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Verkehrsüberwachung: Radar revolutioniert.

Nachdem die Entwickler der ROBOT Visual Systems GmbH dem digitalen Beweisfoto zum Durchbruch verholfen haben, revolutionieren sie nun auch die Radartechnik. In Zukunft können auch durch unbemannte Radaranlagen Verkehrssünder zweifelsfrei ermittelt werden. Dabei wird auf die sonst übliche Sensorik in der Fahrbahn völlig verzichtet; man spricht deshalb von einer nicht-invasiven Messmethode. Möglich ist das, weil die neue Radartechnik nicht nur die Geschwindigkeit eines vorbeifahrenden Fahrzeuges misst, sondern gleichzeitig auch die Entfernung des vorbeifahrenden Objektes. Damit lässt sich eindeutig nachweisen, auf welcher Fahrspur sich das betroffene Fahrzeug bewegt hat. Das war bisher mit Radarsystemen so nicht möglich: Entweder musste aufwendig Sensortechnik in der Fahrbahn verlegt werden oder Beamte hatten durch den so genannten "aufmerksamen Messbetrieb" einen eindeutigen Beweis sicherzustellen.

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt Braunschweig wird noch im diesem Jahr darüber befinden, ob die neue Technologie für den Einsatz auf bundesdeutschen Straßen zugelassen werden kann. In Deutschland wird diese Radartechnik die heute übliche Fahrbahnsensorik und den aufmerksamen Messbetrieb überflüssig machen.

Ebenfalls per Radar soll in Zukunft regelwidriges Verhalten an Ampelkreuzungen erkannt werden.
Dazu wird neben der Fahrzeuggeschwindigkeit und der Entfernung zusätzlich der Winkel zum Objekt bestimmt. Mit dieser Methode können Fahrzeuge über eine längere Strecke verfolgt und ihr Fahrverhalten permanent mit anderen Daten abgeglichen werden, etwa dem Rotsignal der Verkehrsampel. Dadurch lässt sich unter anderen zweifelsfrei beweisen, ob ein Fahrzeug die Kreuzung bei Rotsignal überquert hat. Diese Technologie, die sich derzeit noch in der Entwicklung befindet und 2007 in den Markt eingeführt wird, vereinfacht die Beweisführung erheblich.