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Jenoptik und das Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung kooperieren.

Magdeburg, Jena, 24. Oktober 2006

Laserprojektionssystem der Jenoptik ermöglicht im neuen Virtual Development and Training Centre (vdtc) des Fraunhofer-Instituts dreidimensionale Darstellungen industrieller Umgebungen.

Herzstück des Forschungszentrums im Wissenschaftshafen Magdeburg, das demnächst eröffnet wird, ist das runde Technikum. Auf einer 360-Grad-Projektionsfläche können künftig virtuelle Modelle komplexer Maschinen und Anlagen dargestellt werden. Mit dem dreidimensionalen Effekt, der durch die sechs ineinandergespielten Laserbilder auf einer runden Projektionsfläche ermöglicht wird, sind die Simulationen weitaus realistischer als mit anderen, herkömmlichen Projektionstechnologien. Jenoptik lieferte das gesamte Projektionssystem, das aus sechs Lasersystemen inklusive der Objektive, Projekoren sowie der zugehörigen Übertragungs- und Steuerungstechnik besteht.

Das Magdeburger Institut und Jenoptik haben das Laserprojektionssystem für virtuelle Umgebungen der Industrie gemeinsam konzipiert. Das Fraunhofer Institut in Magdeburg und Jenoptik wollen das System gemeinsam weiterentwickeln und neue Anwendungen erschließen. Dazu unterschrieben Prof. Dr. Ing. habil. Michael Schenk, Leiter des Instituts, und Jenoptik-Chef Alexander von Witzleben am heutigen Dienstag in Magdeburg einen Kooperationsvertrag. Kernthemen der künftigen Zusammenarbeit sind neue Prinzipien räumlicher Projektionen und Demonstrations-Trailer für industrielle Anwendungen.

Das VDTC betreibt anwendungsorientierte Forschung auf dem Gebiet des Virtual Engineering zum Planen, Testen und Betreiben technischer Systeme. Vertragspartner und Auftraggeber sind sowohl internationale Großunternehmen, als auch Unternehmen der regionalen, klein- und mittelständischen Wirtschaft sowie die öffentliche Hand. Interdisziplinär zusammenarbeitende Spezialisten entwickeln maßgeschneiderte Lösungen auf der Basis von Virtual und Augmented Reality (Virtuelle und Erweiterte Realität) wie beispielsweise das virtuell-interaktive Training zur Schulung von Fachpersonal.

Auf Basis von RGB-Lasern (Rot-Grün-Blau) sind Projektionen von bewegten Bildern in höchster Qualität und auf unterschiedlich geformte Projektionsflächen möglich. Laserprojektoren sind für Kuppelprojektionen, wie Flugsimulatoren und Planetarien sowie für Virtual Reality Installationen (z.B. Zylinderprojektion) besonders geeignet. Der hohe Kontrast von mindestens 50.000:1 und maximal gesättigte Farben in einem vergrößertem Farbraum garantieren eine sehr realitätsnahe Bildwiedergabe ohne störende Nebeneffekte. Das menschliche Auge nimmt die Laserbilder dadurch brillanter und deutlich heller wahr. Da das Bild Pixel für Pixel "geschrieben" und nicht projiziert wird, haben die Projektionen eine unbegrenzte Schärfentiefe. Einsatzgebiete der Technologie sind bei der Kuppelprojektion Flugsimulatoren und Planetarien.

Über das Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF

Das Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF ist eine der prägenden Einrichtungen des Wissenschaftsstandorts Magdeburg. Eingebunden in ein internationales Forschungsnetzwerk kooperiert es eng mit der Otto-von-Guericke-Universität und ist ein wichtiges Bindeglied zwischen akademischer Forschung und industrieller Anwendung.
Das Fraunhofer IFF forscht und entwickelt anwendungsorientiert auf den Gebieten Logistiksysteme und -netze, Virtual Engineering, Automatisierung und Produktions- und Anlagenmanagement. Es bietet seinen Kunden und Partnern von der Ideenfindung über die Umsetzung bis zur Schulung der Mitarbeiter umfassende und kundenspezifische Forschungs- und Entwicklungsleistungen.
Zu den Kunden gehören öffentliche Auftraggeber, internationale Industrieunternehmen, die Dienstleistungsbranche und Unternehmen der klein- und mittelständischen Wirtschaft.

Zum Jenoptik-Konzern

Der Technologiekonzern Jenoptik ist Spezialist für photonische Technologien und beherrscht die photonische Kette - vom Erzeugen des Lichts (Laser) über das Formen (Optik) bis hin zum Erfassen von Licht (Sensorik). Technologien der Mechatronik, die Kombination von Mechanik und Elektronik, runden das Profil ab. Rund 2.800 Mitarbeiter des Jenoptik-Konzerns erzielten 2005 einen Umsatz von mehr als 400 Millionen Euro. In der Laser & Optik-Sparte konzentriert sich Jenoptik auf neue Wirkprinzipen von Lasern (u.a. Diodenlaser und Scheibenlaser) mit einem höheren Wirkungsgrad, verbesserten Strahleigenschaften sowie einer kompakten und robusten Bauweise. Einsatz finden Jenoptik-Laser und Lasersysteme vor allem in der industriellen Materialbearbeitung, der Medizintechnik und in verschiedenen Projektionsanwendungen.

 



Download.

Das Virtual Development and Training Centre (vdtc) des Frauenhofer IFF im Magdeburger Wissenschaftshafen.