Aktuelle bzw. laufende Projekte finden Sie unter Wissenschaft, Kunst und Kultur und Soziales. Alle Kunstausstellungen seit 1994 sind hier zusammengefasst.
Nicht nur als Sponsor, sondern auch als Mitveranstalter engagierte sich die JENOPTIK AG für die große Rodin-Ausstellung, die in Jena im Stadtmuseum und in der Galerie der JENOPTIK AG zu sehen war.
Die Ausstellung in der Galerie der JENOPTIK AG macht auf zwei wichtige Werkstränge in der Zeit nach 1900 aufmerksam, als Rodin im bereits gereiften Alter von über 60 Jahren den Höhepunkt seines Ruhmes erreicht hatte.
Mit dem Spendenaufruf "Jenas Firmen für Amalia" hatten sich die JENOPTIK AG, Carl Zeiss Jena und SCHOTT Jenaer Glas an alle Unternehmen der Region Jena gewandt, beim Wiederaufbau der durch den Brand stark zerstörten weltberühmten Bibliothek in Weimar und der Restaurierung der geretteten wertvollen Bücher mitzuhelfen. Die drei Unternehmen hatten das von ihnen eingerichtete Spenden-konto mit einem Grundbetrag von 20.000 Euro ausgestattet.
2001 kehrt Frank Stella nach Jena zurück, um mit seiner Ausstellung zu Werken Heinrich von Kleists erneut eine große Reihe von Kunstwerken zu präsentieren. Aufgrund der Größe einiger der Stücke (bis zu 14 Metern breit) fand diese Ausstellung zum Teil im ehemaligen Oberlandesgericht (Arbeiter und Bauern-Fakultät) statt. Auf den ersten Blick scheinen die Werke von Stella wenig mit bekannten Illustrationen zu den Schriften Heinrich von Kleists gemein zu haben, aber das ist auch nicht ihr Anliegen. Mit seiner Kunst illustriert Stella nicht, sondern fasst zusammen und gibt wieder. Er zeigt die Atmosphären der Geschichten, die Handlungsstränge und offenbart die Tragödie.
Jedes Genre der schriftstellerischen Kunst findet sein Pendant in einer bestimmten Umsetzung in der bildenden Kunst. Die Schauspiele werden zu großen, mit reinen, ästhetischen Formen gebauten Skultpturen bestimmt, in beinahe monumentaler Größe öffentlich aufgebaut zu werden. Die Novellen erscheinen als großformatige Wandcollagen, die aufgrund der ihnen zu Grunde liegenden Technik Reliefcharakter haben. Die Briefe sind kleine, fast zart zu nennende Wandreliefs. Und einzelne Worte, Zitate aus den Werken werden zu großen Wandskulpturen, die den Reliefstatus bereits überwunden haben.
IMAGINATION-Romantik
Die Konzeption des Projektes IMAGINATION-Romantik geht von gewissen Parallelen zwischen der Zeit der Romantik und der heutigen Zeit aus: "Die digitale Revolution, mediale Dominanz, Globalisierung und die politische Neuordnung nach dem Kalten Krieg prägen unsere Zeit in ähnlicher Intensität wie die Französische Revolution und die beginnende Industrialisierung die historische Epoche der Romantik um 1800 beeinflussten."
Wie bei Novalis, F. Schlegel, A.W. Schlegel, F.J. W. Ritter und anderen Vertretern der historischen Epoche der Romantik finden wir in den Beiträgen der 13 Künstler - umgesetzt in Sprachen der heutigen Zeit - das Streben nach Synthesen verschiedener Felder menschlicher Erkenntnis aus Kunst, Naturwissenschaft und Alltagsleben ebenso wie die Frage nach der Rolle des Individuums in einer komplexen Welt.
Auf Einladung der Stadt Jena/Kulturamt und der JENOPTIK AG bewarben sich 13 Künstler in der Ausstellung "IMAGINATION-Romantik" für den Botho-Graef-Kunstpreis der Stadt Jena 2001. Erstmals öffnet sich der Botho-Graef-Preis nicht nur Künstlern in Deutschland, sondern auch - entsprechend der europäischen Dimension der Romantik - Künstlern aus ganz Europa.
