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Glossar
D
- Derivate
Derivate sind in der Börsensprache Handelsobjekte, die von Basiswerten abgeleitet sind. Basiswerte lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen: auf der einen Seite Finanzanlagen wie Anleihen, Devisen, Aktien oder Gold und auf der anderen Seite Waren wie Kupfer, Schweinebäuche oder Weizen. Die zu den Basiswerten gehörenden Derivate sind die sogenannten Optionen oder Futures. Unter den Begriff Derivate fallen aber auch FRAU, Swaps, Swaptions, Caps, Collars etc. Beim Handel mit Derivaten können wesentlich höhere Gewinne aber deutlich höhere Verluste erzielt werden als beim Handel mit deren Basiswerten.
- Desinvestitionen
Abschreibungen übertreffen die Ersatzinvestitionen (dienen dem Erhalt des Produktionsapparates).
- Detektoren
Komplexe Systeme zum Erkennen, Erfassen und Auswerten der Änderung physikalischer Eigenschaften von Materie. Sensoren in der Optoelektronik erfassen Informationen, die durch Lichtquanten übertragen werden.
- Die
Die heißen die ICs (siehe auch unter I), solange sie noch nicht ins Gehäuse gesetzt worden sind. Sie befinden sich während des gesamten Fertigungsvorgangs auf dem Wafer, sie entstehen auf dem Wafer indem der Wafer die vielen Prozessschritte durchläuft. Erst wenn sie fertig sind, wird der Wafer in die einzelnen ICs zerschnitten und die einzelnen ICs werden dann in ihre Gehäuse gesetzt. Die gehäusten Die werden oft Chips genannt. "Die", "IC" und "Chip" sind Begriffe, die häufig synonym verwendet werden. Die Größe des Die ist sehr wichtig, da sich hauptsächlich über die Die-Größe die Kosten der Fertigung bestimmen. Je kleiner die Die, desto mehr von ihnen passen auf einen Wafer und desto kostengünstiger die Produktion. Je kleiner die Die, desto höher die Ausbeute pro Wafer. Deshalb versuchen die Hersteller die Die so klein wie möglich auszulegen und während der Lebensdauer einer bestimmten IC-Generation über "Shrinks" die Fertigungskosten zu senken.
- Diodenlaser
Diodenlaser dienen vorrangig als Anregungsquellen so genannter Festkörperlaser. Werden Festkörperlaser nicht wie herkömmlich per Blitzlampe, sondern mit dem Licht der Hochleistungs-Laserdioden angeregt, erhöht sich ihre Effizienz und Strahlqualität. Mehr Energie lässt sich so in noch kleinerem Durchmesser bündeln und bietet direkte Einsatzmöglichkeiten in der Materialbearbeitung, beispielsweise beim Schweißen. Neue Möglichkeiten in der Materialbearbeitung ergeben sich auch aus der direkten Anwendung des Laserstrahls aus Hochleistungsdioden.
- Disagio
Unterschied, um den die zurückzuzahlende Summe eines Darlehens höher ist als der erhaltene Betrag.
- Dotierung
Dotierung ist das Einbringen von Fremdatomen in Halbleitermaterialien (z.B. Silizium), deren Leitfähigkeit damit gezielt verändert und verbessert werden kann.
- Due Diligence
(übersetzt: fällige Fleißarbeit, Sorgfaltsprüfung)Due Diligence bezeichnet eine intensive Durchleuchtung und Beurteilung der finanziellen, rechtlichen und geschäftlichen Situation eines Unternehmens durch externe Fachleute einschließlich der Risiken und Perspektiven. Die Analyse ist Voraussetzung für die Vorbereitung zum Beispiel eines Börsenganges, des Kaufes oder Verkaufes von Unternehmen oder Unternehmensteilen, von Kreditgewährungen oder auch Kapitalerhöhungen.
- DUV-Optiken
Die Struktur von Chips wird photografisch aufgetragen. Die Größe der Strukturen ist dabei durch Beugungseffekte des Lichtes beschränkt. Daher wird in der Industrie derzeit der Übergang von 248 Nanometer Wellenlänge zu DUV-Licht (Deep Ultra Violet) mit 193 Nanometern Wellenlänge vollzogen. Produzieren lassen sich damit Chipstrukturen von 0,25 bis 0,13 Mikrometern. Dafür sind spezielle Optiken für die Strahlführung in Wafer-Steppern erforderlich, DUV-Optiken.
- DVFA/SG-Ergebnis
Das Ergebnis nach DVFA/SG ist eine standardisierte Ergebnisgröße, die von der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Anlagenberatung (DVFA) gemeinsam mit der Schmalenbach-Gesellschaft (SG) entwickelt wurde. Dabei wird der ausgewiesene Jahresüberschuss um die Sondereinflüsse bereinigt, die den Vergleich mit anderen Unternehmen erschweren. Jenoptik wendete dabei erstmalig die Vorschriften zur Berücksichtigung latenter Ertragssteuern an, die zu einer (rechnerischen) Steuerbelastung trotz Verlustvortrag führen. Weiterhin wurde eine Aktivierung und Abschreibung von Firmenwerten zu Lasten des Ergebnisses unterstellt. Die Vorjahreswerte wurden zu Vergleichszwecken entsprechend angepasst.