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Glossar
S
- Schuldenkonsolidierung
Diese Konsolidierungsmaßnahme muss bei der Aufstellung des Konzernabschlusses durchgeführt werden. Dabei sind alle konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten aufzurechnen, nicht nur die in der Bilanz ausgewiesenen Positionen.
- Seed-Finanzierung
Finanzierung für das Ausreifen und Umsetzen einer Geschäftsidee auf deren Basis ein Unternehmen gegründet werden soll.
- Solarzellen
Solarzellen sind der Kern jeder solaren Stromgewinnung. In den Solarzellen findet die Umwandlung von Licht in elektrische Energie statt. Solarzellen werden zu rund 90 Prozent aus Siliziumwafern gewonnen und zu Solarmodulen weiterverarbeitet. Solarmodule verfügen über die nötigen technischen Parameter, um sie in Solarstromkraftwerken jeder Größenordnung einsetzen zu können. Im Jahr 2000 betrug die weltweit produzierte Gesamtmenge an Solarzellen knapp 290 Megawatt.
- Sonderposten mit Rücklageanteil
Der Posten nimmt im handelsrechtlichen Jahresabschluss Beträge auf, die aufgrund rein steuerrechtlicher Vorschriften zu Ergebnisminderungen führen. Dabei kann es sich handeln: - um steuerfreie Rücklagen, die erst bei ihrer Auflösung zu versteuern sind, oder- um über die handelsrechtlichen Vorschriften hinausgehende Abschreibungen.
- Sonnensensoren (Lagemess-Sensoren für Satelliten)
Die Sensoren erfassen die Lage eines Satelliten zur Sonne oder zu den Sternen. Damit kann die Fluglage des Satelliten bestimmt und gegebenenfalls korrigiert werden. Sonnensensoren haben einen Erfassungsbereich von etwa +/- 64 Grad. Sollte der Sonnenwinkel also über 64 Grad steigen, wird die Sonne nicht mehr korrekt von den Sensoren erfasst. Sternsensoren brauchen gegenüber dem Sonnensensor ein wesentlich kleineres Gesichtsfeld und sind unabhängig von der Sonneneinstrahlung.
- Stille Beteiligung
Bei einer stillen Beteiligung investiert ein Investor Kapital für eine bestimmte Laufzeit, ohne selbst direkter Gesellschafter zu werden. Die Beteiligung kann anonym bleiben und wird nicht ins Handelsregister eingetragen (still).
- Strukturbreiten
Will man angeben, mit Hilfe welches Prozesses ein IC hergestellt wurde, so ist die Strukturbreite eines der wichtigsten Kennzeichen. Mit der Strukturbreite ist zumeist die Kanallänge eines Transistors gemeint. Ist von einem 0,35-µm-CMOS-Prozeß die Rede, so bedeutet das also, dass die Kanallängen der FETs auf dem IC nur 0,35 Tausendstel eines Millimeters betragen. Wie klein die Kanallänge ausgelegt werden kann, ist weitgehend von der Lithografie abhängig. Man versucht, die Transistorlängen aus zwei Gründen so weit wie möglich zu reduzieren: Erstens, weil sich damit mehr Transistoren auf einer gegebenen Fläche unterbringen lassen. Man erhält also für das gleiche Geld mehr Funktionalität bzw. für die gleichen Funktionen muss weniger Geld bezahlt werden (weil die Transistoren weniger Fläche einnehmen und die kleineren ICs billiger zu fertigen sind). Zweitens will man die Strukturbreite verkleinern, da sich die Schaltgeschwindigkeit der Transistoren mit kleinerer Kanallänge erhöht und die Leistungsaufnahme sinkt. Man erhält also Chips mit höherer Performance, die gleichzeitig weniger Strom und Spannung benötigen.
- Systems-on-Chip
Als Systems-on-Chip bezeichnet man hochkomplexe ICs, die viele verschiedene Funktionen enthalten, die bis vor kurzem alleine schon auf einem oder sogar mehreren ICs hätten untergebracht werden müssen. Aufgrund des rasanten Fortschritts in der Prozesstechnik, die die Fertigung von ICs mit immer kleineren Strukturbreiten erlaubt, ist es heute möglich, Funktionen wie Controller, verschiedene Sorten von Speichern, digitale Signalprozessoren und analoge Funktionen auf einem Chip unterzubringen. Der Vorteil: Da statt vieler Chips nur mehr einer oder sehr wenige erforderlich sind, verringert sich der Platzbedarf, der Montageaufwand (und damit die Kosten des Endprodukts) und - was ebenfalls sehr wichtig ist - die Leistungsaufnahme. In batteriebetriebenen Geräten wie Handys verlängert sich damit die Lebensdauer der Batterien. Da viele Geräte klein und batteriebetrieben sein werden und möglichst wenig kosten sollten, spielen Systems-on-Chip künftig eine entscheidende Rolle.