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M+W Zander erhält Folgeauftrag zum Ausbau der Siltronic Halbleiterfabrik.

Stuttgart/Freiberg, 28. Juli 2004

Produktionserweiterung um das Doppelte.

M+W Zander, eine Tochter der JENOPTIK AG, hat von der Siltronic AG einen Folgeauftrag zum Ausbau der neuen Freiberger Halbleiterfabrik "Fab 300-2" erhalten. Der Auftrag hat ein Volumen von 20,75 Mio Euro. Der Stuttgarter Hightech-Anlagenbauer und -betreiber übernimmt die Generalunternehmerschaft einschließlich Planung für die Grundversorgungsinstallationen sowie die Maschinenanschlüsse
(Hook-up). Damit kann Siltronic seine Produktionskapazitäten von derzeit 75.000 auf 150.000 Wafer monatlich erweitern.

Im Juni 2004 hatte die Siltronic AG die neue Halbleiterfabrik Fab 300-2 feierlich eröffnet. Sie war von M+W Zander nach nur 18 Monaten Bauzeit schlüsselfertig übergeben worden. Dabei waren von Anfang an mögliche Erweiterungen für den Fall eines Nachfragebooms bei Halbleitern eingeplant. Das erwies sich nun als vorteilhaft: Siltronic kann jetzt innerhalb der bestehenden Fabrik ihre Produktionskapazitäten erweitern. Schon im November 2004 beginnt der Einbau der Prozessgeräte, die Installation der Maschinenanschlüsse wird bis zum März 2006 abgeschlossen sein.

In der Freiberger Fab 300-2 werden seit Juni 2004 hochmoderne
300-Millimeter-Siliziumwafer hergestellt. Den Chipherstellern bietet
ein 300-Millimeter-Wafer, der gegenüber dem Vorgängerprodukt mit 200 Millimetern Durchmesser eine mehr als doppelt so große Fläche hat, eine deutlich höhere Produktivität mit enormen Kostenvorteilen. Die pizzagroßen Siliziumscheiben müssen allerdings in einem deutlich höheren Ausmaß als ihre Vorgänger von herausragender kristalliner Qualität sein. Deshalb sind die Anforderungen an die Produktionsstätte sowie die Ausrüstung besonders hoch. So dürfen beispielsweise in den Produktionsräumen mit der höchsten Reinraumklasse nur noch
300 Partikel pro Kubikmeter Luft vorhanden sein. In der normalen Luftumgebung sind dagegen zwischen 10 Milllionen und 50 Millionen Partikel pro Kubikmeter vorhanden.

Nachfrage nach Wafern steigt.

Derzeit steigt die Nachfrage nach 300-Millimeter-Wafern weltweit an. Sie sind wichtige Bausteine für Computer, Mobiltelefone, Flachdisplays, Airbags, Flugzeugsteuerungen und vieles mehr. Nach der jüngsten Erhebung der Branchenanalysten von Gartner Dataquest betrug die Nachfrage nach 300-Millimeter-Wafern im vierten Quartal des vergangenen Jahres rund 430.000 Stück pro Monat. Diesen Schätzungen zufolge soll der Bedarf bis Ende des Jahres auf etwa 700.000 Scheiben im Monat steigen. Für 2007 rechnet Gartner Dataquest sogar mit einer Nachfrage von fast 1,5 Millionen moderner Wafer im Monat.
Die Fab 300-2 gehört zum Silicon Saxony, jener Region in Sachsen, die durch Ansiedlung und Ausbau der Halbleiterproduktion bekannt ist. Neben der Siltronic-Produktionsstätte in Freiberg zählen dazu die Fabriken von AMD und Infineon sowie das Maskenzentrum von Dupont in Dresden. An allen genannten Projekten war und ist M+W Zander als Generalunternehmer beteiligt.

  • Unternehmensporträt M+W Zander.

    M+W Zander, ein Tochterunternehmen des Jenoptik-Konzerns (ISIN DE 0006229107), ist in den Geschäftsfeldern Facility Engineering und Facility Management tätig. Rund 8.000 Mitarbeiter an über 40 Standorten weltweit erwirtschafteten 2003 einen Umsatz von knapp 1,7 Milliarden Euro. M+W Zander bietet Dienstleistungen rund um High-Tech-Gebäude und Produktionsanlagen an - vom Beraten, Planen und Bauen bis hin zum Betreiben und Modernisieren. Arbeitsschwerpunkte liegen in der Reinraumtechnik für die Elektronik-, Pharma- und Lebensmittel-Industrie, in der Produktion von Reinraumkomponenten, in der technischen Gebäudeausrüstung sowie im Facility Management. Bei der Planung und Ausführung schlüsselfertiger Chipfabriken ist das Unternehmen weltweit Marktführer.