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Jenoptik kooperiert mit Rheinmetall im Bereich der laserbasierten Flugsimulation.

Jena, 04. September 2006

Der Jenoptik-Konzern und die Rheinmetall Defence Electronics GmbH (RDE) haben ihre seit langem bestehende Zusammenarbeit erweitert und hierzu im August dieses Jahres einen Kooperationsvertrag im Bereich der laserbasierten Flug-Simulationssysteme abgeschlossen. RDE wird die Laser-Projektionssysteme der Jenoptik als Basis für ihr AVIOR Laserprojektionssystem vertreiben. Beide Unternehmen wollen für diese Technologie gemeinsam nun auch den Markt für zivile Flugsimulation erschließen.

Bereits seit mehreren Jahren arbeiten RDE und Jenoptik erfolgreich zusammen. RDE wird mit der Jenoptik-Technologie unter anderem drei Tornado-Flugsimulatoren für die Bundeswehr ausstatten. Ein System ist bereits installiert und in Betrieb. Mit der Installation des zweiten Simulators wird noch in diesem Jahr begonnen.

Mit der nun erweiterten Zusammenarbeit im Rahmen einer Vertriebs- und Entwicklungskooperation wollen RDE und Jenoptik gemeinsam vor allem neue Kundenkreise für laserbasierte Flugsimulationssysteme erschließen. Im Fokus steht hierbei auch die Ausweitung auf die zivile Luftfahrt. Damit würde der Markt Laser-Display-Technologie erheblich ausgeweitet. Für die Zertifizierung des Laserprojektionssystems für die Simulator-Ausbildung in der zivilen Luftfahrt hat RDE mit der Lufthansa Flight Training GmbH im Mai dieses Jahres einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Die Lufthansa Flight Training GmbH wird erstmalig einen Airbus Full-Flight-Simulator auf das AVIOR Laserprojektionssystem von Rheinmetall umrüsten, um es durch das Braunschweiger Luftfahrt-Bundesamt zuzulassen. Der Airbus Simulator wird dann mit einem mehrkanaligen Laserprojektionssystem ausgestattet sein und Vorteile hinsichtlich Auflösung, Kontrast, Helligkeit, Tiefenschärfe und Farbraum bieten. Durch den Einsatz modernster Lasertechnologie verspricht das Laserprojektionssystem aber vor allem auch Einsparungen im täglichen Betrieb im Vergleich zu den herkömmlichen Projektionssystemen, die noch auf analoger Technologie beruhen.

Auf Basis des RGB-Lasers (Rot-Grün-Blau) sind Projektionen von bewegten Bildern in höchster Qualität und auf unterschiedlich geformte Projektionsflächen möglich. In den vergangenen drei Jahren hat Jenoptik diese Technik speziell für den Einsatz in Flugsimulatoren und Planetarien weiter entwickelt. Die nun für den Einsatz in die technisch sehr anspruchsvollen sog. Level-D Flugsimulatoren der zivilen Luftfahrt vorgesehenen AVIOR-Lasersysteme stellen das Ergebnis der langjährigen Entwicklungsarbeit dar und markieren den bisherigen Höhepunkt in einer zukunftsorientierten neuen Technologie aus Deutschland.

Zur Rheinmetall Defence Electronics GmbH

Rheinmetall Defence Electronics bietet als Partner der Streitkräfte und für den Bereich Innere Sicherheit ein umfangreiches Portfolio. Gemeinsam mit den Kunden plant, entwickelt und realisiert das Unternehmen anspruchsvolle Produkte und Systemlösungen. Die Angebotspalette reicht dabei von Aufklärungs-, Feuerleit- und Führungssystemen über Lenkwaffenplattformen bis hin zu Drohnensystemen für verschiedene Einsatzbereiche. Konzeptentwicklung und Prototyping unter Einsatz moderner Simulationsverfahren sowie anspruchsvolle Simulatoren für die Ausbildung militärischer und ziviler Kunden bilden einen weiteren Schwerpunkt. Abgerundet wird das Portfolio durch umfassende Produkt- und Serviceangebote im Bereich des Logistics Engineering und der technischen Dokumentation. Kunden in mehr als 30 Ländern weltweit vertrauen auf die technischen Lösungen von Rheinmetall Defence Electronics. Das Unternehmen ist an zahlreichen internationalen Kundenprojekten beteiligt und pflegt darüber hinaus weltweit eine Vielzahl industrieller Kooperationen. Rheinmetall Defence Electronics erwirtschaftet mit rund 1.400 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von 380 Mio Euro.
www.rheinmetall-defence.de

Zum Jenoptik-Konzern

Der Technologiekonzern Jenoptik ist Spezialist für photonische Technologien und beherrscht die photonische Kette - vom Erzeugen des Lichts (Laser) über das Formen (Optik) bis hin zum Erfassen von Licht (Sensorik). Technologien der Mechatronik, die Kombination von Mechanik und Elektronik, runden das Profil ab. Rund 2.800 Mitarbeiter des Jenoptik-Konzerns erzielten 2005 in den drei Sparten Laser&Optik, Sensorik und Mechatronik und der Holding einen Umsatz von 410,1 Mio Euro und ein Betriebsergebnis von rund 25 Mio Euro. Hauptsitz des Technologiekonzerns ist Jena, einer der wichtigsten Standorte für optische Technologien Europas und weltweit bekannt für "German engineering" im Bereich der Präzisionsoptik und Feinmechanik.
www.jenoptik.com
www.jenoptik-laserdisplay.de