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Gerd Sonntag
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Gerd Sonntag „1x nach Innen geschaut“.

In ihrer 44. „tangente“ zeigt Jenoptik eine Auswahl der außergewöhnlichen und faszinierenden Glasobjekte von Gerd Sonntag, einem der erfolgreichsten Künstler des deutschen Ostens.

Gerd Sonntag wurde 1954 in Weimar geboren. Den internationalen Durchbruch erzielte er 1989 mit seiner expressiven Malerei. Gerd Sonntag war der erste DDR-Künstler, dem in einem amerikanischen Museum, dem Brooklyn Museum of Art in New York, eine Personalausstellung gewidmet wurde. Das Brooklyn Museum gehört zu den zehn größten Museen der Welt.

Der renommierte Kunsthistoriker Lothar Lang zählt Gerd Sonntag zu den talentiertesten Malern seiner Generation. Zahlreiche nationale und internationale Ausstellungen sowie seine Präsenz in renommierten Sammlungen unterstreichen die Bedeutung von Gerd Sonntags Arbeit. Einige seiner Glasobjekte sind beispielsweise als Dauerausstellung in der Deutschen Botschaft in Paris präsent.

1998 widmete sich der heute in Berlin lebende Künstler erstmals der Glaskunst  und entwickelte den so genannten Schicht-Schmelzprozess in Zusammenarbeit mit der Schott AG.

„Arbeiten mit Glas ist für mich eine Art Auferstehung. Dies bedeutet jedoch nicht,
dass ich die Malerei ganz aufgegeben habe. Vielmehr habe ich meine Fähigkeiten im Umgang mit Glas-Objekten wiederentdeckt. Es gibt mir die Möglichkeit, mein künstlerisches Potenzial absolut zu entfalten."
Der menschliche Kopf ist das beherrschende Thema seiner Glas-Arbeiten. Die scheinbaren Portraits werden zu einer universellen Darstellung eines Menschenbildes. Gerd Sonntag zeichnet Facetten und Zustände des menschlichen Daseins durch Verschmelzen verschiedenfarbiger Gläser. Er wechselt zwischen transparentem und opakem Glas und akzentuiert die Arbeiten mit Hilfe von Draht, Glaspulver und Metalloxyden. Dadurch schafft er mit malerischen, zeichnerischen und plastischen Aspekten ein interdisziplinäres Kunstwerk, das durch Beleuchtungssituation und Schattenwurf mit der Umwelt interagiert.

Die Ausstellung wurde kuratiert von der Kunsthandlung Huber & Treff.

Vernissage:

5. Juni 2014, 18:00 Uhr

Es sprechen: Dr. Michael Mertin
Erik Stephan, Kunstsammlung Jena

Musik: Christoph Beer (Saxophon)

Der Künstler ist zur Vernissage anwesend.

Ausstellung:

6. Juni bis 23. August 2014
im Foyer des Ernst-Abbe-Hochhauses der JENOPTIK AG, Carl-Zeiß-Straße 1, 07743 Jena.

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 10 bis 17 Uhr, Freitag 10 bis 15 Uhr