Mit dem Erwerb baut der Jenoptik-Konzern seine Markt- und Technologieposition als einer der führenden Anbieter industrieller Messtechnik weltweit aus. Durch das Zusammengehen von Etamic und Hommelwerke entsteht ein global agierender Systemanbieter für Fertigungsmesstechnik für die Automobil- und Automobilzuliefer-industrie, der mit eigenen Tochtergesellschaften bzw. Beteiligungen in den wichtigsten Industrieländern vertreten ist.
Das Management der Hommelwerke GmbH, Tochtergesellschaft des Jenoptik-Konzerns und Spezialist für industrielle Messtechnik, hat am gestrigen Montag in Paris mit den Gesellschaftern der ETAMIC SA einen Vertrag über den Erwerb sämtlicher Anteile an der französischen Unternehmensgruppe unterzeichnet. Der Vollzug des Vertrages steht noch unter dem Vorbehalt der Erfüllung üblicher Bedingungen und soll in den nächsten Wochen erfolgen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Etamic mit Hauptsitz in Bayeux, Frankreich, wurde 1947 gegründet und ist auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von dimensioneller Messtechnik spezialisiert. Rund 260 Mitarbeiter erzielten 2005 einen Umsatz von knapp 30 Mio Euro. Zu den Kunden zählen vor allem auch die namhaften französischen Automobilhersteller. Die Unternehmensgruppe ist neben Bayeux mit Standorten in Deutschland, den USA und Großbritannien vertreten. Zur Unternehmensgruppe gehört auch die schweizerische Movomatic.
Ziel der Akquisition ist die Stärkung und der Ausbau der Marktposition beider Unternehmen im Bereich der Dimensionellen Fertigungsmesstechnik. Die Produktprogramme ergänzen sich nahezu ideal. Zusammen mit Etamic/Movomatic deckt der Jenoptik-Konzern nun alle üblichen Technologien der industriellen Messtechnik ab (taktil, optisch und pneumatisch). Zudem ist Jenoptik in der Lage, für die verschiedensten Produktionsprozesse der Automobil- und Automobilzulieferindustrie die jeweils notwendige Messtechnik anzubieten - vor, innerhalb und nach den Fertigungsprozessen.
Während die Hommelwerke ihre Kernkompetenzen im Bereich der taktilen und berührungslos optischen Prozess- und Endkontroll-Messsysteme hat, liegt der Schwerpunkt der Etamic/Movomatic bei der berührungslosen pneumatischen Post-Prozess- und der taktilen In-Prozess-Messtechnik. Die typischen Kundenanwendungen der Hommelwerke wie Kurbel-, Nocken- und Getriebewellen ergänzen sich zu den Stärken von Etamic/Movomatic im Bereich der kubischen Werkstücke (Zylinderkopf, Zylinderblock), Pleuel und Einspritzteile. Somit entsteht mit beiden Unternehmen ein global agierender Systemanbieter von Fertigungsmesstechnik mit eigenen Tochtergesellschaften und Beteiligungen in den wichtigsten Industrieländern.
Alle weltweiten Aktivitäten von Hommelwerke und von Etamic/Movomatic sollen mittelfristig in einem Gemeinschaftsunternehmen Hommel-Etamic zusammengeführt werden, um damit die Synergien auszuschöpfen.
Die Hommelwerke GmbH entwickelt, fertigt und vertreibt hochpräzise berührende und berührungslos optische Messtechnik für das Vermessen von Dimensionen, Formen, Konturen und Oberflächenbeschaffenheit. Zu den Kunden von Hommelwerke zählen führende Automobilhersteller sowie Zulieferunternehmen der Automobilindustrie weltweit. Das Unternehmen mit Sitz in Villingen-Schwenningen und Jena wurde 1876 gegründet und hat heute 260 Mitarbeiter. Die Hommelwerke GmbH ist mit Beteiligungen und Töchtern in Asien, Nordamerika und in Europa mit Frankreich und Tschechien an den wichtigsten Standorten der globalen Automobilindustrie präsent. Seit dem Jahr 2000 gehört das Unternehmen zum Jenoptik-Konzern in der Sensorik-Sparte.