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Infrarot-Komponenten: robust wie Diamant.

Zum Beispiel Infrarot-Optik: Dieses Gebiet hat die JENOPTIK Laser, Optik, Systeme GmbH in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut, sowohl die technische Ausrüstung als auch das technologische Know-how betreffend. Um Optiken herzustellen, mit denen sich unsichtbare Wärmestrahlung übertragen, bündeln und abbilden lässt, verfügt das Unternehmen über fast alle Fertigungsverfahren - und das auf höchstem Niveau.

Im vergangenen Jahr wurde diese Technologiekette weiter abgerundet - mit einer Beschichtungsanlage für das "Diamond-like carbon coating", in die eine sechsstellige Summe investiert wurde. Im Ionenstrahlverfahren vermag sie eine besonders widerstandsfähige Beschichtung aus diamantähnlichem Kohlenstoff aufzutragen. Seit September 2005 stellt das Unternehmen nun auf dieser Basis Entspiegelungsschichten her, die auch rauen Kräften standhalten, etwa hohem mechanischen Druck oder Sandstürmen, wie sie beispielsweise militärischen Landfahrzeugen und ihren Infrarotoptiken zusetzen.

Ebenso zählt die Jenoptik zu den wenigen Unternehmen auf der Welt, die die asphärische Linse* beherrschen. Und das auch im infraroten Spektrum: Per Single Point Diamond Turning, das die Jenoptik im vergangenen Jahr eingeführt hat, lassen sich Asphären für den infraroten Spektralbereich kosteneffizient herstellen. Zudem können sie zusätzlich mit diffraktiven Strukturen ausgestattet werden. Beides dient dazu, die optische Abbildung im selben optischen Element zu korrigieren. Auf diese Art verringert sich die Zahl der Komponenten, die nötig sind, um die infraroten Wellen durch den Strahlengang einer Optik zu leiten. Zum Beispiel bei der hoch auflösenden VarioCAM-Infrarotkamera von Jenoptik: Ihre Objektive wurden mit asphärischen Linsen optimal gestaltet. Das System ist einfacher geworden, gleichzeitig leistungsfähiger und leichter. Und weil Infrarotmaterialien in der Regel sehr teuer sind, entstehen mit der integrierten Funktionalität auch kostengünstigere optische Anordnungen.

* Asphärische Linse. Bei sphärischen Linsen, also Linsen mit kugeliger Oberfläche, entstehen physikalisch bedingte Fehler in der Abbildung. Asphärische Linsen korrigieren solche Fehler bereits in ihrem Inneren, und zwar durch ihre Formgebung. Sie zu vermessen und zu optimieren, werden sowohl im sichtbaren als auch im infraroten Lichtbereich diffraktive optische Anordnungen eingesetzt, so genannte CGHs (Computer Generated Hologramms), auf die sich die Jenoptik ebenfalls spezialisiert hat.