In der heute zum Jenoptik-Konzern gehörenden Jena-Optronik GmbH wurde das Jenaer Know-how beim Bau von Präszisionsinstrumenten für die Luft- und Raumfahrtindustrie weitergeführt.
Das heute international erfolgreiche Luft- und Raumfahrtunternehmen ging aus der Abteilung Raumfahrt des VEB Carl Zeiss Jena hervor. Gegründet wurde Jena-Optronik am 18. Dezember 1991 von der Deutsche Aerospace AG (DASA) und Jenoptik als Gemeinschaftsunternehmen, an dem Jenoptik zunächst 49 Prozent der Anteile hielt. Anfang 2003 übernahm Jenoptik mit 75 Prozent die Mehrheit an dem Luft- und Raumfahrtspezialisten. Seit Anfang 2005 gehört die Jena-Optronik mit ca. 140 hochqualifizierten Mitarbeitern am Standort in Jena zu 100 Prozent zum Jenoptik-Konzern und ist ein Unternehmen der Sensorik-Sparte des Jenaer Technologiekonzerns.
Erste Studien zur Entwicklung autonomer Sternsensoren begannen in Jena bereits Anfang der achtziger Jahre. Nur wenige Jahre später wurden die ersten ASTRO-Orientierungssysteme an sowjetische Raumfahrtunternehmen geliefert. Die Entwicklungen auf dem Gebiet der Sternsensorik wurden in der Jena-Optronik erfolgreich weiter geführt. Bis heute wurden über 165 Sensoren an renommierte Kunden in aller Welt geliefert.
Die Jena-Optronik gehört somit zu den Pionieren der Weltraumforschung und entwickelt, fertigt und vertreibt opto-elektronische Instrumente und Systeme für verschiedene Anwendungen im Bereich der Raumfahrt- und der Sicherheitstechnik. Der Schwerpunkt der Jenoptik-Tochter liegt heute auf der Entwicklung opto-elektronischer Instrumente und Systeme zur Erdbeobachtung. So zählen die Luftbildkamera JAS 150 und die Multispektralkamera JSS 56 zum Produktportfolio des Unternehmens. Mit dem 2004 abgeschlossenen Vertrag über die Entwicklung und Herstellung der Multispektralkameras für die RapidEye-Satelliten knüpft die Jena-Optronik damit an eine 30 jährige Tradition Jenaer Raumfahrtingenieure an. Die Kameras bieten darüber hinaus innerhalb der europäischen Initiative zur Umwelt und Sicherheitspolitik GMES (Global Monitoring for Environment and Security) eine Lösung zur ständigen globalen Datenabdeckung.
Als wichtigster Systemlieferant von Lageregelungssensoren und als Partner zum Beispiel für die Weltraumorganisationen ESA, NASA oder den Satellitenhersteller Boeing entwickelt die Jenoptik-Tochter heute neben den Sternsensoren auch Rendezvous- und Dockingsensoren sowie Sonnensensoren, die bei verschiedenen internationalen Raumfahrt- und Satellitenprogrammen zum Einsatz kommen. Die Sensoren liefern wichtige Daten, damit europäische, amerikanische und asiatische Satellitenprogramme erfolgreich, stabil und dauerhaft arbeiten können.