Geschwindigkeitsüberwachung mit Schwarzlicht-Blitzanlage
Der ca. 2 Kilometer lange Rheinufertunnel in Düsseldorf ist einer der ersten innerstädtische Tunnel, der 2009 mit stationärer Geschwindigkeitsüberwachung ausgerüstet wurde. Es war exakt 00:04 Uhr am 1. Oktober, als im Düsseldorfer Rheinufertunnel der erste Verkehrsteilnehmer wegen Geschwindigkeitsübertretung geblitzt wurde. Zu diesem Zeitpunkt war die Anlage gerade vier Minuten im Betrieb. Die vier Messgeräte und vier Digitalkameras der JENOPTIK Robot GmbH lieferten danach besorgniserregende Spitzengeschwindigkeiten online ins Ordnungsamt: 159 km/h, 146km/h.
Dies waren die Negativrekorde bei rund 3.600 Geschwindigkeitsübertretungen in einer Woche, die fast 3.250 Verwarnungsgelder und rund 350 Bußgeldverfahren zur Folge hatten, um so verwunderlicher, da doch per Schild vor der Geschwindigkeitskontrolle gewarnt wird. Messen die Sensoren im Boden ein Tempo jenseits der zulässigen 70 km/h, machen die Kameras ihre Aufnahmen mit einem schwarzen Blitz, der für das menschliche Auge kaum wahrnehmbar ist. Solche Blitzgeräte hat Jenoptik Robot bereits in verschiedenen deutschen Tunneln wie in München und Thüringen installiert. Der enge Rheinufertunnel ist einer der ersten innerstädtischen Tunnel mit Schwarzlicht-Blitzanlage und deshalb Vorzeigeprojekt. Kein anderes Unternehmen bietet die innovativen Blitz-Anlagen an.
Das sorgte dann auch für ein reges Medieninteresse. ZDF, RTL, WDR, Sat1, Pro7 – Kamerateams all dieser Sender wollten den "unsichtbaren Blitzer" dort zeigen, wo er entwickelt wurde. Berichte gab es dann darüber in Sendungen wie Focus TV, Galileo, der Drehscheibe Deutschland oder RTL Aktuell. Und selbst im gerade erwachten Düsseldorfer Karnevalsgeschehen spielte der neue Blitzer bereits eine Rolle. Hier reimte man: "In beide Richtungen wird geblitzt, was unserer Stadtkasse sehr nützt.“ Mitte des Jahres hatten die Anlagen gleichen Typs für Schlagzeilen gesorgt. Als „Rekordradarfalle“ machte die Anlage am Bielefelder Berg auf der A2 von sich reden. Binnen eines halben Jahres wurden dort 100.000 Raserfotos geschossen.