Die in Jena ansässige JENOPTIK Automatisierungstechnik GmbH hat einen neuen Kooperationspartner. Seit September 2007 arbeitet sie mit der FRIMO Viersen GmbH zusammen. FRIMO Viersen ist das Technologiezentrum für Stanzen und flexibles Schneiden innerhalb der FRIMO Gruppe, einem weltweit agierenden Systemanbieter von Werkzeug- und Anlagentechnologien zur Bearbeitung von Kunststoffen, vor allem für die Automobilindustrie.
Die FRIMO Viersen GmbH baut mit der Kooperation die technische Kompetenz auf dem Gebiet der Laserschneidtechnik aus. Frimo überzeugte die hoch moderne Laserschneidtechnik der Jenoptik Automatisierungstechnik und wird in Zukunft auf dem Weltmarkt seine Fertigungslinien ausschließlich mit den Laserrobotern und weiteren Komponenten aus Jena ausstatten.
Der langfristig angelegte Kooperationsvertrag bietet für beide Unternehmen große Vorteile und stärkt beide gegenüber Wettbewerbern. Mit dem Bündeln der Systemkompetenz rund um die Verarbeitung von Kunststoffen der FRIMO-Unternehmensgruppe und der Jenoptik-Kompetenz in der Lasermaterialbearbeitung von Kunststoffen können beide Unternehmen neue Standards setzen.
Frimo kann als Generalanbieter künftig seinen Kunden, zu denen nach eigenen Angaben nahezu alle großen Automobilhersteller und -zulieferer zählen, Fertigungslinien anbieten, die mit der innovativen Laserschneidtechnik der Jenoptik ausgestattet sind. Jenoptik erhöht mit der Kooperation die Präsenz auf dem Weltmarkt im Bereich der Lasermaterialbearbeitung.
Die Vorteile der Laserschneidtechnik der Jenoptik liegen in der integrierten Laserstrahlführung durch alle Roboterachsen. Damit ist es möglich, den Laser außerhalb vom Roboter feststehend zu lagern, was sich wiederum positiv auf die Lebensdauer des Lasers auswirkt. Durch die vollständige Integration des Strahlführungssystems in den Roboter kann die Dynamik des Roboters ohne Einschränkungen genutzt werden. Dies wirkt sich zum einen verkürzend auf die Taktzeit aus und zum anderen werden damit Wiederholungsgenauigkeiten von plus/minus 0,1 mm auch bei komplizierten dreidimensionalen Bauteilen erzielt.
Der spezielle Aufbau der Strahlführung macht Spiegelwechsel überflüssig und ermöglicht die Übertragung unterschiedlicher Laserleistungen. Damit steht bei Produktionsveränderungen einer nachträglichen Erhöhung der Laserleistung nichts im Wege, was die Zukunftssicherheit der Investition deutlich erhöht.
Darüber hinaus ist Jenoptik in der Lage, auch besonders starke CO2-Laser bis zu 2.500 Watt Leistung einzusetzen, sodass die Schneidvorgänge auch bei extremen Materialeigenschaften, wie zum Beispiel bei glas- und kohlefaserverstärkten Materialien, sehr schnell ablaufen und damit kürzere Taktzeiten ermöglichen. Für die Kunden bedeutet dies erhebliche Vorteile bezüglich Zeit und Kosten.
Jenoptik ist Spezialist für photonische und mechatronische Technologien und gehört in ausgewählten Bereichen zu den Technologie- und Marktführern. Jenoptik ist in den vier Kompetenzfeldern Laser, Optik, Sensorik und Mechatronik aktiv. Rund 3.200 Mitarbeiter des Jenoptik-Konzerns erzielten 2006 einen Umsatz von 485 Mio. Euro und ein Betriebsergebnis von rund 38 Mio. Euro.