Die Teilnehmer gehören in ihren Herkunftsländern zu den herausragenden Vertretern der künstlerischen Avantgarde: Jérôme Basserode (Frankreich), Rui Chafes (Portugal), Serge Comte (Frankreich), Milena Dopitová (Tschechien), Anton Henning (Deutschland), Lori Hersberger (Schweiz), Leonards Laganovskis (Lettland), Luisa Lambri (Italien), Christine Meierhofer (Deutschland), Mariele Neudecker (England), Jovan Sumkovski (Mazedonien), Milica Tomic (Serbien), Didier Trenet (Frankreich).
Die Preisträgerin Mariele Neudecker
Die 36-jährige Künstlerin aus Düsseldorf arbeitet und lebt seit 1985 in England. Die internationale Jury begründete ihre Entscheidung deshalb auch mit den Worten: "Ihre Arbeiten prägt eine eigentümlich englische Synthese von Hightech und herkömmlichen handwerklichen Techniken mit Elementen einer literarischen und künstlerischen Kultur, die in der deutschen idealistischen Philosophie verwurzelt ist".
Drei Arbeiten hatte Mariele Neudecker in der Galerie der Jenoptik ausgestellt, die eines verbindet: Sie beschäftigen sich mit Landschaft, der wichtigsten Errungenschaft romantischer Kunst. In der Videoinstallation "Wasserfall" wird in einem Augenpaar ein Wasserfall reflektiert und damit eine neue Art, wie wir Landschaft wahrnehmen.
Ganz anders die zweite Arbeit Neudeckers. Ein mit Wasser gefüllter gläserner Würfel übersetzt Caspar David Friedrichs Bild "Morgen" (ca. 1821) in ein dreidimensionales Landschaftsmodell. Chemische Reaktionen rufen den Effekt des Morgennebels hervor, der innerhalb einiger Wochen nach oben steigt und dem Werk eine zeitliche Dimension verleiht. Diese Arbeit mit dem Titel "Die Schwerkraft verhindert die Atmosphäre vom Abdriften in den Raum" zeigt, dass Landschaft, die uns fasziniert, ein künstlich aufbereitetes Naturphänomen ist und dass unser Blick auf die Natur durch die Kunst geprägt ist.
Der dritte Teil des preisgekrönten Beitrags besteht aus zwei Leuchtkästen mit simultan aufgenommenen Bildern (Videostills) von zwei gegenüberliegenden Punkten der Erde, die einen Sonnenaufgang bzw. -untergang zeigen. "Ich hoffe, dem Betrachter neue und unbekannte Erfahrungen romantischen Bildmaterials anzubieten, die aus einer Mischung aus Vertrautem und Unbekanntem bestehen", kommentiert Mariele Neudecker ihre Arbeit.
Die Ausstellung "Paul Klee in Jena 1924" stellte einen Höhepunkt in der Veranstaltungsreihe zum Kulturstadtjahr Weimar 1999 dar. Für diese Veranstaltung hatten sich die JENOPTIK AG, das Kunsthistorische Seminar der Friedrich-Schiller-Universität, die Städtischen Museen der Stadt Jena und der Jenaer Kunstverein für die Veranstaltung dieses Ereignisses zusammengetan.
Paul KLee war 1921 bis 1925 als Professor am Weimarer Bauhaus tätig. Die Verbindung nach Jena bestand jedoch schon vorher. Walter Dexel, der für neue Tendenzen aufgechlossene Ausstellungsleiter des jenaer Kunstvereins, organisierte bereits 1917 eine Ausstellung mit Paul Klee (zusammen mit Albert Bloch), als er noch nicht so bekannt war. Weit über die Weimarer Zeit hinaus gingen die privaten Briefkontakte mit der befreundeten Familei Grebe. Ein letztes Mal waren Werke Klees in der Ausstellung "Kunst der letten 30 Jahre aus Jenaer Privatbesitz" im Jahr 1933.
