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Taktile Messtechnik
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Taktile Messtechnik

Rauheits- und Konturenmesstechnik


Das Tastschnittverfahren ist eine Methode zur messtechnischen Beschreibung von Oberflächen. Bei der Rauheitsmessung mit mechanischen Tastschnittgeräten wird eine Tastspitze aus Diamant mit konstanter Geschwindigkeit über die Oberfläche einer Probe (Werkstück) verfahren. Das Messprofil ergibt sich aus der vertikalen Lageverschiebung der Tastspitze, die in der Regel durch ein induktives Wegmeßsystem erfasstwird. Zur messtechnischen Beschreibung einer Oberfläche werden aus demMessprofil genormte Rauheitskenngrößen gewonnen.


Die gleichzeitige Messung von Rauheits- und Konturenmerkmalen angekrümmten oder geneigten Flächen erfordern ein Messsystem mit hoher Auflösung bei gleichzeitig großem Messbereich. Ein opto-mechanisches Messsystem überträgt die mechanische Antastung auf einen optischen Maßstab und kombiniert so die Vorteile der berührenden Messung mit der Leistungsfähigkeit der optischen Messtechnik.

Formmesstechnik

Jedes Werkstück weist durch die Bearbeitung eine mehr oder weniger starke Abweichung von der geometrisch idealen Gestalt auf. Bereits kleinsteAbweichungen von der Soll-Gestalt können die Funktionsfähigkeit eines Bauteils erheblich beeinflussen.
Besonders für das reibungslose Zusammenspiel mehrerer Werkstücke mit gemeinsamen Funktionen kommt den Form- und Lageabweichungen an allen Teilen große Bedeutung zu.
Messungen der Formabweichungen geben Aufschluss über die Qualität der gefertigten Teile, erlauben Rückschlüsse auf die Güte des gesamten Produktionsprozesses und helfen damit, Kosten zu senken.

Ein neue Generation von Tastsystemen kombiniert die Messung der Form- und Lagetoleranzen mit der Rauheitsmessung - ohne Tastarmwechsel. Je nach Messaufgabe kommt die Rubinkugel oder Diamantspitze zum Einsatz, wobei jeweils automatisch die richtige Tastkraft durch das Tastsystem eingestellt wird.

Dimensionelle, taktile Messtechnik

Für die dimensionelle, taktile Messtechnik werden in der Regel verschleißfeste,schmutzunempfindliche Messtaster aus Hartmetall eingesetzt.
Als Messwertaufnehmer für die zu erfassenden 1-dimensionalen geometrischen Merkmale eines Werkstückes kommen vorallem induktive oder digitale Messtaster zur Anwendung.

In der Mehrstellenmesstechnik werden in einer Messvorrichtung die 1-dimensionalen geometrischen Merkmale mit mehreren Messtastern zeitgleich an mehreren Stellen eines Werkstückes erfasst.
Üblich sind Baukastensysteme, die durch die Kombination von einzelnen Bauelementen an die konkrete Messaufgabe angepasst werden können.
Weit verbreitet sind z.B. Mehrstellenmessvorrichtungen für wellenförmige Werkstücke mit einer horizontalen Werkstückaufnahme.
Die Messwertauswertung und Verknüpfung mehrerer Messstellen sowie die Visualisierung erfolgt in externen Auswerteeinheiten oder an geschlossenen Messrechnern.
Diese Mehrstellenmessvorrichtungen sind robust im Einsatz in der Fertigung. Sie sind einfach zu bedienen und das Messergebnis liegt innerhalb weniger Sekunden vor. Sie stellen damit eine bewährte Messlösung für eine langfristig konzipierte Großserienfertigung dar.
Allerdings sind derartige Vorrichtungen nur für eine bestimmte Werkstückfamilie einsetzbar und nur begrenzt umrüstbar.

Hochspezialisierte und modularisierte Mehrstellenmesstechniklösungen kommen in der taktilen 100%-Endkontrolle von Werkstücken in der Fertigungslinie zum Einsatz.
Diese Endkontrollsysteme messen in der Regel Dimensionen sowie Form- und Lageparameter.

In der In-Prozess-Messtechnik kommen taktile Messtaster bzw. Messköpfe als Messwertaufnehmer für komplexe Messsteuerungssysteme fürWerkzeugmaschinen, z.B. in der Schleif- bzw. Feinstbearbeitung zum Einsatz.
Diese taktilen Messköpfe sind speziell für den Einsatz im Bearbeitungsraum der Werkzeugmaschine ausgelegt.

Informationen zur taktilen Messung in der Übersicht

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