits zu 51 Prozent ab (i.Vj. 48 Prozent). Bis zum Jahr 2007 strebt der Konzern an, den Umsatz um 10 Prozent pro Jahr zu steigern.

Der Jenoptik-Konzern fasst das operative Geschäft künftig in die drei Sparten Laser&Optik, Sensorik und Mechatronik, die sich an den Technologiekompetenzen des Konzerns orientieren. Für die Laser&Optik-Sparte wird 2006 ein Umsatz zwischen 160 und 170 Mio Euro erwartet (2005: 147,6 Mio Euro). Zu den wesentlichen Wachstumstreibern zählen die Hochleistungs-Diodenlaser, die Laser-Display-Technologie sowie der Bereich Hochleistungs- und binäre Optik der JENOPTIK Laser, Optik, Systeme GmbH. Die Sparte Sensorik plant 2006 ein Umsatzvolumen von 140 bis 150 Mio Euro (2005: 136,1 Mio Euro). Hier sind es vor allem die Bereiche Verkehrssicherheitstechnik sowie Sensorsysteme für die Luft- und Raumfahrt und die Sicherheitsindustrie, die ein starkes Umsatzwachstum anstreben. Zwischen 120 und 130 Mio Euro (2005: 117,2 Mio Euro) soll 2006 der Umsatz der Mechatronik-Sparte liegen.

Jenoptik strebt eine Ergebnisqualität des Unternehmensbereiches Photonics analog der Vorjahre an. Dies bedeutet, dass das Ergebnis der operativen Tätigkeit zwischen 9 und 10 Prozent des Umsatzes liegen soll. Bis zum Closing des Vertrages zum Verkauf des Unternehmensbereiches Clean Systems wird M+W Zander anteilig in die Konzernzahlen des laufenden Geschäftsjahres 2006 einfließen.

Künftige Absatzmärkte will sich Jenoptik vor allem im Ausland und durch weitere Systemintegration erschließen. Wichtige Schritte sind auch die beiden neuen Produktionsstätten für Kunststoffoptiken und für Laser-dioden-Grundmaterial, die Jenoptik im Mai dieses Jahres einweihen wird.

Positive Entwicklung in den ersten drei Geschäftsmonaten 2006.

Aufgrund der guten Konjuktur erwartet Photonics ein starkes 1. Quartal 2006. Umsatz und Ergebnis von Photonics werden voraussichtlich deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegen. Die Ergebnisse über das 1. Quartal 2006 werden am 11. Mai 2006 veröffentlicht.

Keine Dividendenausschüttung für das Jahr 2005.

Aufgrund des ausgewiesenen Jahresfehlbetrages wird für das Jahr 2005 keine Dividende ausgeschüttet. Die zukünftige Dividendenpolitik soll der Neuausrichtung des Konzerns hin zu einem fokussierten Hochtechnologieunternehmen folgen. Mit einem nachhaltig geschärften Profil als Hochtechnologieunternehmen sollen künftige Gewinne vorwiegend in den Ausbau des Technologie- und Produktportfolios und somit für das weitere Wachstum des Konzerns reinvestiert werden.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Katrin Lauterbach                                    
Public Relations                                         
Tel./Fax 03641 65 2255/2484                   
Katrin.Lauterbach@jenoptik.com             

Cornelia Jahnel
Investor Relations
Tel./Fax 03641 65 2290/2484
Cornelia.Jahnel@jenoptik.com

Jenoptik-Konzern auf einen Blick.

(Angaben in Mio Euro)   2005  2004
 Umsatz - Konzern*      1.914,4  2.523,0
      Fortgeführte Unternehmensbereiche*    410,1  377,1
      Aufgegebener Unternehmensbereich*   1.509,4   2.145,9
  Konzernbetriebsergebnis (EBIT)   -9,8   81,1
      Fortgeführte Unternehmensbereiche     25,1  35,1
           davon Photonics      39,1  34,5
           davon Sonstige      -14,0  0,6 
      Aufgegebener Unternehmensbereich   -34,9   46,0
 Konzernjahresergebnis nach Steuern    -69,4   19,0
      Fortgeführte Unternehmensbereiche      4,0   11,8
      Aufgegebener Unternehmensbereich    -73,3  7,3
 Auftragseingang - Konzern      2.665,6  2.368,0
      Fortgeführte Unternehmensbereiche   445,0   418,6
      Aufgegebener Unternehmensbereich    2.221,0   1.939,0
  Auftragsbestand - Konzern    2.702,2   1.866,6
      Fortgeführte Unternehmensbereiche     438,7   421,0
      Aufgegebener Unternehmensbereich     2.263,5  1.445,6
 Mitarbeiter per 31.12. (incl. Azubis)  10.039   9.267
      Fortgeführte Unternehmensbereiche  2.765   2.593
      Aufgegebener Unternehmensbereich  7.204   6.607
           
*konsolidiert

Konzernbilanz auf einen Blick.

 (Angaben in Mio Euro)   2005  2004
 Bilanzsumme    1.508,3   1.555,0 
 Langfristige Vermögenswerte   454,9    636,2
 Kurzfristige Vermögenswerte    279,6   918,8
 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte    773,8  0
 Eigenkapital   314,3   369,0
 Langfristige Schulden    369,2   452,5
 Kurzfristige Schulden    192,9  733,5
 Zur Veräußerung gehaltene Schulden    631,8  0 
 Eigenkapitalquote (in %)    20,8 23,7 
 Nettoverschuldung**      -375,5 -238,8 

**ohne aufgegebene Geschäftsbereiche/vor Kaufpreiszahlung


Katrin Lauterbach

JENOPTIK AG
Public Relations

  • +49 3641 65-2255
  • +49 3641 65-2484