Vor 75 Jahren hielt Paul Klee im Jenaer Kunstverein seinen berühmt gewordenen Vortrag "Über die moderne Kunst", der heute zu den wichtigsten künstlerischen Selbstzeugnissen des 20. Jahrhunderts zählt. Es handelt sich hierbei um den einzigen öffentlichen Vortrag den Paul Klee je gehalten hat.
Unter dem Titel "Souveräne Wege" wurden in Jena beispielhaft DDR-Künstler vorgestellt, die innerhalb der Diktatur ihre Autonomie bewahrten.
In den Ausstellungsräumen der drei Veranstalter waren Werke der Künstler Gerhard Altenbourg (1926-1989), Carlfriedrich Claus (geb. 1930), Hermann Glöckner (1889-1985), Eberhard Göschel (geb. 1943), Michael Morgner (geb. 1942) und Max Uhlig (geb. 1939) zu sehen.
Diese Künstler haben entschieden dazu beigetragen, daß trotz der kulturpolitischen Forderung nach "Sozialistischem Realismus" eigenwillige Kunstformen überleben konnten. Trotz Beargwöhnungen und Behinderungen durch das DDR-Regime leisteten sie auf unbeirrbare Weise Eigenständiges. "Mit der Präsentation ihrer Werke", so Lothar Späth bei der Eröffnung der Ausstellung in der JENOPTIK AG, "möchten wir unter dem Titel Souveräne Wege einen weiteren Impuls für den Dialog zur deutschen Kunst nach 1945 geben. Dieser Dialog ist noch lange nicht abgeschlossen, da die Folgen der deutschen Teilung bei der Betrachtung der Kunst nach wie vor spürbar sind."
An zwei Orten in Jena wird das gesamte Schaffen des in Thüringen aufgewachsenen Max Ackermann vorgestellt: das malerische Werk im Stadtmuseum und das zeichnerische Werk im Kunstverein. Auf eindrucksvolle Weise zeigte die Ausstellung den Weg Ackermanns vom Realismus zur Abstraktion.
Max Ackermann zählt zu den international anerkannten Vertretern klassicher Moderne des deutschen Südwestens. Einst Schüler Henry van de Veldes in dessen Kunstgewerbeschule in Weimar führte ihn sein Werdegang über die Akademien in Dresden und München nach Stuttgart.
Nach seiner Begegnung mit Adolf Hölzel in Stuttgart gab Ackermann seine gegenständliche Malerei um 1913 zugunsten gegenstandsfreier Experimente auf, fasziniert von der Gesetzmäßigkeit von Farbklängen, von deren Spannung und Harmonie, Statik und Dynamik. Der Künstler setzt seine künstlerische Anstrengung um die Abstraktion stetig fort.
Um 1950 verschreibt sich Ackermann endgültig der gegenstandsfreien Gestaltung. Nach einer langen Erforschung der bildnerischen Gesetzmäßigkeiten entfaltet sich nun die Musik der Farben und Lineamente in großen Bildzyklen, in ihnen tritt das "kosmische Streben" am deutlichsten zutage, in ihnen findet das romantisch -idealistische Streben Ackermanns seine Vollendung.
Mit der Ausstellung "Otto Hofmann - Aquarelle" zeigte der Jenaer Kunstverein mit Unterstützung der JENOPTIK AG und der Kreissparkasse Jena Arbeiten eines in der Tradition des Bauhauses stehenden Künstlers, der als junger Mensch lange Zeit in Jena beheimatet war. Die politische Situation zwang Hofmann zweifach, Thüringen zu verlassen - zunächst 1933, später im Jahr 1950.
Otto Hofmanns Werke sind in zahlreichen deutschen und darüber hinaus auch europäischen Städten gezeigt worden; große Museen in aller Welt besitzen Arbeiten von Hofmann.
Nach einer kleineren Kabinettausstellung im Stadtmuseum Jena 1991, war die Exposition "Otto Hofmann - Aquarelle" die erste umfangreiche Personalausstellung seit Vorkriegszeiten, mit der die Stadt Jena "ihren" Künstler Otto Hofmann ehren konnte.Die 38 Exponate dieser Ausstellung spannten einen weiten Bogen über mehrere Jahrzehnte künstlerischer Produktivität: das früheste Blatt stammte aus dem Jahr 1947, das neueste war von 1993.