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Umsatz und Ergebnis der "neuen Jenoptik" mit zweistelligem Zuwachs im 1. Quartal 2006.

Jena, 11. Mai 2006

Umsatz der fortgeführten Geschäftsbereiche war mit 109,0 Mio Euro um 20,6 Prozent höher als im Vorjahresquartal.

Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche stieg um 66,5 Prozent auf 8,9 Mio Euro.

Organisches Wachstum von 10 Prozent in 2006 angestrebt.

Der Jenoptik-Konzern hatte ein sehr gutes 1. Quartal 2006. Das operative Geschäft der fortgeführten Geschäftsbereiche profitierte vor allem von der guten konjunkturellen Entwicklung. Die fortgeführten Geschäftsbereiche umfassen den ehemaligen Unternehmensbereich Photonics, die Holding und die Immobilien.

Der Quartalsumsatz stieg auf 109,0 Mio Euro (i.Vj. 90,4 Mio Euro). Das Plus von 20,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert geht auf alle drei neuen Sparten (Laser&Optik, Sensorik und Mechatronik) zurück. 59,3 Prozent des Gesamtumsatzes kamen aus dem Ausland (i.Vj. 55,4 Prozent). Größte Exportregion ist hierbei Europa, gefolgt von Nordamerika und Asien.

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit konnten die fortgeführten Geschäftsbereiche um 66,5 Prozent auf 8,9 Mio Euro steigern (i.Vj. 5,4 Mio Euro). Auch das Ergebnisplus stammt aus allen drei Sparten des Konzerns sowie aus einem überdurchschnittlichen Ergebnisbeitrag der sonstigen Bereiche. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich um 24,7 Prozent auf 5,3 Mio Euro (i.Vj. 4,2 Mio Euro).

Der Auftragseingang der fortgeführten Geschäftsbereiche lag mit 117,4 Mio Euro unterhalb des hohen Vorjahresniveaus (i.Vj. 140,8 Mio Euro). Ursache hierfür ist ein sehr langfristiger Großauftrag über mehr als 50 Mio Euro, der den Auftragseingang der Mechatronik-Sparte im Vorjahreszeitraum prägte.

Der Auftragsbestand lag per 31. März 2006 bei 444,7 Mio Euro (i.Vj. 468,1 Mio Euro). Gegenüber dem 31. Dezember 2005 (438,7 Mio Euro) hat sich der Auftragsbestand aufgrund der sehr guten Auftragslage hingegen erhöht.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,4 Prozent auf 6,0 Mio Euro (i.Vj. 5,2 Mio Euro). Der Anstieg resultierte vor allem auch aus neuen Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Die F+E-Quote lag bei 5,4 Prozent. Sie enthält jedoch nicht die Entwicklungen im Auftrag von Kunden, die in den Umsatzkosten ausgewiesen werden.

Finanz- und Vermögensstruktur weiter auf Kernaktivitäten ausgerichtet.

Mit der Nettoverschuldung hat sich im Verlauf des 1. Quartals eine der wichtigsten Finanzierungskennzahlen deutlich verbessert. Da sich der Jenoptik-Konzern auch per 31. März 2006 in einer Zwischenstellung befindet (Ausweis von M+W Zander nach IFRS 5 bei noch nicht erfolgter Kaufpreiszahlung), haben wesentliche Finanzierungskennzahlen jedoch nur eine bedingte Aussagekraft. Dies betrifft sowohl die Finanzierungsstruktur als auch Kennzahlen zur Verschuldung. Die Nettoverschuldung lag bei 337,6 Mio Euro (per 31. Dezember 2005: 375,5 Mio Euro), inklusive der aufgegebenen Geschäftsbereiche bei 297,7 Mio Euro (per 31. Dezember 2005: 338,4 Mio Euro). Mit Zahlung des Kaufpreises durch Springwater Capital wird sich die Nettoverschuldung deutlich verringern.

Aktivitäten, die nicht im Fokus des Geschäfts der "neuen Jenoptik" stehen, wurden im 1. Quartal 2006 und auch im laufenden 2. Quartal - wie angekündigt - weiter konsequent abgearbeitet.

So hat Jenoptik die Abgabe nicht betriebsnotwendiger Immobilien und nichtstrategischer Beteiligungen weiter vorangetrieben. Die Anteile der JENOPTIK AG an der DEWB AG, Jena, wurden schrittweise weiter abgeschmolzen, sodass per 25. April dieses Jahres die JENOPTIK AG noch mit rund 23 Prozent an der börsennotierten Beteiligungsgesellschaft beteiligt war. Dies war einer der Gründe für die Reduzierung des Finanzanlagevermögens auf 79,4 Mio Euro per 31. März 2006
(31. Dezember 2005: 89,7 Mio Euro), in dem der Anteilsbesitz an der DEWB AG ausgewiesen ist. Mit einem Zwischenschritt hat die Jenoptik zudem im Verlauf des 1. Quartals den Ausstieg aus nicht selbstgenutzten Immobilien vorbereitet.

Einer der wichtigsten Meilensteine war das BGH-Urteil, das am 8. Mai zu Gunsten der JENOPTIK AG gesprochen wurde.

Ausblick: Starkes Wachstum in 2006 angestrebt.

Der Umsatz des Jenoptik-Konzerns soll 2006 - ohne Berücksichtigung des bis zum Abschluss des Verkaufs noch enthaltenen aufgegebenen Geschäftsbereiches - zwischen 420 und 450 Mio Euro liegen. Das Umsatzplus 2006 soll dementsprechend 6 bis 11 Prozent betragen. Nach dem erfolgreichen Start des Geschäftsjahres ist es möglich, dass das organische Wachstum 2006 mit rund 10 Prozent am oberen Rand der genannten Spanne liegen wird. Durch Akquisitionen kann dieser Umsatzanstieg auch höher sein. Bis zum Jahr 2007 strebt der Konzern an, den Umsatz um 10 Prozent pro Jahr zu steigern. Das Umsatzwachstum soll aus allen drei Sparten des Konzerns kommen.

Jenoptik strebt eine Ergebnisqualität analog der Vorjahre des bisherigen Unternehmensbereiches Photonics an. Dies bedeutet, dass das Ergebnis der operativen Tätigkeit zwischen 9 und 10 Prozent des Umsatzes liegen soll. Das operative Ergebnis 2006 soll damit zwischen 38 und 44 Mio Euro vor Holdingkosten betragen und nach dem sehr guten Start auch hier eher im oberen Bereich der prognostizierten Spanne liegen.

Jenoptik auf einen Blick.

Angaben in Millionen Euro  Q1/2006  Q1/2005 
Umsatz - Konzern 599,7  409,1 
    Fortgeführte Geschäftsbereiche  109,0  90,4
Konzernbetriebsergebnis (EBIT) 17,7 10,8
    Fortgeführte Geschäftsbereiche   8,9 5,4
Konzernjahresergebnis nach Steuern  9,3 2,4
    Fortgeführte Geschäftsbereiche   5,3 4,2
Auftragseingang - Konzern  587,5 755,6
    Fortgeführte Geschäftsbereiche   117,4 140,7
Auftragsbestand - Konzern  2.505,6 2.274,7
    Fortgeführte Geschäftsbereiche   444,7 468,1
Mitarbeiter per 31.3. (incl. Azubis)  10.378 9.203*
    Fortgeführte Geschäftsbereiche   2.829 2.637 

* Änderung gegenüber der im 1. Quartal 2005 veröffentlichten Mitarbeiterzahl von 9.264, da Definitionsänderung.