Pneumatische Messdorne
Die pneumatischen Messdorne HOMMEL-ETAMIC AG100 werden zur Prüfung von Innendurchmessern in Durchgangs- oder Sacklochbohrungen verwendet.
Die Bestimmung des Durchmessers erfolgt berührungslos über zwei gegenüberliegende Düsen, die im Verhältnis zum äußeren Führungsdurchmesser des Messdorns rückversetzt liegen. Es kann sowohl statisch als auch dynamisch gemessen werden.
Durch Drehung des Messdorns im Werkstück wird die Unrundheit und durch Verschiebung die Konizität ermittelt. Auf Anfrage kann der Messdorn mit drei Düsen
zur Messung an drei Punkten (3x120°) ausgestattet werden.
Die Palette unserer Messdorne reicht von 3 mm bis 150 mm. Der Messbereich liegt zwischen 0,010 mm und 0,160 mm.
Die pneumatischen Messdorne AG100 können mit vier verschiedenen Düsenarten geliefert werden, je nach Durchmesser, Oberflächenbeschaffenheit des zu prüfenden Werkstücks und Messbereich.
Die Position der Düsen hängt von der Messdornart und dem zu prüfenden Nenndurchmesser ab: S (Standard, mit zentrierten Düsen, für Durchgangsbohrungen) oder TP (mit am Rand liegenden Düsen, für Sacklochbohrungen).
Die AG100 Messdorne können an alle Messgeräte von Hommel-Etamic angeschlossen werden. Entweder direkt in Verbindung mit einem Anzeigegerät vom Typ portamic, C61 oder pneutamic. Oder indirekt über einen elektropneumatischen Wandler (ARC99, TPE99 oder TPE70/3). In diesem Fall können die Messergebnisse auf einem Messrechner ESZ800, CMZ200 oder ESZ400 angezeigt werden.
Die Messdorne sind äußerst robust und zuverlässig. Sie können entweder fest installiert oder mobil verwendet werden und verfügen über ein großes Einführungsspiel, das entsprechend dem Messbereich berechnet ist. Sie eignen sich ideal für die manuelle Prüfung von Bohrungen in der Fertigungslinie, für halbautomatische oder automatische Messstationen und den Messraum.
Dank des pneumatischen Messprinzips ist keine spezielle Wartung notwendig - die Messdorne müssen lediglich gereinigt werden.
Folgende Informationen sind notwendig, um den für Ihre Anwendung optimalen Messdorn zu bestimmen:
- Zeichnung des zu prüfenden Werkstücks
- Durchmesser, Toleranz und Oberflächenbeschaffenheit der zu prüfenden Bohrung
- Durchgangsbohrung oder Sacklochbohrung
- Material des pneumatischen Messdorns: gehärteter Stahl (100.000 zu prüfende Werkstücke) oder oberflächenbehandelter Stahl (1.000.000 zu prüfende Werkstücke)
- Gewünschter Messbereich
- Pneumatische Kombination, falls der Messdorn an ein bereits vorhandenes Gerät angeschlossen werden soll