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Von der Leyen besucht "Saaleknirpse"

Jena, 25. September 2007

Jenoptik-Chef Dr. Michael Mertin stellt Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen modernes Bau-, Finanzierungs-, Betreiber- und Betreuungskonzept der Anfang September eröffneten Kindertagesstätte in Jena-Göschwitz vor.

"Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Deutschland voranzutreiben, müssen Wirtschaft und Politik Hand in Hand arbeiten." Mit diesen Worten begrüßte Jenoptik-Chef Dr. Michael Mertin am Dienstag die Bundesfamilienministerin in Jena-Göschwitz. Von der Leyen besuchte die Anfang September eingeweihte Kindertagesstätte "Saaleknirpse", die Jenoptik mit einer Anfangsinvestition von 2,0 Millionen Euro und einem Zuschuss zu den laufenden Betreiberkosten unterstützt. Die Einrichtung befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den Produktionsbetrieben des Konzerns und bietet maximal 60 Kindern im Alter von 13 Monaten bis zum Schuleintritt Platz. Sie ist Bestandteil des Kita-Netzplanes der Stadt Jena.

Nach dem Rundgang durch die Kita lobte von der Leyen: "Mit den Saaleknirpsen zeigt Jenoptik, dass Familie und Beruf nicht gegeneinander stehen müssen, sondern sich gut ergänzen können. Kluge familienfreundliche Angebote sind inzwischen strategisches Instrument für mehr wirtschaftliches Wachstum und mehr Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen im globalen Wettbewerb um die besten Köpfe." Gerade in Zeiten des hohen Fachkräftebedarfs sei Familienbewusstsein ein enormer Standortvorteil, der für viele gut ausgebildete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus dem In- und Ausland ein entscheidendes Kriterium bei der Arbeitgeberwahl sei. Die neue Tagesstätte in Jena nannte die Ministerin ein echtes Vorbild: "Mich beeindruckt besonders, dass die Kinder hier nicht nur betreut werden, sondern in den Genuss eines individuellen Bildungskonzepts kommen, das von Bewegung bis Kunst reicht - und alles auch noch zweisprachig."

Jenoptik engagiert sich seit 2002 für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und hat damit schon vor der Debatte rund um das Thema Kinderbetreuung Taten sprechen lassen. "Mit diesem Vorstoß für eine familienbewusste Personalpolitik hat Jenoptik eine Vorreiterrolle eingenommen. Wir sind froh, dass durch das Engagement von Frau von der Leyen diese Herausforderung nicht nur in der Politik, sondern in der Gesellschaft insgesamt einen höheren Stellenwert gefunden hat", sagt Dr. Michael Mertin. Er würde es begrüßen, wenn die Politik solche Initiativen der Wirtschaft auch tatkräftig unterstütze, so der Jenoptik-Vorstandschef weiter.

Wirtschaft, freie Träger und Stadt arbeiten bei dem neuen Modell der Kindertagesstätte "Saaleknirpse" eng zusammen. Jenoptik begründete mit der Grundinvestition in die Kita und dem Zuschuss zu den laufenden Kosten ein kombiniertes Kindergarten-Modell und damit eine neue Form der Zusammenarbeit von Unternehmen, Stadt und freiem Träger für eine verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Betrieben wird die Einrichtung, deren Angebot mit verlängerten Öffnungszeiten und einer bilingualen Betreuung über das Normalmaß hinausgeht, vom Zentrum für Familie und Alleinerziehende e.V. Jena. Die Einrichtung bevorzugt bei Jenoptik beschäftigte Eltern, steht aber auch anderen Interessenten offen. In Jena-Göschwitz arbeiten mit über 5.000 Beschäftigten in rund 160 Unternehmen mehr Menschen als 1989. Das Gewerbegebiet zählt damit zu den größten und dichtesten der neuen Bundesländer. Von Jenoptik arbeiten rund 1.200 Mitarbeiter und damit knapp ein Drittel der Belegschaft in Göschwitz.